Newsblog zur US-Politik
Trump: „Reihe von Möglichkeiten“ zur Übernahme Grönlands
Aktualisiert am 07.01.2026 – 01:21 UhrLesedauer: 18 Min.
Trump bei einem Auftritt im Kennedy-Center Anfang Dezember 2025. (Quelle: Kevin Lamarque/Reuters)
Grönland erklärt, man werde seit Monaten vom US-Außenminister ignoriert. Donald Trump sieht sich mit schlechten Umfragewerten konfrontiert. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Die venezolanische Übergangsregierung wird den USA nach den Worten von US-Präsident Donald Trump bis zu 50 Millionen Barrel Öl liefern. Es handele sich um sanktioniertes Öl, das zum Marktpreis verkauft werde, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Geld werde von ihm als Präsident kontrolliert, „um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten zugutekommt“.
Das US-Verteidigungsministerium will die Wirksamkeit der Beteiligung von Frauen an Kampfeinsätzen überprüfen. Die Erhebung werde vom nichtstaatlichen Institut für Verteidigungsanalysen (IDA) ausgeführt, erklärte Pentagon-Sprecherin Kingsley Wilson am Dienstag. Damit wolle das Ministerium sicherstellen, „dass das Niveau eingehalten wird und die Vereinigten Staaten über die schlagkräftigste Armee verfügen“.
Die Standards bei Kampfeinsätzen mit Waffen würden „elitär, einheitlich und geschlechtsneutral“ sein, führte Wilson aus. „Denn das Gewicht eines Rucksacks oder eines Menschen ist für Männer und Frauen gleich.“ Das Pentagon werde bei dem Niveau „keine Kompromisse eingehen, um Quoten oder eine ideologische Agenda zu erfüllen“, fügte sie hinzu. Der öffentlich-rechtliche Sender NPR berichtete unter Bezugnahme auf eine Pentagon-Mitteilung, dass für die Datenerhebung sechs Monate angesetzt seien. Demnach wurden die Führungskräfte der Armee und des Marine Corps gebeten, dem IDA Daten zur Verfügung zu stellen, darunter zur Einsatzbereitschaft, Ausbildung und Leistung der Einheiten.
Verteidigungsminister Pete Hegseth gilt als ausgesprochener Kritiker der sogenannten „Woke“-Politik von Unternehmen, an Hochschulen und beim Militär, die auf die Förderung von Minderheiten abzielt. Vor seinem Amtsantritt hatte er sich in einem Interview gegen die Beteiligung von Frauen bei Kampfeinsätzen ausgesprochen, nicht aber generell gegen ihre Präsenz in den Streitkräften. Später hatte er sich von diesen Äußerungen distanziert.
Venezuela und die Regierung in Washington verhandeln Insidern zufolge über die Ausfuhr von venezolanischem Rohöl an Raffinerien in den USA. Das Weiße Haus, Vertreter der venezolanischen Regierung und der staatliche Ölkonzern PDVSA äußerten sich zunächst nicht zu einer entsprechenden Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, die sich am Dienstag auf fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen aus Regierung, Industrie und Schifffahrt berief.
Venezuela verfügt derzeit über Millionen Barrel Öl auf Tankern und in Lagertanks, die es wegen einer von US-Präsident Donald Trump Mitte Dezember verhängten Blockade nicht ausführen kann. PDVSA musste einem der Insider zufolge bereits wegen des Embargos die Produktion drosseln, da ihr der Lagerraum für das Öl ausgeht. Sollte der Konzern nicht bald einen Weg für den Export finden, müsste die Förderung weiter gekürzt werden, hieß es weiter. Unklar war zunächst, wie die mit Sanktionen belegte PDVSA die Einnahmen aus den Ölverkäufen erhalten würde.
