Standdatum: 6. Januar 2026.
Autorinnen und Autoren:
Matthias Röhrs
Aktuell ist der ÖPNV in Bremen gut, schreibt der VDV.
Bild: dpa | Sina Schuldt
Das Land Bremen muss künftig deutlich mehr in den ÖPNV investieren. Und das nur, um den jetzigen Zustand zu erhalten, schreibt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).
Mit der Note 2,5 würde der ÖPNV im Land Bremen heute im deutschlandweiten Vergleich laut VDV einen Spitzenplatz belegen. Aber allein das heutige Angebot zu erhalten oder nur leicht auszubauen, würde dem Gutachten zufolge im Jahr 2040 jährlich doppelt so viel kosten wie heute: dann 500 Millionen Euro.
Ein zweites Szenario geht von einem deutlichen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs aus. Eine engere Taktung von Bussen und Bahnen sowie ihre bessere Verzahnung würden bis zu 740 Millionen Euro jährlich kosten. Darin enthalten wäre aber auch eine deutlich modernere Infrastruktur mit Werkstätten, CO2-freien Fahrzeugen und digitalen Angeboten.
Ünsal fordert finanzielle Unterstützung
Bremens Verkehrssenatorin Özlem Ünsal (SPD) betont nach der Vorstellung des Gutachtens die Wichtigkeit eines gut finanzierten ÖPNV für Bremen. Ohne finanzielle Beteiligung vom Bund sei aber keines der vom VDV beschriebenen Szenarien möglich, sagt sie.
Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) spricht dagegen von einer belastbaren Entscheidungsgrundlage. Bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) muss man einer Sprecherin zufolge hingegen noch prüfen, wie sich die vorgestellten Szenarien konkret auf das Angebot auswirken könnten.
Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Nachrichten, 6. Januar 2025, 18 Uhr
