Mehrere unbekannte Personen haben in der Nacht von Freitag auf Samstag (4. Januar) einen 23-jährigen Mann in Essen-Rüttenscheid schwer verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Rüttenscheider Straße / Wegener Straße.

Der junge Mann hielt sich gegen 2:30 Uhr mit zwei Freunden vor einem Kiosk auf. Dort gerieten sie mit einer Gruppe von Personen in ein Gespräch, das zu einer verbalen Auseinandersetzung eskalierte. Im weiteren Verlauf wurde der 23-Jährige von hinten gegen den Kopf geschlagen und stürzte zu Boden. Anschließend traten und schlugen mehrere Männer aus der Gruppe auf den am Boden liegenden Mann ein.

Mann erleidet schwerste Verletzungen

Als ein Freund des Opfers einschritt, flüchtete die Gruppe zu Fuß in Richtung Martinstraße. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ergebnislos. Rettungskräfte und eine Notärztin versorgten den Verletzten zunächst vor Ort. Erste Einschätzungen deuteten auf leichtere Knieverletzungen hin.

Im Laufe der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Verletzungen des 23-Jährigen weitaus schwerwiegender sind als zunächst angenommen. Es wird davon ausgegangen, dass der Mann möglicherweise dauerhafte Einschränkungen davontragen wird. Der Vorfall wird daher nun als schwere Körperverletzung eingestuft.

Beschreibung der Tatverdächtigen

Ein Zeuge beschrieb zwei der männlichen Täter als etwa 16 bis 20 Jahre alt und circa 1,75 bis 1,85 Meter groß. Sie hatten ein südländisches Erscheinungsbild und schwarze, lockige Haare. Beide trugen zur Tatzeit eine schwarze Jacke und eine dunkle Hose.

Der verletzte 23-Jährige selbst beschrieb zwei männliche Tatverdächtige, die einen Oberlippenbart und einen Kinnbart trugen. Einer dieser Männer soll kurze Haare und eine kleinere Statur gehabt haben.

In der Gruppe der Angreifer befanden sich nach bisherigen Erkenntnissen auch zwei Frauen, die sich jedoch nicht an den körperlichen Übergriffen beteiligten. Eine von ihnen soll dunkle, lange Haare gehabt haben.

Zeugenaufruf der Polizei

Das Kriminalkommissariat 34 hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen, die Angaben zu den Tatverdächtigen oder den beteiligten Frauen machen können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0201/829-0 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de zu melden. Die Polizei hofft auf Hinweise, die zur Aufklärung des schweren Körperverletzungsdelikts in Essen beitragen.