Jugendlicher vor Gericht
21-Jährige getötet: Prozess beginnt in Dresden
Aktualisiert am 07.01.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 1 Min.
In diesem Wald bei Laußnitz fanden Polizeibeamte die Leiche der 21-Jährigen (Archivbild): Nun startet der Prozess. (Quelle: Robert Michael/dpa/dpa-bilder)
In einem Waldgebiet bei Dresden wird im Mai eine junge Frau erstochen. Nun startet der Prozess gegen einen Jugendlichen. Bei der Tat war er wohl nicht schuldfähig.
Am Landgericht Dresden startet am Mittwoch die Verhandlung über den gewaltsamen Tod einer 21-jährigen Frau. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Angeklagt ist ein junger Mann. Er war zum Tatzeitpunkt im Mai vergangenen Jahres 16 Jahre alt. Die Polizei nahm ihn in der Nähe des Leichenfundorts fest. Der Angeklagte und das Opfer sollen sich gekannt haben.
Die Leiche der 21-jährigen Emma war in einem Wald bei Laußnitz gefunden worden. Die junge Frau wurde in Magdeburg geboren und lebte zuletzt in Dresden. Rechtsmedizinischen Erkenntnissen nach verblutete sie aufgrund von Stichverletzungen.
Zuvor hatte die Polizei in der Nähe des Tatorts zwei illegale Techno-Partys mit insgesamt 200 jungen Teilnehmern aufgelöst. Die Beamten hatten damals einen Zeugenaufruf gestartet, um mögliche Hinweise zu sammeln.
Nach seiner Festnahme am 18. Mai wurde der 16-Jährige in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus untergebracht. Weitere Angaben zum Tatgeschehen, dem Motiv und den Hintergründen sowie der Identität des Jugendlichen und der Getöteten machten die Behörden nicht.
Gründe für eine Schuldunfähigkeit können unter anderem sein, dass der mutmaßliche Täter oder die mutmaßliche Täterin psychisch krank ist oder die Situation durch den Einfluss von Drogen nicht erfassen konnte. Am Ende des Verfahrens kann das Gericht statt einer Strafe Schutzmaßnahmen anordnen, insbesondere eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik.
