Auch Xylit gerät zunehmend in die Kritik: Eine aktuelle Beobachtungsstudie zeige, dass erhöhte Xylit-Konzentrationen im Blut mit einem 57 Prozent höheren Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall verbunden waren. Labordaten legten nahe, dass Xylit die Reaktivität der Blutplättchen erhöht und so die Gerinselbildung begünstigen könnte. „Diese Ergebnisse unterstreichen, dass mögliche gesundheitliche Effekte von Zuckeraustauschstoffen differenziert betrachtet und auch langfristig untersucht werden sollten“, betont Rau.
Die DGVS plädiert für eine ausgewogene, proteinbewusste Ernährung auf Basis unverarbeiteter Lebensmittel. „Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Fisch, Eier oder Nüsse liefern hochwertiges Eiweiß – ganz ohne Zusatzstoffe“, erklärt Birgit Terjung, Mediensprecherin der DGVS. Wer nachhaltig ein paar Kilo abnehmen möchte, brauche keine Pulver oder Spezialprodukte. Für Patientinnen und Patienten mit starkem Übergewicht könne eine therapeutisch begleitete Ernährung inklusive Mahlzeitenersatzphasen sinnvoll sein – aber eben nicht ohne fachliche Begleitung. Terjung fasst zusammen: „Gegen einen gelegentlichen Proteinshake ist nichts einzuwenden – sofern er eine ausgewogene Ernährung ergänzt und nicht ersetzt. Aber: Gesunde Ernährung beginnt nicht im Shaker, sondern auf dem Teller.“