Ex-Kanzler-Kandidat
„Die Gefahr besteht“: Laschet warnt vor US-Deal mit Caracas
Aktualisiert am 07.01.2026 – 07:31 UhrLesedauer: 1 Min.
Armin Laschet bei Maischberger (Archivbild): Der Bundestagsabgeordnete aus Aachen (Quelle: IMAGO/Uwe Koch/imago)
Laschet warnt vor einem Deal zwischen den USA und Venezuelas Regierung. Er fordert, alle Kanäle zu nutzen – denn eine konkrete Gefahr bestehe bereits.
Der Bundestagsabgeordnete aus Aachen und CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat die USA davor gewarnt, mit Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez zu kooperieren. Er warnte davor, dabei den eigentlich gewählten Oppositionsführer Edmundo González zu übergehen.
„Man muss im Gespräch mit den Amerikanern darauf drängen, dass Oppositionspolitiker Edmundo González der gewählte Präsident ist“, sagte Laschet in der ARD-Talksendung „Maischberger“. González hatte bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 nach vorliegenden Ergebnissen 67 Prozent der Stimmen gegen den inzwischen entmachteten Nicolás Maduro erhalten. Der Oppositionspolitiker lebt derzeit im spanischen Exil.
Laschet äußerte sich besorgt über mögliche Annäherungen zwischen Washington und der venezolanischen Führung. Gegenüber der Regierung von Donald Trump müsse „man alle Kanäle nutzen, dass sie nicht jetzt mit der Vizepräsidentin Geschäfte machen, als wäre nichts passiert. Die Gefahr besteht“, warnte der CDU-Politiker.
Zurückhaltend zeigte sich Laschet auch bei der Frage, ob Deutschland sich militärisch an einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine beteiligen sollte. Dies hänge von mehreren Bedingungen ab. „Erstens: Es muss einen Waffenstillstand geben, den Russland dann zusagt gegenüber den Amerikanern“, erklärte er. Weiter müsse geklärt werden: „Wer ist denn die internationale Truppe, die in der Ukraine mit oder ohne Amerikaner dann die Sicherheit garantiert?“ Diese Fragen seien alle noch nicht beantwortet, so Laschet.
