Berlin – Lichtblick nach dem Blackout! Seit Samstagmorgen waren mehr als 45.000 Haushalte im Südwesten Berlins ohne Strom. Bei schlimmen Minusgraden. Jetzt hat das Bibbern ein Ende und eine heiße Tasse Kaffee ist nach vier kalten Tagen plötzlich das größte Glück.
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Martina Krüger (77, ehemalige Steuerfachangestellte) ist eine der ersten, die nach dem Blackout endlich wieder Strom hat! Um 11.14 Uhr funktionieren die Geräte wieder. Tagelang hatte sie tapfer in ihrem Wohnblock in Zehlendorf ausgeharrt: „Ich konnte nicht weg wegen meines Blackys“, sagt die Rentnerin. Den drei Jahre alten Kater konnte sie einfach nicht alleine in der Dreizimmerwohnung lassen.
Die erste Tasse Kaffee am Mittwoch trinkt Martina mit dem BILD-Reporter. Wie schmeckt die Tasse? „Heiß, gut, süß!“ Als kurz nach 11 Uhr wirklich das Licht anging, atmete die Rentnerin auf! Sie sagt: „Jetzt hoffe ich, dass die Heizungen langsam wieder warm werden.“ Und heute Abend guckt sie endlich wieder fern.

Martina Krüger wollte wegen ihres Katers ihre Wohnung nicht verlassen, harrte seit Samstag bei zehn Grad aus
Foto: Ufuk Ucta
Fünf Stunden Aufwärmen pro Tag
Seit es in ihrem Zuhause dunkel und kalt war, fuhr die Seniorin jeden Mittag mit dem Bus zum Zehlendorfer Rathaus, um sich aufzuwärmen. Nach fünf Stunden fuhr sie wieder zurück in ihre ausgekühlte Wohnung. „Wie kann so etwas passieren?“, fragte sie sich ständig. „Die das getan haben, das sind Mörder. Sie nehmen in Kauf, dass die Alten sterben …“ Den Anschlag hatten linksradikale Strom-Terroristen verübt.

Weil die Ampeln ausfielen, mussten Polizisten den Verkehr per Hand regeln
Foto: Britta Pedersen/dpa
„Können nicht von null auf hundert hochfahren“
Seit Mittwochvormittag wird die Versorgung mit Energie für die rund 100.000 betroffenen Berliner nach und nach wieder hergestellt. Schrittweise sollten in den nächsten Stunden sämtliche Haushalte wieder Strom haben, teilte ein Sprecher der Netzgesellschaft Stromnetz Berlin mit.
Aber mit Einschränkungen. Stromnetz-Sprecher Henrik Beuster zu BILD: „Wir gehen davon aus, dass es mindestens eineinhalb Stunden oder sogar bis zum Abend dauert, bis alles langsam wieder mit Strom versorgt wird. Wir können nicht von null auf hundert hochfahren, sonst würde alles zusammenbrechen.“
Die Behörden rufen die Menschen auf, unmittelbar nach der Zuschaltung zum Stromnetz keine Geräte mit starkem Stromverbrauch zu benutzen – etwa Waschmaschinen, Wäschetrockner, Wasserkocher, Heizlüfter oder Ladestationen für E-Fahrzeuge.
Endlich wieder Strom: „In ganz Berlin ist ein großes Aufatmen zu hören“
Quelle: BILD07.01.2026