Neuer Rekord

Mehr als 117 Millionen Euro fließen in den geförderten Wohnungsbau

06.01.2026 – 13:30 UhrLesedauer: 2 Min.

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Wohnungsneubau in Aachen (Archivbild): Die Städteregion erhält eine Rekordsumme. (Quelle: Hans-Jürgen Serwe via www.imago-images.de)

Nie zuvor hat die Städteregion solch eine hohe Summe für den geförderten Wohnungsbau erhalten. Ein generelles Problem bleibt aber bestehen.

Beim geförderten Wohnungsbau in der Städteregion Aachen wurde im Jahr 2025 ein Rekord gebrochen. Für eine Gesamtfördersumme von 117,6 Millionen Euro entstehen 502 bezahlbare Wohneinheiten, darunter 81 für Studierende. Die Fördermittel kommen vom Land Nordrhein-Westfalen.

Städteregionsrat Tim Grüttemeier betonte in einer Pressemitteilung die Wichtigkeit der Wohnraumförderung: „Auf diese Art und Weise wird für die Menschen bezahlbarer Wohnraum geschaffen und die Bauwirtschaft gestärkt. Gerade in der aktuellen Zinsphase und Inflation mit einem Rückgang auf dem nicht geförderten Wohnungsmarkt ist das wichtiger denn je“. Die geförderten Projekte reichen von Wohnraummodernisierungen im Einfamilienhaus bis zu Großprojekten.

Trotz der Rekordsumme bleibt ein allgemeines Problem bestehen: Bis 2040 fallen rund 8.700 öffentlich geförderte Wohnungen in der Städteregion aus der Preisbindung. Das sind mehr als 51 Prozent. 541 neue Wohneinheiten müsse man dafür jedes Jahr schaffen, rechnet Grüttemeier vor. Er spricht dahingehend von einer „Mammutaufgabe“, die man in den kommenden Jahren bewältigen müsse.

Die Nachfrage nach Wohnraumfördermitteln in der Städteregion sei hoch: Für 2026 und 2027 seien bereits viele Projekte in Planung. Als Beispiele nennt die Städteregion unter anderem das „Quartier Panneschopp“ und „Kornelimünster-West“ in Aachen, aber auch Mieteinfamilienhäuser in Eschweiler sowie verschiedene Vorhaben im Südkreis und in Stolberg, die den Wohnungsmarkt entspannen sollen. Ob und inwiefern für alle Vorhaben ausreichend Fördermittel durch das Land NRW zur Verfügung gestellt werden, sei jedoch nicht sicher.

Hoffnung mache die Bekanntgabe der Landesregierung, dass das mehrjährige Wohnraumförderprogramm erneut aufgestockt werden soll. 2024 erfolgte bereits eine Aufstockung um 1 Milliarde Euro auf 10,5 Milliarden Euro. Es erfolgt eine weitere Aufstockung um 1,5 Milliarden Euro auf nunmehr 12 Milliarden Euro bis 2027. Ermöglicht wird dies durch eine Anhebung der Bundesfinanzhilfen für die öffentliche Wohnraumförderung ab 2026.

Ursprünglich lag die Gesamtfördersumme für die Städteregion im Jahr 2025 bei 41 Millionen Euro. Trotz hoher Nachfrage in NRW seien der Städteregion aber weitere Fördermittel zugewiesen worden. Die neue Rekordsumme sei jedoch nicht ganz ausreichend, weshalb erstmals nicht alle förderfähigen Vorhaben direkt gefördert werden könnten, heißt es von der Städteregion weiter. Vier Projekte mit insgesamt 47 Wohneinheiten und einer Fördermittelsumme von knapp 10 Millionen Euro müssten bis zur Zuteilung der 117 Millionen Euro warten. Dies werde voraussichtlich im Februar 2026 geschehen.