Erst in drei bis vier Wochen wisse man, ob die Patienten ihre schweren Verletzungen überleben werden, heißt es von Seiten der Klinik. Man versuche sie aus dem lebensgefährlichen Zustand zu bringen, so der geschäftführende Oberarzt am Schwerbrandverletztenzentrum, Gabriel Hundeshagen. Eines der Opfer, eine Frau, sei unmittelbar nach der Ankunft am vergangenen Donnerstag notoperiert worden.

Die BG Klinik Ludwigshafen behandelt zwei Brandopfer aus der Schweiz - Sie schweben weiter in Lebensgefahr

Intensivstation an der BG-Klinik

Brandverletzte brauchen viel Flüssigkeit

In den ersten ein bis zwei Tagen nach einem Brandunfall gehe es vor allem darum, die Patienten zu stabilisieren, so Hundeshagen. Die erste Versorgung in der Schweiz sei sehr gut gewesen. Besonders wichtig sei es, den Kreislauf in den ersten 24 Stunden zu sichern. Dafür bekämen die Patienten bis zu 20 Liter Flüssigkeit. Nur so könne eine weitere Behandlung überhaupt möglich sein.

Bei sehr schweren Verbrennungen an Armen oder Beinen könne es nötig sein, Schnitte zur Druckentlastung zu machen. Ohne diese könne der Druck Blutgefäße und Muskeln schädigen. Im schlimmsten Fall drohe der Verlust von Armen oder Beinen.

Die BG Klinik Ludwigshafen behandelt zwei Brandopfer aus der Schweiz - Sie schweben weiter in Lebensgefahr

Die BG-Klinik in Ludwigshafen hat ist spezialisiert auf Brandverletzungen

Nach Verbrennungen droht Unterkühlung

Bei großflächigen Verbrennungen könne der Körper seine Wärme nicht mehr halten. Die Patienten seien stark von Unterkühlung bedroht, weshalb sie in stark geheizten Räumen behandelt werden. Diese müssten außerdem streng abgeschirmt werden mit hohen Sauberkeitsregeln. Durch den Verlust der Haut seien Keime eine große Gefahr und könnten zu einer Blutvergiftung führen. Das sei in den ersten Wochen die häufigste Todesursache.

Künstliche Haut zur Unterstützung der Heilung

Schwere Verbrennungen belasteten den ganzen Körper stark. Um die Heilung zu ermöglichen, müsse verbrannte Haut entfernt werden. Oft werde zunächst künstliche Haut eingesetzt, später folgten Hautverpflanzungen. Die Betroffenen müssten meist viele Monate im Krankenhaus bleiben und hätten oft lange mit den Folgen zu kämpfen.