Stand: 06.01.2026 13:39 Uhr
Seit Samstag sind Tausende Haushalte im Berliner Südwesten ohne Strom. Nachdem am Sonntag die Großschadenslage ausgerufen wurde, ist inzwischen Unterstützung aus ganz Deutschland vor Ort – auch aus Niedersachsen.
Die Fachgruppen Elektroversorgung des Technischen Hilfswerks (THW) aus den Ortsverbänden Wunstorf (Region Hannover) und Hude-Bookholzberg (Landkreis Oldenburg) sind nach eigenen Angaben am Montag alarmiert worden. Gegen 22.30 Uhr gestern Abend kamen beide Teams in Berlin an. Wie Thorsten Petri vom THW Hude-Bookholzberg dem NDR Niedersachsen berichtet, ist sein Team mit neun Personen vor Ort. Die Wunstorfer Kräfte seien schon seit dem Morgen im Einsatz, so Petri.
Bundeswehr versorgt THW mit Kraftstoff

Die THW-Teams aus dem Landkreis Oldenburg helfen mit einem großen Notstromaggregat in Berlin.
Beide THW-Gruppen haben große Dieselaggregate dabei. Damit sollen sie bei der Notstromversorgung unterstützen. Die sogenannten Netzersatzanlagen können zum Beispiel Häuser, Krankenhäuser und Supermärkte mit Strom versorgen. Der Treibstoff kommt auch von der Bundeswehr. Sie ist nach eigenen Angaben seit Montag im Bezirk Steglitz-Zehlendorf vor Ort und soll mit einem Tankfahrzeug und Personal etwa 18.000 Liter Diesel bereitstellen.
Einsatz voraussichtlich bis Freitag
Die Lage vor Ort sei ruhig, sagte Petri. Er geht davon aus, dass die beiden niedersächsischen Teams bis Freitag in Berlin bleiben werden. Bereits am Donnerstag soll der Schaden an der Stromleitung behoben sein, kündigte der Betreiber Stromnetz Berlin an.

Mehrere Landkreise in Niedersachsen informieren Bürger über die richtige Vorsorge im Ernstfall. Dabei geht es vor allem um Selbsthilfe.

Die Energieunternehmen sprechen von hoher Sicherheit. Leitungen könnten zwar getroffen werden, aber wohl mit geringeren Folgen.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.01.2026 | 12:00 Uhr