Stadt im Wandel
Abriss, Neubau, grüne Fassaden: So verändert sich Frankfurt 2026
07.01.2026 – 11:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Das neue Hochhaus-Quartier „Four“ in Frankfurt: Es besteht aus vier Türmen und soll demnächst fertig sein. (Quelle: Michael Brandt/dpa/dpa-bilder)
Zahlreiche Bauprojekte prägen 2026 das Stadtbild von Frankfurt neu. Dabei entstehen sowohl Wohnraum als auch Gewerbe-, Freizeit- und Erholungsflächen.
Frankfurt befindet sich 2026 in einer Phase großer Veränderungen. Gleich mehrere neue Quartiere entstehen, darunter ein Hochhaus-Areal in der Innenstadt, das mit vier Türmen die Skyline prägen wird.
In der Nähe der Hauptwache steht das Hochhausquartier „Four“ kurz vor der Fertigstellung. Der höchste der vier Türme misst 233 Meter, der kleinste ist 100 Meter hoch. Während die Plätze und Wege zwischen den Gebäuden bereits fertig sind, stehen die meisten Gewerbeflächen noch leer.
In Turm 1 entsteht eine zweigeschossige Markthalle. Projektentwickler Groß & Partner verspricht „eine außergewöhnliche Kulinarik-Destination im Herzen der Stadt“. Der Supermarkt in Turm 2 hat schon eröffnet.
Turm 3 beherbergt das Fünf-Sterne-Hotel „Kimpton am Main“, das bereits Gäste empfängt. Drei gastronomische Angebote sind auch für Nicht-Hotelgäste geöffnet: die Brasserie „Anni“, das Café „May“ und die Rooftop-Bar „Lazuli“.
Eine Brücke verbindet zwei der Türme, hier soll ein Fitnessstudio einziehen. Büros befinden sich vor allem in den Türmen 1 und 4, mit der Wirtschaftskanzlei Freshfields als einem der Ankermieter. In Turm 2 und 3 gibt es außerdem Wohnraum. Darunter eine Vier-Zimmer-Wohnung mit 135 Quadratmetern, die für 3,2 Millionen Euro angeboten wird.
Die drei leerstehenden Hochhaus-Skelette an der Grenze zwischen Frankfurt und Offenbach sollen in diesem Jahr abgerissen werden. Die Gebäude gehörten früher der Siemens-Tochter Kraftwerk Union (KWU) und stehen seit rund 20 Jahren leer.
Das Areal wechselte mehrfach den Besitzer, aber bis heute wurde keiner der vielen Pläne verwirklicht. Einer der Vorbesitzer entkernte die Gebäude, sodass nur die Betonstruktur stehen blieb. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG hat das Areal gekauft und plant den Abriss im Frühjahr.
Bis 2029 sollen auf dem Gelände des „Kaiserquartiers“ knapp 1.200 Mietwohnungen entstehen. Rund ein Drittel der Fläche ist für studentisches Wohnen vorgesehen, zehn Prozent für geförderten Wohnraum. Außerdem sind Büroflächen, eine Kita und ein Parkhaus geplant. Die ABG investiert nach eigenen Angaben über 500 Millionen Euro.
Hinter der Konstablerwache entsteht ein gemischtes Quartier mit Wohnungen, Gastronomie, Einzelhandel und einem Hotel. Das „Ruby“ wird mit seiner grünen Fassade, dem „Vertical Garden“, ein Blickfang. Die Vermietung der rund 300 Wohnungen soll im April beginnen, der Innenausbau der Gebäude folgt 2026. In der zweiten Jahreshälfte soll das „Main Yard“ fertig sein.
