Zur Bergung eines in Hamburg liegengebliebenen Schwertransports muss die Autobahn A1 in Richtung Lübeck/Berlin für drei Stunden gesperrt werden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Moorfleet und Billstedt. Auch die Zufahrt von der A25 aus Geesthacht in Richtung Lübeck/Berlin sei nicht möglich, teilte die Autobahn GmbH Nord mit.
Die Fahrbahn in Richtung Norden soll von 12 Uhr bis voraussichtlich 15 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr wird über den Ring 2 (Andreas-Meyer-Straße) über die Horner Rampe und die B5 (Bergedorfer Straße) umgeleitet. Die Umleitung ist mit der Nummer U87 ausgeschildert.
Der Schwertransport sei am frühen Morgen wegen eines technischen Defekts vor der Anschlussstelle Hamburg-Moorfleet liegengeblieben. Nach Angaben der Polizei ist der Anhänger nicht mehr fahrbereit. Das Fahrzeug steht auf dem Standstreifen. Wegen seiner Breite musste die rechte der Fahrbahnen bereits gesperrt werden. Zur Bergung der Ladung und des Fahrzeugs sei der Einsatz von zwei Schwerlastkränen erforderlich, sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH. Deshalb wird die Komplettsperrung der Autobahn in Richtung Berlin und Lübeck erforderlich.
Die A1 ist eine der wichtigsten Strecken für Schwertransporte in Norddeutschland und in Richtung Skandinavien. Die A7, die ebenfalls durch Hamburg in Richtung Norden führt ist durch den Elbtunnel für viele besonders breite, aber auch für schwerere Transporte nicht geeignet. Im Elbtunnel ist bei 4,20 in der Höhe Schluss, und mehr als 120 Tonnen darf ein Schwertransport nicht wiegen. In Richtung Süden ist sogar nur die Hälfte an Gewicht zugelassen. Windräder, Turbinen und Transformatoren etwa werden deshalb fast ausschließlich auf der A1 transportiert.
Bereits am frühen Morgen war auch in Richtung Süden ein Lastwagen auf der A1 liegen geblieben. Dieser blockierte zwei Spuren und führte im frühen Berufsverkehr. Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, staute es sich auf gut sechs Kilometern vor der Norderelbbrücke.