Brandenburg an der Havel. Die wohl kleinste Bühne der Stadt ist Geschichte. Künstlerin Lisa Zenner schließt ihre Galerie für Kleinkunst in der Steinstraße 51 und zieht aus. Seit April 2023 zeigte und produzierte Zenner mitten in der Innenstadt alles, was ihr einfiel.
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Ihre Galerie bereicherte die Kulturszene, mit Malerei, Fotografie, Lyrik und Lesungen. Die Galerie befand sich direkt neben den Restaurants Minh Rice und der Trattoria del Corso. Früher war in den Räumen eine Finanzberatung der Postbank.
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Nach Aus der Kunstgalerie in Brandenburg an der Havel: Mehr Leerstand in der Steinstraße
Damit steht nach dem Aus des Japan-Ladens Bit Sushi und des Dönerladens Orient Grill die nächste Ladenfläche in der Steinstraße leer. In Lisa Zenners Galerie hatten bis zu 28 Gäste Platz, der Ort war buchstäblich ihr kulturelles Schaufenster in die Welt.
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Die Künstlerin sagt zum Aus: „Unsere kleine Bühne hat ihre Pforten Ende 2025 geschlossen, weil Umbauarbeiten notwendig gewesen wären, um den Raum weiter betreiben zu können.“
Das heißt: Lisa Zenner hätte in ihrer Galerie einen zweiten Fluchtweg benötigt. Dazu liefen bereits Gespräche mit dem städtischen Bauamt. Die Kosten in Höhe von 7000 Euro waren ihr zu hoch, weshalb sie darauf verzichtet.
Unsere kleine Bühne hat ihre Pforten Ende 2025 geschlossen, weil Umbauarbeiten notwendig gewesen wären, um den Raum weiter betreiben zu können.
Lisa Zenner
Künstlerin

Auch wenn die Galerie für Kleinkunst Geschichte ist, bleibt Lisa Zenner Brandenburg an der Havel erhalten. Sie sagt: „Ich fühle mich in dieser Stadt wohl und suche andere Orte für Kulturprojekte, alles andere wird sich ergeben.“
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Zenner hat bereits Anfragen für Gedichtlesungen im Kulturpavillon am Nicolaiplatz erhalten, am 8. Mai gibt sie ein Bossa-Jazz-Konzert in der Johanniskirche.
Künstlerin Lisa Zenner plant in Brandenburg an der Havel viele Kulturprojekte
Lisa Zenner hat Brandenburg an der Havel einst vom Wasser aus entdeckt und ihre neue Heimat gefunden. Seit 2013 lebt sie für mehrere Monate im Jahr auf ihrem Motorboot „Oma Rehlein“, das nach ihrer Großmutter benannt ist.
Mit „Oma Rehlein“ fährt sie die Havel rauf und runter, sie kennt den Fluss inzwischen besser als so mancher Einheimische. Bekannt geworden ist Lisa Zenner bei einem größeren Publikum als Sängerin französischer Chansons. Im Hauptjob leitet sie mit ihrer Schwester ein Übersetzungsbüro mit Sitz in Berlin.
In den nächsten Tagen löst Zenner ihre Galerie auf. Sie sucht noch Leute, die ihr Licht- und Tonanlage, Kinostühle und Scheinwerfer abnehmen. Bis Ende Januar sind die Räume in der Steinstraße leer.
MAZ