HSV-Vorstand Huwer schwört das Team aufs Stadtderby ein 
HSV-Finanzvorstand Eric Huwer fühlt sich trotz des überraschenden Rückzugs von Sportvorstand Stefan Kuntz nicht alleine gelassen. „Ganz im Gegenteil“, sagt er am Mikrofon von Abendblatt-Reporter Christoph Rybarczyk: „Wir haben ein Gesicht weniger, aber 200 Gesichter, die tagtäglich in der Geschäftsstelle, auf dem Platz und außerhalb der Organisation unsere Werte, Haltung und Geschichte des neuen HSV an die Frau und an den Mann bringen.“ Dazu gehörten nicht zuletzt auch die Tausenden HSV-Fans sowohl im Volksparkstadion als auch bei den Auswärtsfahrten.

„Wir sind mehr als handlungsfähig“, so Huwer. Mit Direktor Profifußball Claus Costa und Chefscout Sebastian Dirscherl habe der HSV ein „großartiges Team“. Dabei sei Costa nun noch einmal gefragter als Ansprechpartner fürs Team und allgemein den sportlichen Bereich. Er selbst habe die Bundesligamannschaft jüngst über die Ereignisse der letzten beiden Wochen informiert, erzählt Huwer. Ein Kabinenbesuch solle aber eine Ausnahme bleiben. „Die Mannschaft hat es nicht nötig, dass da einer von oben aus dem Büro runterkommt und Parolen brüllt.“

Eine Ansage gibt es dann aber doch noch vom aktuell stärksten Mann beim HSV: „Beim Derby haben wir noch etwas gutzumachen““, sagt Huwer mit Blick auf das Rückspiel beim Stadtrivalen FC St. Pauli am 23. Januar: „Darüber haben wir auch schon gesprochen.“ Das Team sei in der Winterpause extra hiergeblieben, um sich auf die Witterungsverhältnisse einzustellen. Und auch Trainer Merlin Polzin habe Lust, nach dem 0:2 im Hinspiel „die Kräfteverhältnisse wieder ins rechte Licht zu rücken“. Zwar sei jedes Spiel wichtig, aber: „Das Derby hat schon eine ganz besondere Motivation für uns.“

Generell sei der Klassenerhalt sowohl bei den Männern als auch den Frauen als „ambitioniertes Ziel“ ausgegeben worden, aber beileibe keine ausgemachte Sache, sagt Huwer. „Bei den Männern gilt es, keinen Deut nachzulassen.“ In den ersten drei Spielen sei offensichtlich geworden, „was Bundesliga heißt“. Danach habe es das Team sehr gut gemacht. Gerade erst habe er noch einmal mit den Spielern und dem Trainerstab gesprochen: „Ich merke da keinen Spannungsabfall. Ganz im Gegenteil: Wir haben alle Lust, dieses Ziel zu erreichen und genauso ein erfolgreiches Jahr zu schreiben wie 2025.“