Das 54 Jahre alte soziokulturelle Zentrum Kulturkabinett (KKT) in Stuttgart bildet neben Theater regelmäßig auch eine Bühne für zeitgenössische Kunst. Am Freitag, 30. Januar, stellt die Künstlerin Yana Duga dort ihre Werke aus. Dugas Bilder, die sie mit Buntstiften zeichnet oder mit Ölfarben farbenfroh malt, entführen in eine Welt voller Ausdruckskraft und Emotion. „Oft zeigen ihre Werke zwei Figuren, die in alltäglichen Situationen miteinander interagieren – beim Gespräch, im Spiel oder in einem Moment stiller Nähe“, erklärt Amina Ousman-Daouda, Co-Geschäftsführerin des KKT.

Das Alltägliche als Geheimnisvolles

Doch das Alltägliche verwandelt sich in ihren Bildern in etwas Geheimnisvolles: Hinter den scheinbar einfachen Szenen entfaltet sich eine vielschichtige, beinahe traumhafte Atmosphäre, in der Realität und Fantasie ineinanderfließen. Mit kräftigen Farben, starken Linien und einer Prise Ironie erschafft Duga Bilder, die plakativ wirken und zugleich dem Publikum viel Raum für eigene Assoziationen und Interpretationen lassen: „Zwischen Farbe, Form und Emotion entsteht ein lebendiger Dialog, der weit über die Oberfläche hinausgeht“, beschreibt es Ousman-Daouda.

Duga hat in Stuttgart Malerei studiert

Yana Duga wurde 1982 in Russland geboren und studierte dort Medizin und Sozialarbeit. Seit 2014 lebt sie in Schorndorf, ist Mitglied des örtlichen Kunstvereins. Seit 2015 zeigt sie ihre Arbeiten regelmäßig in Ausstellungen. Duga hat in Stuttgart Malerei studiert. Für ihre Diplomarbeit illustrierte sie 18 Artikel des deutschen Grundgesetzes in großformatigen Bildern. Anschließend erweiterte sie ihr künstlerisches Spektrum mit dem Studiengang „Visuelle Kommunikation“ an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim.

„Kunst braucht Krisen“, sagt Duga. Ohne Krisen müssten Künstler sich selbst in eine Krise begeben, um produktiv zu sein. Satt, zufrieden und glücklich zu sein sei nicht progressiv. „Kunst ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, Künstler betrachten ihre Umgebung kritisch. Meine Bilder zeigen, wie absurd und verrückt die Welt ist.“ Ab 30. Januar sind sie im KKT zu entdecken. Die Vernissage unter dem Motto „„Let’s talk in a Hedge-room“ beginnt in der Kissinger Straße 66A um 19 Uhr. Die Ausstellung ist bis 6. März zu sehen. Weitere Infos unter kkt-stuttgart.de.