- Die Lilienthaler Kunststiftung zieht in ihrem Resümee Bilanz für 2025 und kündigt Ausstellungen zu Walter Niemann, der Künstlerkolonie Nidden und zur aktuellen Worpsweder Kunstszene an.
- Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker ist am 28. März ein literarisch-musikalischer Abend „Ich will immer weiter, weiter!“ mit Vorträgen, Lesungen und Musik geplant.
- Die Kunststiftung betont ihre Bemühungen um das kulturelle Erbe Hans Adolf Cordes‘, sieht Herausforderungen durch fehlenden Nachwuchs und hofft auf weitere Unterstützung.
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Über Weihnachten und Neujahr war das alte Küsterhaus in Trupe geschlossen, jetzt startet die Lilienthaler Kunststiftung wieder durch: Noch bis Mitte April läuft unter dem Titel „Der Tausendsassa aus Worpswede“ die Ausstellung mit Werken des 1986 verstorbenen Künstlers Walter Niemann. Die Kunststiftung plant im neuen Jahr öffentliche Führungen und zwei Vorträge über das Leben von Walter Niemann und seiner Frau Charlotte. Fest steht inzwischen auch, wie das Programm nach dem Ende der Ausstellung 2026 weitergeht.
Die Kunststiftung plant in diesem Jahr eine große Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler der Künstlerkolonie Nidden auf der Kurischen Nehrung. Manche werden sich erinnern: Als Kurator Hans-Günther Pawelcik 2014 zum Kunstverein kam, war die Künstlerkolonie schon einmal zu Gast in Lilienthal. Damals waren es rund 80 naturalistische und expressionistische Naturstimmungen, die in der Kunstschau gezeigt wurden.
Über den Jahreswechsel hinaus
Für den Spätherbst ist eine weitere Ausstellungseröffnung geplant, wie die Kunststiftungs-Vorsitzende Bettina Jachens und der Kunstvereinsvorsitzende Eberhard Dobers in ihrem Ausblick für 2026 schreiben. Sie soll sich mit der aktuellen Worpsweder Kunstszene beschäftigen und den Titel „Worpswede Heute“ tragen. Die Ausstellung soll über den Jahreswechsel hinaus gezeigt werden.
Auch den 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker will die Kunststiftung würdigen: Gemeinsam mit der Volkshochschule Lilienthal ist für Sonnabend, 28. März, ab 18 Uhr ein literarisch-musikalischer Abend unter dem Titel „Ich will immer weiter, weiter!“ in den Räumen der Kunststiftung geplant. Thomas Carstensen (Vortrag), Ulrike Fertig (Lesung) und Christiane Pritz (Violine) werden sich der berühmten Worpsweder Künstlerin widmen und wollen lebendig werden lassen, wie Paula Modersohn-Becker um ihre Kunst und ihr eigenständiges Leben rang – ein Künstlerinnenleben zwischen Konvention und Aufbruch.
Kunstverein und Kunststiftung haben auch die Gelegenheit genutzt, Bilanz für das abgelaufene Jahr und die ehrenamtliche Arbeit zu ziehen – herausgekommen sei erneut ein „ausgereiftes und engagiertes Programm“, wie die Beteiligten im Rückblick finden. So gab es Anfang des Jahres die Ausstellung über Alfred Wiegmann und seinen Schüler Wolf-Dietmar Stock. Zudem sei zum 80. Geburtstag von Monika Breustedt eine Werkschau der Worpsweder Künstlerin in Lilienthal gezeigt worden. Ebenfalls im vergangenen Jahr ist das Buch „Das große Glück“ über die Kunststiftung und deren Sammlung herausgegeben worden. Seit Oktober läuft die Ausstellung mit Werken von Walter Niemann, der als künstlerischer „Tausendsassa“ bekannt wurde. Auch darum kümmert sich die Kunststiftung: Um das Kunstverständnis zu fördern, bietet Christa Herzog jeden Monat die Lilienthaler Kinderzeit an – während die Eltern die Ausstellung anschauen, entdecken ihre Kinder Kunstwerke mit Lupe und Stiften. Begleitet werden sie von der Kunstpädagogin Christa Herzog, die ein altersgemäßes, spannendes Programm anbietet, bei dem alle Sinne angesprochen werden sollen.
Jüngere Leute fehlen
Die Kunststiftung stellt in ihrem Resümee für 2025 fest, dass sie sich weiter um das Erbe des Stifters Hans Adolf Cordes und den Kulturraum zwischen Worpswede, Fischerhude und Bremen bemühe, um dessen kulturelle Stärken aufzuzeigen. „Noch ist das große freiwillige Team des Kunstvereins Lilienthal und der Stiftung agil genug, doch sehen wir manchmal bang in die Zukunft, da es an jüngeren Leuten fehlt, die sich für diese Kultur und freiwillige Arbeit begeistern“, schreiben Jachens und Dobers. Man hoffe darauf, dass die Förderer die Arbeit weiter begleiten und finanziell unterstützen. Auch hoffe man darauf, dass die Arbeit für die Region weiterhin Anerkennung finde.
Info
Die Lilienthaler Kunststiftung mit Ausstellungsräumen und Café in Trupe 6 ist donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage unter www.kunststiftung-lilienthal.de.
Welche Ausstellungen plant die Lilienthaler Kunststiftung im Jahr 2026?
In den zur Verfügung gestellten Artikeln finden sich keine konkreten Angaben zu den Ausstellungen der Lilienthaler Kunststiftung für das Jahr 2026. Die Berichte thematisieren vielmehr aktuelle und geplante Ausstellungen sowie Projekte für die Jahre bis einschließlich 2023 und Programmpunkte allgemeinen Charakters. Angaben zu konkreten Ausstellungsplanungen im Jahr 2026 sind somit nicht enthalten.
Quellen
Wie gedenkt die Kunststiftung Paula Modersohn-Becker in ihrem Jubiläumsjahr?
Die Kunststiftung Paula Modersohn-Becker begeht das Jubiläumsjahr zum 150. Geburtstag der Künstlerin mit einer großen Ausstellung in vier Worpsweder Museen, die das Thema künstlerische Selbstbestimmung von Frauen damals und heute in den Mittelpunkt stellt. Zudem wird der Paula-Modersohn-Becker-Kunstpreis in einer deutschlandweiten Ausschreibung vergeben und die dazugehörigen Werke der Nominierten und Preisträgerinnen in Barkenhoff und Großer Kunstschau ausgestellt. Begleitend wurde ein spezielles Kunstpreis-Ticket eingeführt, um den Zugang zu beiden Museen während der Ausstellungslaufzeit zu erleichtern.
Quellen
Vor welchen Herausforderungen steht der Kunstverein Lilienthal für seine zukünftige Arbeit?
Der Kunstverein Lilienthal sieht sich künftig mehreren Herausforderungen gegenüber: Er muss seine Sammlung gezielt auf Werke aus der regionalen Kunst rund um das Kulturdreieck Wümme-Wörpe-Hamme fokussieren und dabei Bestände regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls reduzieren. Darüber hinaus gilt es, junge Menschen stärker einzubinden und für Vereinsaktivitäten zu begeistern, etwa durch Kooperationen wie mit der Kunstschule Wandsbek und durch Ausstellungen zeitgenössischer junger Kunst. Schließlich sind die Organisation und Finanzierung von Ausstellungen – insbesondere mit ehrenamtlichem Engagement – eine dauerhafte Aufgabe angesichts begrenzter Ressourcen.
Quellen
Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.
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