In jedem Fall sei es im Anschluss an den Stromausfall wichtig, einen Experten bei Wiederinbetriebnahme der Heizung hinzuzuziehen, sagte Frankeinstein. Das gelte für Heizungsanlagen, Wärmepumpen und ähnlichen Geräten. Selbst, wenn keine Schäden entstanden seien, müsse beispielsweise die Heizung häufig neu eingestellt und die Temperaturen neu programmiert werden, da diese durch den langen Stromausfall auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt worden sein könnte.

„Das ist nicht weiter dramatisch, da muss in der Regel nur das Zeitprogramm wieder eingestellt und die gewünschten Heizzeiten des jeweiligen Bedarfes angepasst werden“, so Frankenstein. Die Heizungen würden wahrscheinlich auch alleine erstmal starten. Er hoffe, dass die SHK-Innung möglichst schnell alle Aufträge abarbeiten könne.

Bei Wärmepumpen sei es ratsam, das Gerät zunächst vom Netz zu trennen, so die Innung in ihrem Statement. So könne ein automatisches Einschalten der eingefrorenen Anlage verhindert werden, wenn der Strom wieder fließt. Wichtig sei, dass diese langsam wieder auftauen, sagte Frankenstein.

Das Risiko „explodierender Wärmepumpen“, wie es im Netz teilweise kursiert, sehe er „bei Null“, sagt Frankenstein. Damit sich das Propan im Inneren verflüssigt und es infolgedessen zu einer Explosion kommen könnte, müssten die Temperaturen auf um die minus 40 Grad abkühlen – so kalt wird es dann doch nicht. Schaden an den Geräten aufgrund von gefrierendem Wasser hingegen sei möglich, so der Experte.