Seit Sonntag stand für Politik und Behörden fest, dass es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt und Linksextremisten dahinterstehen. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben mutmaßlicher Linksextremisten sei authentisch, so die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD). In einer Pressekonferenz sprach sie – wie zuvor auch Bürgermeister Kai Wegner (CDU) – von „Linksterrorismus“. Die Täter hätten bewusst und wissentlich in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kämen.
Das lange Bekennerschreiben der sogenannten „Vulkangruppe“ trägt die Überschrift „Den Herrschenden den Saft abdrehen“. Darin steht unter anderem: „In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört“. Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei „erfolgreich sabotiert“ worden. „Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft.“ Die Polizei hatte am Montag mitgeteilt, sie schätze das Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“ als authentisch ein und halte es für „glaubhaft“.