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Wie gut funktioniert Abnehmen durch Intervallfasten? Das hat eine Studie aus Deutschland geprüft. Das Ergebnis verblüfft.

Hamm – Der Jahreswechsel ist vorbei, die guten Vorsätze sind gefasst: Abnehmen steht wieder ganz oben auf der Liste. Viele setzen dabei auf Intervallfasten – den vermeintlichen Wunderweg zur Traumfigur. Doch jetzt kommt die bittere Wahrheit aus Berlin: Forscher der Charité und des Potsdamer Ernährungsinstituts DIfE haben den beliebten Diät-Trend gründlich entzaubert.

Beim Intervallfasten gibt es ein Zeitfenster zum Essen und eines zum Fasten.Beim Intervallfasten gibt es ein Zeitfenster zum Essen und eines zum Fasten. © IMAGO/Miguel Partido

Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine, zeigt: Messbare Verbesserungen der Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Parameter gibt es durch das Intervallfasten nicht – zumindest nicht bei gleichbleibender Kalorienzufuhr. Intervallfasten bedeutet: An einem Tag gibt es ein Essensfenster von maximal zehn Stunden, mindestens 14 Stunden werden gefastet.

Studie untersucht Abnehm-Trend: Positiver Effekt bei Intervallfasten hat anderen Grund

Studien zeigten in der Vergangenheit immer wieder die positiven Effekte der Abnehm-Methode, darunter eine verbesserte Insulinsensitivität und Cholesterinkonzentrationen sowie eine „moderate Reduktion des Körpergewichts und des Körperfetts“, heißt es in einer Mitteilung des DIfE. Die bisherigen Studienergebnisse seien jedoch widersprüchlich.

Daher hat Prof. Olga Ramich, Leiterin der Abteilung Molekularer Stoffwechsel und Präzisionsernährung am DIfE und Professorin an der Charité, das Thema mit ihrem Team in der ChronoFast-Studie untersucht. Dafür wurden 31 Frauen mit Übergewicht oder Adipositas über zwei Wochen lang beobachtet. Die Kalorien- und Nährstoffzusammensetzung blieben dabei nahezu gleich.

Kalorienarm und gut für den Stoffwechsel: Zehn leckere Lebensmittel, die beim Abnehmen helfen könnenKnäcke mit Hüttenkäse und Beeren.Fotostrecke ansehenAbnehmen zum Jahreswechsel: Vorteile durch Intervallfasten sind „unbeabsichtigt entstanden“

Das Ergebnis: Veränderungen der Insulinsensitivität, des Blutzuckerspiegels, der Blutfette oder Entzündungsmarker konnten nach dieser Zeit nicht festgestellt werden. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die gesundheitlichen Vorteile früherer Studien vor allem durch eine unbeabsichtigte Kalorienreduktion entstanden sind, aber nicht durch die verkürzte Essenszeit selbst“, sagte Ramich.

Eine Sache veränderte sich aber dennoch: Die innere Uhr. Nahmen die Teilnehmerinnen ihre gewohnten Mahlzeiten später ein (zwischen 13 und 21 Uhr), gingen sie im Schnitt 40 Minuten später zu Bett. „Das Timing der Nahrungsaufnahme wirkt als Zeitgeber für unsere biologischen Rhythmen – ähnlich wie Licht das auch tut“, erklärte Erstautorin Beeke Peters.

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Die Studienergebnisse zeigen, dass zum Abnehmen die Kalorienreduktion eine zentrale Rolle spielt. „Wer abnehmen oder seinen Stoffwechsel verbessern möchte, sollte nicht nur auf die Uhr, sondern auch auf die Energiebilanz achten“, so Ramich. Für alle, die mit Intervallfasten ins neue Jahr gestartet sind, bedeutet das: Ohne Kaloriendefizit wird der Weg mit dem 16:8-Rhythmus schwierig zum Abnehmerfolg.

Derweil kritisiert eine Expertin besonders zwei Abnehm-Methoden. Sie warnt vor Nebenwirkungen der Abnehmspritze Ozempic, dessen Hype auch in Hamm angekommen ist. (Quelle: Pressemitteilung, Studie) (kas)

Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.