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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew erhält Sicherheitsgarantien. Merz ändert seinen Kurs. Der News-Ticker.

Update, 9:06 Uhr: Die Friedensgespräche zum Ukraine-Konflikt haben seit November deutlich an Fahrt aufgenommen. Allerdings zeigt sich Russland weiterhin ablehnend gegenüber den bisher vorgelegten Vorschlägen zur Konfliktlösung.

Besonders problematisch bleibt die NATO-Frage: Da Moskau den Überfall auf die Ukraine unter anderem mit dem Ziel einer Verhinderung der NATO-Osterweiterung begründet hatte, ist höchst fraglich, ob der Kreml nun die Stationierung britischer oder französischer Soldaten in der Ukraine akzeptieren würde, wie etwa die Nachrichtenagentur Reuters die Lage einschätzt.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj sieht „90 Prozent“ für eine Friedenslösung

Update, 7. Januar, 8:26 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Ergebnis internationaler Friedensgespräche als „sehr gut“ bezeichnet und erklärt, man habe nun „90 Prozent für eine Friedenslösung erreicht“. Allerdings fehlten noch entscheidende Punkte, wie Reuters berichtet.

Selenskyj warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, keinen Frieden zu wollen. Die wichtigste Absicherung gegen künftige russische Angriffe sei eine starke ukrainische Armee an der Grenze, erklärte er weiter. Positiv bewertete der Staatschef die geplante zweite Verteidigungslinie mit französischen und britischen Soldaten.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite RusslandsRusslands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger StaatenFotostrecke ansehenMerz bereit zu deutscher Beteiligung an Ukraine-Sicherung – jenseits der Grenze

Erstmeldung: Kiew – Die Bundeswehr soll einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg mit absichern. Damit vollzieht Kanzler Friedrich Merz (CDU) einen Kurswechsel zur bisherigen deutschen Position, wonach sich die Truppenfrage erst nach Klärung der Waffenstillstandsbedingungen stelle.

Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk.Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk. © IMAGO/Stanislav KrasilnikovUkraine-Krieg aktuell: Schutztruppe für Ukraine nimmt Form an – Deutschland dabei

Bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die Ukraine eine Erklärung, die dem Einsatz ausländischer Truppen in dem von Russland angegriffenen Land eine Grundlage gibt. Für Deutschland stellte Merz erstmals die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze.

„Koalition der Willigen“: Merz appelliert an Selenskyj

Merz appellierte in Paris an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, er möge dafür sorgen, dass sich junge Ukrainer künftig „in den Dienst einer sicheren und wirtschaftlich gesundenden Ukraine stellen, statt nach Deutschland, Polen oder Frankreich auszureisen, so wie wir es gegenwärtig erleben“.

Bei einem weiteren Treffen in Paris am heutigen Mittwoch (7. Januar) zwischen Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen soll es ebenfalls um die Unterstützung der Ukraine gehen. 

Russland-Experte sieht Erfolg für die Ukraine

Großbritannien und Frankreich wollen nach den Worten des britischen Premierministers Keir Starmer im Falle einer Waffenruhe Militärstützpunkte in der Ukraine errichten. Geplant seien „geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung“, um die „Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine“ zu unterstützen, sagte Starmer in Paris.

Beobachter werten das Ergebnis des Treffens in Paris als Erfolg für die Ukraine. Die Zusagen blieben zwar weit hinter Artikel 5 des NATO-Vertrags zurück. „Aber sie sind viel mehr als das, was die Ukraine je hatte“, sagte Daniel Fried, ehemaliger US-Staatssekretär und langjähriger Russland-Experte, zur Kyiv Post.

Russland verliert mehr als 1000 Soldaten an einem Tag

Auf den Schlachtfeldern des Konflikts steigen derweil Russlands Verluste weiter. Binnen eines Tages hat Putins Armee laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte 1040 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Damit steigt die Zahl der gesamten Verluste im Ukraine-Krieg seit Beginn der Kampfhandlungen auf etwa 1.213.460 Soldaten. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)