• 22 Kinder und Jugendliche aus dem Bremer Norden beteiligten sich als Sternsinger beim Empfang im Rathaus mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte.
  • Das diesjährige Motto der Sternsinger-Aktion lautet „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ und das Partnerland ist Bangladesch.
  • Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger in Bremen insgesamt 62.671,09 Euro, davon kamen 18.406,23 Euro aus Bremen-Nord.

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Ein bisschen aufgeregt sei er schon gewesen, als er im Rathaus auf die große Leiter steigen und den Segen „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) mit Kreide über das ehrwürdige Eingangsportal schreiben durfte, gestand Moritz Rehberg. Der Schüler wurde als Grohner Sternsinger von Bürgermeister Andreas Bovenschulte empfangen und mit ihm rund 80 weitere aus den katholischen Gemeinden Bremens. Der Bremer Norden war vertreten durch Kinder und Jugendliche der Heiligen Familie in Grohn und der Blumenthaler St.-Marien-Kids.

Ansgar Köpcke und Moritz Rehberg aus der Grohner Pfarrei sind fast alte Hasen, wenn es um das Sternsingen geht. Zum achten Mal sind sie wieder dabei, werden nach dem Besuch im Rathaus wie auch die Blumenthaler Kollegen durch Bremen-Nord ziehen und jedem den Segen bringen, der ihn haben möchte und dafür eine Spende erbitten. „Ich finde es schön, anderen Kindern zu helfen und die Atmosphäre ist eine besondere im Rathaus“, erläuterte der 13-jährige Ansgar Köpcke, warum er sich am letzten Ferientag früh am Morgen auf den Weg in die Innenstadt gemacht hat.

Es wechselt jährlich, welche Pfarrei offiziell federführend den Segen ins Rathaus bringen darf. Diesmal war es die Heilige Familie in Grohn und mit dem Anschreiben am Portal war es nicht getan. Die 15 Mädchen und Jungen aus Grohn durften auch den Segen offiziell sprechen und das Partnerland Bangladesch der Sternsinger-Aktion 2026 vorstellen. Das Team um die 17-jährige Greta Rundel hatte exemplarisch große Fotos von zwei Kindern aus Bangladesch vorgestellt, die arbeiten müssen, statt zur Schule gehen zu können. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ – um dieses Motto geht es 2026.

Aus Blumenthal waren sieben Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren mit von der Partie im Rathaus, betreut von Sibylle Lentz und Klaudia Syga. Sie hatten einen großen schwarzen Reisekoffer dabei. „Der ist für die Umhänge und die Kronen nach dem Empfang. Das ist viel praktischer als die Kartons und Tüten, die die anderen Gemeinden immer dabeihaben“, sagte Klaudia Syga. Ihre Sternsingerinnen hatten im Zug nach Bremen ein ganz anderes Problem. Sophie Busch, Sophia Sellmann, Maya und Nisha KC, Mathilda Lachnik, Lara Krybus und Medina Weit überlegten, wie der Bürgermeister eigentlich heißt, dem sie gleich begegnen sollten. Achselzucken bei einigen, andere waren nah dran mit „Andreas Bovenschulze“.

Auf dem Weg ins Rathaus wurde die Gruppe häufig angelächelt, machte den Passanten augenscheinlich Freude. „Wie schön, die Sternsinger“ – diesen Satz hörten die Kinder und Jugendlichen unterwegs einige Male. Ein Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Auto sorgte dafür, dass die Blumenthaler ein größeres Stück zum Empfang laufen mussten. Dennoch kamen sie rechtzeitig zum Fototermin vor den Domtreppen und zur Begegnung mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Der ließ es sich nicht nehmen, den Gesang der Kinder auf der Gitarre zu begleiten, und auf einen Wunsch aus der Gruppe erzählte er die Geschichte zum Gemälde von König Salomon, das die Kinder im Rathaus bestaunten.

„Für mich ist der Besuch der Sternsinger jedes Jahr einer der schönsten Termine im Rathaus“, sagte der Präsident des Senats zu seinen jungen Besuchern. Er erinnerte daran, dass es in früheren Jahrhunderten auch in Deutschland Kinderarbeit gab und nannte den Kampf dagegen eine „ganz, ganz wichtige Aufgabe“. Und deshalb füllte er auch persönlich die Spendendosen der einzelnen Gruppen. „Ich finde es toll, Kindern in Not zu helfen. Das Rathaus ist interessant und ein bisschen wie ein Museum“, stellte Mathilda Lachnik von den Blumenthaler St.-Marien-Kids fest. Sie habe sich fest vorgenommen, im nächsten Jahr wieder mitzumachen.

Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger in Bremen 62.671,09 Euro. Davon kamen 44.264,86 Euro aus den fünf Kirchengemeinden des Katholischen Gemeindeverbandes Bremen und 18.406,23 Euro aus den katholischen Kirchengemeinden in Bremen-Nord.

Welche Katholischen Kirchengemeinden aus dem Bremer Norden nehmen regelmäßig an der Sternsinger-Aktion im Rathaus teil?

Laut den vorliegenden Artikeln nehmen die katholischen Kirchengemeinden Heilige Familie Grohn, St. Marien Blumenthal, St. Birgitta Marßel/Ritterhude, St. Ansgar Schwanewede sowie Heilig Geist Lemwerder/Berne regelmäßig an der Sternsinger-Aktion im Bremer Rathaus teil. Besonders die Gemeinde Heilig Geist Lemwerder/Berne besucht explizit das Rathaus im Rahmen ihrer Sternsinger-Aktion, wie mehrfach berichtet wird. Evangelische Gemeinden wie St. Johannes Schwanewede beteiligen sich zwar an der Aktion, gehören aber nicht zu den katholischen Kirchengemeinden, die im Rathaus auftreten.

Quellen

Wie läuft der Empfang und die Segnung durch die Sternsinger im Bremer Rathaus ab und welche besonderen Programmpunkte gibt es?

Der Empfang der Sternsinger im Bremer Rathaus findet in einem festlichen Rahmen statt: Verkleidet als die Heiligen Drei Könige tragen die Kinder und Jugendlichen ihren Segen ins Rathaus und schreiben die Segensformel „CMB“ und die jeweilige Jahreszahl an die Tür des Rathauses (vgl. Artikel 3). Im Mittelpunkt stehen dabei die Segnung des Hauses, die Übergabe von Spenden für benachteiligte Kinder weltweit sowie das aktuelle Motto der Aktion, das auf den Schutz von Umwelt und Kulturen aufmerksam macht (vgl. Artikel 1 & 3). Besondere Programmpunkte können auch der Besuch der Sternsinger in anderen öffentlichen Einrichtungen wie Altenheimen sein sowie die Bekanntgabe des Spendenergebnisses im Rahmen eines Abschlussgottesdienstes (vgl. Artikel 1).

Quellen

Wie hat sich das Spendenaufkommen der Sternsinger in Bremen und speziell in Bremen-Nord in den letzten Jahren entwickelt?

Das Spendenaufkommen der Sternsinger in Bremen ist seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 rückläufig, was insbesondere auf die pandemiebedingten Einschränkungen und wirtschaftliche Schwierigkeiten zurückgeführt wird. Im Jahr 2022 wurden in Bremen insgesamt 45.370 Euro gesammelt, davon 12.262 Euro in Bremen-Nord, wobei die Aktion teils mit kontaktarmen Hausbesuchen und neuen Formaten durchgeführt wurde. Die Beteiligung und das Spendenergebnis in Bremen-Nord ist weiterhin beeinträchtigt, unter anderem durch fehlende junge Teilnehmende und veränderte Abläufe, dennoch engagieren sich die Gemeinden nach wie vor für die Spendenaktion.

Quellen

Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.

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