Kaum begonnen, schon wieder raus! Für Alexander Zverev und das deutsche Team endet der United Cup früher als erhofft – und der Saisonstart der deutschen Nummer eins gerät gleich zum Dämpfer.

Nach der Auftaktniederlage von Zverev gegen Hubert Hurkacz (3:6, 4:6) verlor am Montag auch Eva Lys ihr Einzel gegen Iga Swiatek. Die 23-Jährige kämpfte stark, unterlag der Weltranglisten-Ersten aber mit 6:3, 3:6, 4:6. Auch im Mixed blieb Zverev an der Seite von Laura Siegemund ohne Erfolg.

Am Ende steht ein klares 0:3 gegen Polen – und damit das vorzeitige Aus in der Gruppe des United Cups. Das schmerzt besonders, weil nach dem makellosen 3:0-Auftaktsieg gegen die Niederlande alles nach Viertelfinale aussah.

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Doch die erhoffte Schützenhilfe blieb aus. Die Niederlande verloren ihr Duell mit Polen ebenfalls mit 0:3. Damit ist klar: Deutschland ist raus!

Zverev früh frustriert

In seinem Einzel wirkte Zverev von Beginn an genervt. Immer wieder diskutierte er an der Seitenlinie mit seinem Vater. Vor allem die Aufschläge von Hurkacz setzten ihn unter Druck. Der Pole, ehemals Top-10-Spieler der Welt und aktuell die Nummer 83, zeigte sich nach langer Verletzungspause in bestechender Form.

Hurkacz bestritt in Sydney sein erstes Match seit dem 12. Juni 2025 – davon war auf dem Platz nichts zu sehen. Zverev hielt zwar dagegen, fand aber in den entscheidenden Momenten keine Lösung.

Taubenärger und erste Saisonniederlage

Hinzu kamen Nebensächlichkeiten, die Zverev aus dem Rhythmus brachten. Eine Taube flog quer über den Court, Zverev beschwerte sich beim Schiedsrichter. Trotz insgesamt solider Leistung stand am Ende die erste Niederlage der Saison.

Für Zverev ist es ein enttäuschender Start ins Tennisjahr. Und das keine zwei Wochen vor dem ersten großen Höhepunkt der Saison: den Australian Open in Melbourne (18. Januar bis 1. Februar).

Immerhin bleibt noch eine Generalprobe. Beim ATP-Turnier in Adelaide (12. bis 17. Januar) hat Alexander Zverev die letzte Chance, vor dem Grand Slam noch in die Spur zu finden.