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Deutschland friert. Die extreme Frostphase mit Glätte und teils lebensgefährlicher Kälte hält bis zum Wochenende. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – Ganz Deutschland steht unter Wetter-Warnungen: Alle 400 Landkreise und Städte sind betroffen. Bis zum nächsten Wochenende (10. und 11. Januar) erlebt Deutschland eine außergewöhnlich strenge Frostlage. In sämtlichen Regionen fallen die Temperaturen nachts deutlich unter den Gefrierpunkt, vielerorts unter minus zehn Grad. In schneebedeckten Gebieten sind sogar Tiefstwerte zwischen minus 15 und minus 20 Grad möglich. Der Schnee verstärkt die nächtliche Abkühlung erheblich, da er die Wärmespeicherung des Bodens verhindert.

Höchstwerte am Dienstag (6. Januar 2026).Eiskalte Tage (6. Januar) und Nächte in der nächsten Wetterwoche. © Wetterdienst Q.met / www.wetterdata.de

Selbst Städte verlieren ihren sonst typischen Wärmevorteil. Der Frost greift bis in dicht bebaute Gebiete durch, Fahrzeuge frieren aus, Leitungen werden belastet und ungeschützte Vegetation nimmt Schaden. Durch meist ruhige Hochdruckverhältnisse kann sich die Kaltluft in den Nächten ungehindert sammeln und bleibt bis in die Morgenstunden bestehen.

Dauerfrost prägt auch die Tage: Eiskaltes Wetter in Deutschland hält an

Nicht nur nachts, auch tagsüber bleibt es in vielen Regionen eisig. Die Temperaturen steigen häufig selbst am Nachmittag kaum über minus fünf bis null Grad. Dort, wo Schnee liegt, herrscht meist durchgehender Dauerfrost. Die Sonne hat kaum eine Chance, Eis und Schnee anzutauen, sodass sich winterliche Bedingungen über Tage hinweg halten. Besonders im Osten, Süden und in den Mittelgebirgen bleibt die Kälte nahezu ununterbrochen präsent. Die Wetterlage erreicht damit eine Dimension, die große Teile des Landes gleichzeitig betrifft und den Alltag stark einschränkt. Straßen, Bahnverkehr und Versorgungsstrukturen stehen dauerhaft unter Belastung.

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Wetter-Warnung für weite Teile Deutschlands: Dauerhafte Glätte als größtes Risiko

Ein zentrales Problem dieser Wetterlage ist die nahezu permanente Glätte. Gefrorene Fahrbahnen, überfrorene Nässe und festgefahrener Schnee sorgen rund um die Uhr für gefährliche Bedingungen. Schon geringe Niederschläge oder Nebel können sofort gefrieren und neue Glatteisflächen bilden. Streudienste arbeiten kontinuierlich, dennoch bleiben viele Abschnitte tückisch. Für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger steigt das Unfallrisiko erheblich. Bis zum Wochenende bleibt die Lage angespannt, erst danach zeichnen sich vorsichtig Anzeichen für eine mögliche Entspannung ab.