Je flacher der Bildschirm, desto flacher der Ton. Mit dieser einfachen Formel lässt sich die Tonqualität moderner Fernsehgeräte zusammenfassen, seit diese immer schlanker werden und nicht mehr als wuchtige Kisten daherkommen. Eigens zur Verbesserung des Fernsehtons ist eine eigene Lautsprecherkategorie entstanden: Die Soundbar ist so klein und flach, dass sie idealerweise an die Wand unter den Fernseher gehängt werden kann.

Soundbars liefern am Fernseher ohne Frage einen deutlich besseren Ton als die eingebauten Lautsprecher – an eine vollwertige Surround-Anlage kommen aber auch die besten nicht heran, dessen sollte man sich beim Kauf bewusst sein. Dafür haben sie aber auch einen großen Vorteil gegenüber einer Surround-Anlage: Man muss sein Wohnzimmer nicht mit fünf, sieben oder mehr Lautsprechern plus Subwoofer vollstellen.

Allerdings bleibt auch beim integrierten TV-Sound die Entwicklung nicht stehen, längst können viele Fernseher soundmäßig zumindest mit den meisten günstigen Soundbars mithalten. Man sollte also genau hinhören, ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt, zumal viele TV-Hersteller eigene Lösungen anbieten, die sich sogar mit den internen Lautsprechern kombinieren lassen. Das birgt sowohl klangliche als auch bedientechnische Vorteile, denn die Steuerung erfolgt dann zumeist über Fernbedienung und Menü des Fernsehers.

Kurzübersicht

Testsieger

Canton Smart Soundbar 9 Generation 2

Die Smart Soundbar 9 wurde in der zweiten Generation noch einmal verbessert. Sie lässt sich leicht mit Subwoofer und Surround-Lautsprecher erweitern.

Soundbar Test: Canton Smart Soundbar 9 2 Gen Schwarz

Die Smart Soundbar 9 Generation 2 ist das Nachfolgemodell unseres ehemaligen Testsiegers, ebenfalls von Canton. Auch sie schafft schon im Alleingang besten Kinosound, was unter anderem daran liegt, dass man sie komfortabel übers On-Screen-Menü an die Raumakustik anpassen kann. Mit anderen Geräten aus der Smart-Reihe kann man sie zu einem kompletten Surround-Set kombinieren. Neu hinzugekommen ist nun die Unterstützung von AirPlay 2 sowie Chromecast built-in.

Die beste mit Dolby Atmos

Bose Smart Soundbar Ultra

Die Smart Soundbar Ultra von Bose kommt in vielen Fällen ohne separaten Subwoofer aus, zudem lässt sie sich auf die Raumakustik einmessen.

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Bose Smart Soundbar Ultra

Die Bose Smart Soundbar Ultra funktioniert prächtig alleine. Grund dafür sind integrierte Upfiring-Lautsprecher und ebenfalls eingebaute Tieftöner. Boses Flaggschiff lässt sich aber auch problemlos mit einem externen Subwoofer und kabellos rückwärtigen Lautsprechern kombinieren. Die Bedienung per App und die Einmessung auf die Raumakustik gehören zur Grundausstattung.

Luxusklasse

Sennheiser Ambeo Soundbar Max

Die Ambeo Soundbar Max von Sennheiser wird auf die Raumakustik eingemessen. Das dreidimensionale Sound-Erlebnis ist beeindruckend.

Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiserambeo

Die Sennheiser Ambeo Soundbar Max ist das Soundbar-Debüt des Audio-Experten Sennheiser. Mit dem geringsten Aufwand – die Ambeo besteht einzig aus der Soundbar – erreicht Sennheiser hier das bislang beste Surround- und Atmos-Feeling. Die Soundbar misst sich auf die Raumakustik ein und überrascht dann mit einem schier unglaublichen, dreidimensionalen Klang, ganz ohne Unterstützung rückwärtiger Boxen oder eines Subwoofers.

Preistipp

LG DS60T

Die DS60T von LG liefert sehr guten Sound zum TV-Bild und bietet eine umfassende Ausstattung.

Test Soundbar: LG DS60T

Die LG DS60T hat eine Menge zu bieten. Für ein möglichst breites Klanggeschehen sind außer dem separaten Subwoofer drei Lautsprecher in der Soundbar selbst zuständig. Mit diversen Klang-Presets lässt sich deren Potenzial sehr gut ausreizen. Mit LG-Fernsehern arbeitet die DS60T ganz besonders gut zusammen, gibt sich aber auch bei anderen Fabrikaten keine Blöße.

Vergleichstabelle

Produktdetails einblenden

Alle Infos zum Thema

Soundbars im Test: Lautsprecher-Alternative fürs Wohnzimmer?

Dank Bluetooth und digitalen Eingängen sowie einem intelligenten Sound-Prozessor können gute Soundbars oder -decks für viele durchaus die Stereoanlage ersetzen. Dabei kommt es allerdings darauf an, welche Ansprüche Sie an die Klangqualität bei Musik stellen. Denn auch hier gilt: An ein gutes Stereo-Boxenpaar kommt auch der beste Klangriegel beim Musikhören nicht heran, dafür fehlt ihr einfach das Volumen und eine entsprechend breite Stereo-Abbildung. Manche Sounddecks kommen da schon eher ran, wenngleich auch hier Kompromisse eingegangen werden müssen.

Die perfekte Lautsprecherlösung fürs Wohnzimmer, die sowohl ein hervorragendes Musikerlebnis als auch tollen Filmsound bietet und dabei ohne viele Boxen auskommt, gibt es also nach wie vor nicht: Eine Surround-Anlage bietet zwar tollen Sound sowohl für Musik als auch für Filme, benötigt aber viele Boxen. Soundbars wie auch Sounddecks liefern guten Ton für den Fernseher, kommen aber bei Musik nicht an gute Stereoboxen heran. Und Stereoboxen neben dem TV liefern keinen Surround-Sound und keine gute Sprachverständlichkeit. Irgendeinen Kompromiss muss man also immer eingehen.

Bluetooth, HDMI und Co. – komfortable Multitalente?

WLAN, Bluetooth, HDMI und vieles Weitere suchen Anschluss zur Soundbar. Damit soll diese, wie auch schon der Fernseher, das Schaltzentrum im Wohnzimmer sein, diesmal eben für den Ton. Viele Geräte verfügen tatsächlich über die gesamte Palette der notwendigen Anschlüsse, einschließlich mehrerer HDMI-Eingänge und eines HDMI-Ausgangs. Genau in diesem vermeintlichen Komfortvorteil liegt jedoch auch die eine oder andere Stolperfalle begründet.

Leider gibt es hier keine Patentlösung, sodass man aufs Ausprobieren angewiesen ist. Zu viele Unwägbarkeiten spielen beispielsweise bei den HDMI-Verbindungen eine Rolle. So werden zum Beispiel Steuersignale übers HDMI-Kabel verschickt (meist muss dafür die CEC-Kompatibilität der Geräte aktiviert werden), sodass der Fernseher oder die Soundbar eine aktive Quelle erkennt und diese dann vorrangig durchlässt. Das funktioniert längst nicht bei allen Geräten und schon gar nicht mit allen HDMI-Kabeln.

Bei den Geräten ist man schon auf der sicheren Seite, wenn die HDMI-Buchsen jeweils miteinander kompatibel sind, das gilt außer für CEC mehr und mehr für ARC und eARC (Audio-Rück-Kanal, erweiterter Audio-Rück-Kanal). Sind die Buchsen von Fernseher und Soundbar hier miteinander kompatibel, lässt sich beispielsweise die Lautstärke der Soundbar mit der TV-Fernbedienung einstellen. Funktioniert es trotz angegebener Kompatibilität nicht, sollte man auch hier das Kabel als Ursache in Betracht ziehen.

Soundbars und Sounddecks Test: Soundbar Wohnzimmer

Bei modernen Receivern wie auch bei vielen Soundbars kommt nun noch das Audio-Streaming via Bluetooth hinzu, welches so gar nicht in der HDMI-Welt vorgesehen war. Nun ist folgendes Szenario denkbar: Die Soundbar erkennt nach einmaligem Pairing, dass das Smartphone Verbindung aufnehmen möchte. Nun schaltet die Soundbar aus dem Standby ein oder von einem anderen Eingang auf Bluetooth um. Der Fernseher erhält dann via HDMI (und ausschließlich hier) das Signal »Eine Quelle ist aktiv« und schaltet sich gegebenenfalls ein. Er geht nämlich grundsätzlich davon aus, dass es sich um eine Bildquelle handelt. Soll der Fernseher beim Bluetooth-Betrieb dunkel bleiben, bleibt nur die Möglichkeit, generell auf die Quellenerkennung zu verzichten oder den Fernseher einfach per Hand auszuschalten.

Sat-Receiver, die auch Radio empfangen, schalten den TV übrigens ihrerseits dunkel, indem sie signalisieren, sie seien aus, oder senden einen Bildschirmschoner beziehungsweise die Senderdaten. Eine Soundbar, die das macht, ist uns im Rahmen unserer Tests allerdings noch nicht untergekommen.

Unser Favorit

Testsieger

Canton Smart Soundbar 9 Generation 2

Die Smart Soundbar 9 wurde in der zweiten Generation noch einmal verbessert. Sie lässt sich leicht mit Subwoofer und Surround-Lautsprecher erweitern.

Soundbar Test: Canton Smart Soundbar 9 2 Gen Schwarz

Canton hat der Smart Soundbar 9 ein Update spendiert. Die Smart Soundbar 9 Generation 2 gehört ebenfalls zur Smart-Reihe, in der sich die Lautsprecher wahlweise als Multiroom-System oder zu einem Surround-Set kombinieren lassen. Die Konfiguration erfolgt per Google Home App, außerdem wird neuerdings AirPlay 2 unterstützt und auch Chromecast built-in kann genutzt werden. In der Version 2 ist zudem Spotify Connect hinzugekommen.

Die Canton Smart Soundbar 9 Generation 2 alleine klingt viel größer, als sie tatsächlich ist. Das liegt hauptsächlich an den weit außen angebrachten Lautsprecher-Chassis, die schon für einen beeindruckenden Surround-Effekt sorgen können.

1 von 3

Soundbar Test: Canton Smart Soundbar9 AnschlDrei HDMI-Eingänge und ein Ausgang machen die Soundbar zur Steuerzentrale. LAN und Bluetooth machen sie komplett netzwerk- und damit multiroomfähig.

Soundbar Test: Canton Smart Soundbar9 FbDie Fernbedienung ist optisch und vor allem haptisch ein Genuss. Über die M-Taste wird das umfangreiche Bildschirmmenü eingeblendet.

Soundbars und Sounddecks Test: Canton Soundbar9 KomplettWie schon der Vorgänger lässt sich auch die neue Generation mit anderen drahtlosen Lautsprechern von Canton erweitern.

In unserem etwa 30 Quadratmeter messenden Hörraum verliert sich allerdings gerade das Tiefbassgeschehen etwas. Die rückwärtige Wand, welche die rückwärtigen Kanäle per Reflexion imitieren soll, schafft das auch nur bei entsprechend hohen Pegeln. Bei Räumen bis circa 20 Quadratmetern reicht die Soundbar dagegen selbst im Solobetrieb vollkommen aus.

Bei Bedarf lässt sich die Smart Soundbar 9 Generation 2 zusammen mit dem Smart Sub 8 und einem Paar der Smart Soundbox 3 als kabellose Rear-Speaker zu einem echten, kabellosen Surround-System aufrüsten. Das komplette Set liegt dann bei knapp 1.500 Euro, was angesichts der Performance und der hochwertigen Verarbeitung allerdings auch gerechtfertigt ist.

Guter Klang und vielfältige Einstellungs­­möglichkeiten

Damit der Klangriegel und seine potenziellen Mitspieler entsprechend gekoppelt und weitgehend auf die Raumakustik abgestimmt werden können, hat Canton der Smart Soundbar 9 Generation 2 ein schönes On-Screen-Menü spendiert. Zwar lassen sich sämtliche Parameter auch über das eingebaute Display konfigurieren, das ist aber angesichts der vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten recht fummelig.

Richtig komfortabel gestaltet sich diese Konfiguration allerdings per HDMI an Beamer oder TV. Nun wird nämlich über die M-Taste auf der Fernbedienung das Menü entsprechend groß eingeblendet. Es ist klar strukturiert und bietet alle wichtigen Funktionen, insbesondere hilft es beim Koppeln des Subwoofers und der Rears mit der Soundbar.

Die Abstände der Lautsprecher zum Hörplatz können auf zehn Zentimeter genau eingestellt werden. Die Pegel der einzelnen Kanäle lassen sich ebenfalls mithilfe eines Testtons einstellen, sogar ein Equalizer ist für Front und Rear getrennt ansprechbar. Belohnt werden diese Maßnahmen mit einem hervorragenden und mit zusätzlichen Surround-Lautsprechern sogar klar definierten Raumklang, der dann keine Wünsche mehr offen lässt. Damit ist die Smart Soundbar 9 Generation 2 ein würdiger Nachfolger.

Canton Smart Soundbar 9 Generation 2 im Testspiegel

Da es bislang noch keine anderen Tests von der zweiten Generation der Smart Soundbar gibt, haben wir auf Tests des Vorgängers zurückgegriffen. Auch die Stiftung Warentest hat die Canton Smart Soundbar 9 Generation 2 bislang nicht getestet. Testsieger der Stiftung Warentest (11/2022) sind die LG DS90QY und die LG DS95QR (Soundbars mit Subwoofer). Die beste einteilige Soundbar ist die Sony HT-A7000 (Test 08/2022).

Im Test im AV-Magazin konnte die erste Version der Soundbar mit einem »sehr guten – überragenden« Gesamtergebnis punkten, noch dazu mit einem »sehr guten« Preis-Leistungs-Verhältnis:

»Canton beweist mit der Smart Soundbar 9, wie kraftvoll eine schlanke Soundbar klingen kann. Dank Chromecast und Spotify Connect bietet sie komfortablen Zugang zu Online-Musikdiensten und kann zugleich Teil eines raumübergreifenden Multiroomsystems werden. Eine hochwertige Materialqualität und die vielen Klangeinstellungen runden das durchweg empfehlenswerte Gesamtpaket ab.«

Auch Lowbeats zeigt sich in ihrem Test vom Erstling sehr angetan:

»Cantons Soundbar 9 basiert auf der schon länger bewährten Smart-Plattform und ist von der Bedienung her auch für Laien leicht und optimal einzurichten. Ein dicker Pluspunkt. Und dann kann der dezente Klangbalken auch klanglich eine Menge: Schon ohne die extra Tiefendosis eines Zusatz-Subwoofers spielt der Canton Smart Soundbar 9 um Welten besser als die eingebauten Lautsprecher fast aller Flachfernseher. Vor allem den wichtigen Centerbereich mit den Dialogen beherrscht der Canton 9 auch dank der verschiedenen EQs sehr gut. So macht Fernsehen beziehungsweise -hören richtig Spaß.«

Alternativen

Die beste mit Dolby Atmos

Bose Smart Soundbar Ultra

Die Smart Soundbar Ultra von Bose kommt in vielen Fällen ohne separaten Subwoofer aus, zudem lässt sie sich auf die Raumakustik einmessen.

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Bose Smart Soundbar Ultra

Die Bose Smart Soundbar Ultra kommt prinzipiell gut ohne Subwoofer aus, obwohl es auch hier natürlich eine gute Auswahl an Erweiterungen gibt, die sich zudem hervorragend kombinieren lassen. Dasselbe gilt auch für die rückwärtigen Kanäle, die ebenfalls drahtlos mit der Soundbar verbunden werden.

Die hochwertig verarbeitete Soundbar gibt es in Weiß, wie unser Testmodell, und natürlich in Schwarz. Beide sind für die direkte Verbindung mit dem TV-Gerät vorgesehen, und zwar wahlweise per optischem Audioanschluss oder über die HDMI-Buchse, die praktischerweise mit eARC kompatibel ist. Daher kann man sie weitgehend mit der Fernbedienung des Fernsehers bedienen. Auf einen HDMI-Eingang, beispielsweise für einen UHD-Player, wird verzichtet. Zum Ausgleich gibt es einen analogen AUX-Eingang und eine LAN-Schnittstelle, falls das WLAN aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert.

Prinzipiell kommt die Ultra auch ohne Netzwerk aus, dann ist sie besonders einfach und schnell betriebsbereit, da als Verbindung zum TV-Gerät lediglich ein optischer Eingang oder die HDMI-Buchse zur Verfügung steht. Diese beherrscht allerdings eARC und erlaubt damit die weitreichende Bedienung der Soundbar mit der TV-Fernbedienung.

Weitaus mehr Bedien- und Einstellungsmöglichkeiten werden allerdings über die App möglich. Die Einbindung in ein Multiroom- und/oder Surround-System zusammen mit anderen Komponenten von Bose ist nun ebenso möglich wie die Einrichtung diverser Streamingdienste und eines Sprachassistenten. Auch der Klang selbst lässt sich über die Appsteuerung viel differenzierter anpassen als mit der Fernbedienung: Neben Bässen und Höhen lassen sich zudem die Pegel der Atmos- sowie der Center-Speaker einstellen.

Wer es ganz genau haben möchte, nutzt die Möglichkeiten der AdaptiQ-Raumkorrektur. Hierfür liegt der Soundbar Ultra ein Messmikrofon bei, das praktischerweise wie ein Kopfhörer getragen werden kann. Damit lässt sich der Sound auf insgesamt fünf Lieblingspositionen optimieren. Das kann der einzige Fernsehsessel sein oder auch die gesamte Sitzgruppe oder Couch. So richtig effizient ist die AdaptiQ-Einmessung allerdings dann, wenn der Raum mit kleinen oder größeren akustischen Besonderheiten aufwartet. Da dies in unserem Hörraum nicht der Fall ist, gab es beim anschließenden Vorher-Nachher-Vergleich auch keine signifikanten Unterschiede.

Raum­korrektur inklusive

Auch das spricht für die besonderen akustischen Eigenschaften der Soundbar Ultra: Die insgesamt neun eingebauten Lautsprecher sorgen außer für einen beeindruckenden Dolby-Atmos-Sound zudem für ein solides Bassfundament. Dennoch lässt sich die Soundbar um ein Bassmodul und rückwärtige Lautsprecher erweitern. Auch hier gibt die App Hilfestellung bei der Konfiguration.

Die Smart Soundbar Ultra ist zurecht das aktuelle Flaggschiff von Bose. Wenn nach dem ersten Einsatz dennoch Wünsche offenbleiben, lässt sie sich problemlos zu einer echten, drahtlosen 5.1.2-Anlage erweitern.

Luxusklasse

Sennheiser Ambeo Soundbar Max

Die Ambeo Soundbar Max von Sennheiser wird auf die Raumakustik eingemessen. Das dreidimensionale Sound-Erlebnis ist beeindruckend.

Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiserambeo

Die Ambeo Soundbar Max von Sennheiser sorgt allein mit ihren Abmessungen für einen gewaltigen Auftritt. Das Gehäuse ist über 1,20 Meter breit und immerhin gut 17 Zentimeter tief, da fallen die knapp 13 Zentimeter Bauhöhe kaum ins Gewicht. Apropos Gewicht: Die Ambeo Max wiegt stattliche 18 Kilogramm, die hauptsächlich den insgesamt 13 Lautsprecher-Chassis und deren Versorgung geschuldet sind. Allerdings trägt auch die hochwertige Verarbeitung einen gewissen Anteil zum Gewicht bei.

Schwer­gewicht mit 13 Laut­sprechern

Die Ambeo Max lässt sich im Handumdrehen aufbauen und anschließen. Das mitgelieferte Mikrofon zum Einmessen gehört zur besseren und auch solideren Sorte. Als Standfuß dient nicht die sonst übliche Papprakete, sondern ein solider Standfuß, der eine stabile, individuelle Positionierung des Mikrofons erlaubt.

Sämtliche Anschlüsse sind gut versteckt in einer Mulde hinten an der Soundbar untergebracht, so können sie nahezu unsichtbar verlegt werden. Eine Kabelschlaufe sorgt bei Bedarf für Ordnung im Kabel-Dschungel.

Zum Einmessen soll das Mikrofon auf dem Haupthörplatz und in Höhe der Ohren positioniert werden. Der eigentliche Messvorgang, bei dem mehrere Messtöne durchlaufen werden, wird durch einen längeren Druck (ca. 4 Sekunden) auf die Ambeo-Taste im Bedienfeld gestartet und ist in wenigen Minuten erledigt. Personen sollten für eine möglichst exakte Anpassung währenddessen den Raum verlassen. Das Setup wird zum Schluss gespeichert oder bei Bedarf eine Wiederholung vorgenommen.

Dann kann es losgehen. Die Soundbar selbst nimmt alle möglichen verfügbaren Signale an und lässt sich auch via Bluetooth und NFC-Unterstützung mit dem Smartphone koppeln. Die Anschlüsse sind zwar gut versteckt, aber dennoch gut erreichbar. Die NFC-Fläche befindet sich gut sichtbar im Bedienfeld auf der Oberseite.

Sechs Presets sind mit der schlanken, edlen Fernbedienung abrufbar: Movie, Music, News, Sports, Neutral und Night. Außerdem lässt sich der Ambeo-Modus ein- oder ausschalten. Normalerweise läuft dieser im Standard-Modus, die Betriebsarten Light und Boost können über die Smart Control App aktiviert werden. Mit der Smart Control App geht das Ganze und noch vieles mehr ohnehin komfortabel per Smartphone. Sie ist sowohl für Android als auch für iOS kostenlos verfügbar.

Schlicht über­wältigender Sound

Der Sound, den die fertig eingerichtete Ambeo erzeugt, ist schlicht überwältigend: Alle Kanäle, selbst die rückwärtigen und die Dolby-Atmos-Kanäle, die hauptsächlich durch Reflexionen realisiert werden, kommen sehr klar definiert am Hörplatz an. So lassen sich Musik und Entertainment in vollem Umfang genießen. Auch ohne Subwoofer vermisst man hier nichts.

Die Sennheiser Ambeo Max ist die ideale Soundbar für Leute, die unbedingt ohne Rears und Subwoofer auskommen wollen oder müssen, ohne dass die Klangqualität signifikant darunter leidet. Das betrifft übrigens alle Anwendungen, da die Ambeo Soundbar Max auch sehr guten Stereo-Sound reproduziert. Als reines Frontsystem gibt es unseres Wissens kein anderes, das eine derart gute Surround- und Dolby-Atmos-Vorstellung abgibt.

Preistipp

LG DS60T

Die DS60T von LG liefert sehr guten Sound zum TV-Bild und bietet eine umfassende Ausstattung.

Test Soundbar: LG DS60T

Die LG DS60T hat einiges für den Preis zu bieten. So liegt die Verarbeitungsqualität bei der DS60T schon deutlich über der ebenfalls getesteten DS40T, was sich bereits bei der Fernbedienung bemerkbar macht, die eingesetzt wird.

Verfügt die etwas günstigere DS40 noch über einen einfachen Universal-Geber, so finden wir bei der LG DS60T schon die ergonomisch optimierte Form, die an die Magic Remote der Fernsehgeräte aus gleichem Hause erinnert.

1 von 4

Soundbar bis 200 Euro Test: Lg Ds60tDie LG DS60T wird zusammen mit einem ordentlichen Subwoofer angeboten.

Soundbar bis 200 Euro Test: Lg Ds60t TastenFür die wichtigsten Funktionen gibt es oben auf der Soundbar Tasten.

Soundbar bis 200 Euro Test: Lg Ds60t FbDie LG DS60T ist aktuell LGs günstigste Soundbar mit der typischen Fernbedienung.

Soundbar bis 200 Euro Test: Lg Ds60t AnschluesseMinimalistisch, aber alles was man benötigt – das Anschlussfeld.

Bei der DS60T gibt es zudem kein externes Netzteil, wie man es zumeist von besonders günstigen Geräten her kennt. Hier wurde das Netzteil direkt mit ins Gehäuse integriert, sodass ein ganz normales Netzkabel zum Anschluss reicht. Der Subwoofer wird wie üblich drahtlos per Bluetooth von der Soundbar angesteuert. Als LG DS60TR gibt es die Soundbar auch mit zusätzlichen rückwärtigen Lautsprechern, dann hat man zum Aufpreis von etwa 100 Euro ein komplettes 5.1-Setup.

LED-Anzeige statt Display

Die Bedienung ist trotz fehlendem Display recht eingängig. Vorausgesetzt, man hat die Blinkzeichen der vielen Anzeige-LEDs verinnerlicht, welche die eingestellte Lautstärke in drei unterschiedlichen Farben darstellen: von Grün für leise über Gelb bis hin zu Rot für die größtmögliche Lautstärke. Über die Wahl des Eingangs und das ausgewählte Klang-Preset gibt eine Stimme bereitwillig Auskunft. Diese spricht jedoch Englisch.

Für ein möglichst breites Klanggeschehen sind außer dem separaten Subwoofer drei Lautsprecher in der Soundbar selbst zuständig. Je einer an jeder Seite und einer in der Mitte, der als Center-Lautsprecher angesteuert wird. Der Sound ist entsprechend füllig, Dialoge sind sehr gut verständlich, und der Bass bekommt vom Subwoofer reichlich Unterstützung.

Mit diversen Klang-Presets lässt sich das Potenzial der LG DS60T ausreizen. Auch wenn sie mit TV-Geräten von LG besonders gut zusammenarbeitet, so gibt sie sich auch bei anderen Fabrikaten keinerlei Blöße.

Außerdem getestet
Hisense HS3100

Test Soundbar bis 200 Euro: Hisense HS3100

Hisense stellt unter anderem auch TV-Geräte her, da liegt es durchaus nahe, dass man auch passende Soundbars ins Programm aufnimmt. Die Hisense HS3100 passt aber nicht nur zu den hauseigenen Fernsehern, sondern lässt sich auch problemlos mit Geräten anderer Marken kombinieren.

Als Eingänge stehen die üblichen Schnittstellen zur Verfügung, allen voran die HDMI-Buchse, die natürlich ARC-kompatibel ist und somit die Bedienung der Soundbar über die Fernbedienung des TV-Gerätes ermöglicht. Daneben gibt es einen optischen Eingang, für den Fall, dass es keinen anderen Audio-Ausgang am Fernseher gibt, und schließlich auch hier die analoge AUX-Buchse für alle Fälle. Daneben gibt es zudem eine USB-Schnittstelle für externe Speicher und – nicht zu vergessen – die Möglichkeit, Musik per Bluetooth vom Handy zu streamen.

Der Subwoofer ist diesmal nicht in Würfelform, sondern als Quader mit schmaler Front und großer Seitenfläche konzipiert. Damit lässt sich ein großes Lautsprecher-Chassis einsetzen und man hat trotzdem eine schmale Front, weil der Lautsprecher zur Seite abstrahlt. Dadurch wird ein druckvoller Bass ermöglicht, und gleichzeitig lässt sich der Subwoofer gut hinter einem Vorhang oder ähnlich dezent aufstellen.

Die Bedienung erfolgt per Fernsteuerung und ein sogenanntes Dotmatrix-Display. Das gibt eindeutig Auskunft über Lautstärke, eingeschaltete Quelle und das aktuelle Klangprofil. Das ist intuitiv, und wer sich vom hellen Display gestört fühlt, kann es einfach per Fernbedienung dimmen.

Klanglich setzt der Bass im Vergleich zu den meisten Konkurrenten noch mal ein ordentliches Pfund obendrauf und erzeugt bei der Anbindung an die Soundbar zudem keine hörbare Senke. Abstriche zur direkten Konkurrenz muss man dagegen in Bezug auf die räumliche Abbildung in Kauf nehmen. Die HS3100 spannt die Klangbühne nicht ganz so weit auf wie beispielsweise die LG DS60T. Wer es dagegen im Bass ordentlich krachen lassen will, kommt zu diesem Preis an der Hisense nicht vorbei. Außerdem ist sie bei ähnlichem Leistungsumfang sogar noch etwas günstiger.

Teufel Cinebar 22

Dolby-Atmos-Soundbar Test: Teufel Cinebar22

Die Teufel Cinebar 22 gibt es als Set mit Subwoofer T6 für knapp 600 Euro. Kommen die Rears hinzu, werden nochmal etwa 300 Euro fällig. Kombiniert man die Soundbar mit dem T10 statt mit dem T6, kommen jeweils etwa 100 Euro obendrauf. Die Soundbar lässt sich damit an viele Umgebungssituationen anpassen. Wir hatten die Soundbar in Kombination mit dem kleineren T6-Subwoofer zum Testen, der in unserem 25 Quadratmeter großen Testraum vollkommen ausreicht. Beide Subwoofer erlauben eine flexible Platzierung, sogar liegend als Downfire-Subwoofer unter der Couch oder einem anderen Möbel. Per Schalter auf der Rückseite wird er akustisch entsprechend angepasst, während man per Drehknopf den Pegel zusätzlich angleichen kann.

Die Installation ist denkbar einfach, der Sub koppelt sich entweder von alleine oder nach kurzem Druck auf die Pairing-Taste. Bei der Installation und im täglichen Gebrauch wird man vom aussagekräftigen Menü im hochauflösenden Display unterstützt.

Der Sound ist wie erwartet sehr gut, allerdings verzichtet Teufel bei der Cinebar 22 auf Upfiring-Speaker, die dritte Dimension wird also rein virtuell und ohne Deckenreflexion erzeugt. Sowohl die Basisbreite als auch der Surroundsound und der Dolby-Atmos-Effekt lassen sich per Tastendruck auf die Raumklang-Taste aufpeppen, sodass man mehr oder weniger im Raumklang eingebettet wird. Allerdings geht das wiederum zu Lasten der natürlichen Wiedergabe von Musik und Stimmen. Der Druck auf die Raumklang-Taste bleibt also auch in diesem Fall Geschmacksache, je nachdem, ob man den Fokus auf höchste Natürlichkeit oder maximale Räumlichkeit legt, oder man gibt die etwa 300 Euro zusätzlich für ein Set rückwärtiger Lautsprecher aus, dann werden zumindest diese Kanäle ohne akustische Tricks reproduziert.

Teufel Cinebar 11 Mk4

Test Soundbar: Teufel Cinebar 11 Mk4

Die Teufel Cinebar 11 Mk4 geht, wie man unschwer erkennen kann, bereits in die vierte Generation. Die besonders schlanke Soundbar wird einmal mehr von dem vielseitig einsetzbaren Subwoofer T6 unterstützt. Der lässt sich wahlweise aufrecht aufstellen oder aber auch als Downfire-Subwoofer nutzen, wobei er mit einer Bauhöhe von dann gut 13 Zentimetern inklusive angeklebter Standfüße nicht mehr unter jede Couch passen dürfte.

Auf der Rückseite gibt es einen Umschalter für die jeweilige Aufstellungsart sowie einen Drehknopf, mit dem man den Pegel optimal an die Positionierung sowie an die Soundbar anpassen kann.

Die Cinebar 11 MK4 lässt sich außerdem um ein Paar Lautsprecher für die rückwärtigen Kanäle erweitern, wofür dann zusätzlich etwa 300 Euro fällig werden.

Mangels Upfiring-Lautsprecher wird auch hier der Atmos-Effekt rein virtuell erzeugt, indem einige der frontal abstrahlenden Lautsprecher diesen Part mitübernehmen. Über eine Taste auf der Fernbedienung lässt sich dann auch folgerichtig ein Virtualizer für die Höhenkanäle zuschalten. Dadurch hebt sich der Sound tatsächlich noch ein Stück weit von der Soundbar ab, sodass sich eine Art Klangvorhang direkt vor dem Bildschirm aufbaut. Die Höhenkanäle bleiben allerdings insgesamt recht diffus, lassen sich also auch nicht eindeutig dem Filmgeschehen zuordnen, ein Kompromiss, mit dem man allerdings bei allen virtuell arbeitenden Soundbars leben muss. Immerhin lassen sich bei der Cinebar 11 Mk4 die rückwärtigen Kanäle upgraden, sodass man echten Surroundsound bekommt, gegen entsprechenden Aufpreis.

Sharp HT-SBW320

Test Soundbar bis 200 Euro: Sharp HT-SBW320

Die Sharp HT-SBW320 ist eine der günstigsten Soundbars, die Dolby Atmos umsetzen kann. Ein drahtloser Subwoofer gehört zum Set, sodass die Soundbar selbst schön schlank unter dem Fernseher aufgestellt oder an die Wand geschraubt werden kann.

Der Subwoofer wird direkt nach dem Einschalten erkannt und verbindet sich eigenständig mit der Soundbar. Als Eingänge stehen neben der ARC-kompatiblen HDMI-Schnittstelle auch eine analoge AUX- sowie eine digitale Buchse zur Verfügung. Musik vom Handy kann man via Bluetooth auf die Soundbar streamen. Die HT-SBW320 unterstützt neben Atmos die wichtigsten Dolby-Tonformate sowie DTS V:X. Mangels Upfiring-Lautsprecher wird der 3D-Sound allerdings komplett virtuell erzeugt, also ohne Deckenreflexion.

Die HT-SBW320 kann den Fernseher optimal ergänzen, was nicht zuletzt dem Einsatz des Subwoofers geschuldet ist, der mit sattem Tiefbass für ordentliches Volumen sorgt. Der Atmos-Effekt ist prinzipbedingt eher diffus, schafft aber zumindest einen gewissen räumlichen Eindruck vom Klanggeschehen. Auf jeden Fall hebt sich der Sound von der Soundbar ab und geht deutlich darüber hinaus.

Sharp HT-SB145

Test Soundbar: Sharp HT-SB145

Die Sharp HT-SB145 ist ausgesprochen günstig, allerdings muss sie auch ohne Subwoofer auskommen. Hier gibt es mit HDMI (ARC), AUX und sogar einem optischen Digitaleingang im Grunde alle Schnittstellen, die man braucht. Selbst eine USB-Buchse ist vorhanden und vom Smartphone kann man die Soundbar via Bluetooth-Streaming versorgen. Sie ist insgesamt zwar recht schnell und einfach eingerichtet, allerdings verzichtet Sharp hier auf ein richtiges Display und setzt dafür auf eine mehrfarbige LED-Anzeige, die in unterschiedlichen Farben anzeigt, welchen Eingang oder welches Klangpreset man gerade ausgewählt hat. Immerhin stehen überhaupt mehrere Klangpresets und sogar eine Bässe- und Höhen-Einstellung zur Verfügung.

Klanglich hat die günstigste Soundbar von Sharp ohne Subwoofer kaum Vorteile gegenüber den meisten eingebauten Soundlösungen moderner Fernseher zu bieten, außer vielleicht bei älteren Geräten, und selbst dort ist man mit einem Setup inklusive Subwoofer sicher besser bedient, sofern man diesen stellen kann oder will.

Sharp HT-SB304

Test Soundbar: Sharp HT-SB304

Die Sharp HT-SB304 muss ganz ohne Subwoofer-Unterstützung auskommen, was man hier durch entsprechendes Volumen der Soundbar selbst kompensiert, zumindest teilweise. Darüber hinaus soll sie auch noch eine akzeptable Umsetzung von Dolby Atmos schaffen. Da sie jedoch nicht über die in teureren Soundbars üblichen Upfiring-Lautsprecher verfügt, passiert das ausschließlich virtuell und damit nicht selten zu Lasten der Klangqualität.

Bei den Schnittstellen hat man indes nicht gespart, hier gibt es mit HDMI (ARC), AUX und sogar einem optischen Digitaleingang im Grunde alles, was man braucht. Selbst eine USB-Buchse ist vorhanden und vom Smartphone kann man die Soundbar via Bluetooth-Streaming versorgen. Sie ist insgesamt zwar recht schnell und einfach eingerichtet, allerdings gibt es hier kein Display. Man muss sich also mithilfe einer mehrfarbigen LED-Anzeige orientieren, welchen Eingang oder welches Klangpreset man gerade ausgewählt hat. Immerhin stehen überhaupt mehrere Klangpresets und sogar eine Bässe- und Höhen-Einstellung zur Verfügung.

Gemessen am Preis klingt die Soundbar gut, wenngleich der Gewinn an Soundqualität mangels der recht schlanken Bassperformance bei vielen TV-Geräten eher fragwürdig erscheint. Gerade bei den Bässen erwartet man einen echten Zugewinn, denn hieran mangelt es auch den meisten Fernsehern. Allerdings hat sich gerade bei neueren TV-Geräten bezüglich der Klangqualität einiges getan, sodass sich der Einsatz der HT-SB304 allenfalls bei älteren Geräten lohnt, ob man dort allerdings virtuell reproduziertes Dolby Atmos braucht, sei dahingestellt.

Sharp HT-SBW121

Test Soundbar: Sharp HT-SBW121

Wie die Typenbezeichnung bereits vermuten lässt, ist die Sharp HT-SBW121 mit einem externen Subwoofer ausgestattet, der drahtlos via Bluetooth angesteuert wird. Dieser wird direkt nach dem Einschalten von Soundbar und Subwoofer erkannt und mit ihr verbunden. Ohnehin ist die Kombi recht einfach einzurichten, obwohl es kein Display gibt. Als Anzeige dient eine LED, welche den ausgewählten Eingang und die Klangeinstellung mit unterschiedlichen Farben quittiert. Die Farbenlehre schlägt man entweder in der Anleitung nach oder man lässt sich von der Reaktion überraschen. Wie auch immer, nach einiger Zeit funktioniert auch das recht intuitiv.

Als Eingänge stehen eine ARC-taugliche HDMI-Schnittstelle sowie ein optischer Eingang für digitales Audio und eine analoge AUX-Buchse zur Verfügung. Außerdem können Signale via Bluetooth vom Handy aus auf die Soundbar gestreamt werden. Die ideale Verbindung zum Fernsehgerät ist der HDMI-Eingang, dann werden sämtliche daran angeschlossenen Soundquellen auch über die Soundbar wiedergegeben. Außerdem kann die TV-Fernbedienung dank ARC-Kompatibilität auch die Lautstärke der Soundbar steuern.

Bei der HT-SBW121 trägt der Subwoofer und seine akustisch gute Anbindung an die Soundbar maßgeblich zum satten, fülligen Sound bei. Die Soundbar selbst ist mehr für die Basisbreite und eine gute Dialogverständlichkeit verantwortlich, was sie aufgrund der Entlastung durch den Subwoofer auch sehr gut macht.

JBL Bar 800MK2

Test Soundbar: JBL Bar 800MK2

Die JBL Bar 800MK2 hat mit ihren dazugehörigen rückwärtigen Lautsprechern bereits eine längere Geschichte hinter sich, als das schlichte MK2 vermuten lässt. Die Rears arbeiten tatsächlich komplett kabellos, weil sie jeweils von einem eingebauten Akku versorgt werden. Zum Aufladen werden sie wahlweise an die Soundbar angedockt oder man nutzt einfach ein Ladegerät mit USB-C-Stecker, dann können sie auch während des Ladevorgangs an ihrem Platz bleiben.

Die Rears und der Subwoofer verbinden sich direkt nach dem Einschalten mit der Soundbar, dennoch kann man die Kopplung bei Bedarf auch mit der jeweiligen Pairing-Taste erzwingen. Damit es weder beim Andocken zum Aufladen noch bei der Wiedergabe des richtigen Audiokanals eine Verwechslung gibt, sind die rückwärtigen Lautsprecher eindeutig mit Links und Rechts gekennzeichnet.

Bevor man die Bar 800MK2 in Betrieb nimmt, empfiehlt es sich, die dazugehörige »JBL One«-App auf das Smartphone zu laden. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, erleichtert jedoch die Bedienung enorm, zumindest, wenn man die Soundbar auch fürs Musik-Streaming nutzen möchte. Aber auch um die aktuellste Firmware zu installieren oder eine differenzierte Klangeinstellung vornehmen zu können, erweist sich das per App deutlich komfortabler als über die Fernbedienung.

Die Einmessung auf die Raumakustik gelingt allerdings auch so. Zum Kalibrieren drückt man erst auf die entsprechende Taste der FB, mit einem zweiten Tastendruck wird bestätigt und die Messung gestartet, die dann nach einem kurzen Countdown mit einer Reihe Testtöne abläuft. Der ganze Vorgang dauert höchstens eine Minute. Subwoofer und Rears werden bei der Messung mit einbezogen.

Der Klang der Bar 800MK2 ist ganz hervorragend, was allerdings auch daran liegt, dass man hier mit Rückkanälen aus echten Lautsprechern versorgt wird. Was allerdings etwas auf der Strecke bleibt, ist die dritte Klangdimension: Die JBL erzeugt die Höhenkanäle von Dolby Atmos oder DTS mangels Höhenlautsprecher rein virtuell, also ohne Deckenreflexion. Entsprechend diffus kommen die Höheninformationen dann auch am Hörplatz an. Das war bei der JBL Bar 800 noch ganz anders. Die ist daher für Freunde des besseren 3D-Sounds eindeutig die bessere Wahl, zumindest solange sie noch verfügbar ist.

JBL Bar 500MK2

Test Soundbar: JBL Bar 500MK2

Die JBL Bar 500MK2 ist eine etwas abgespeckte JBL Bar 800MK2. Jedenfalls muss sie ohne rückwärtige Lautsprecher auskommen, ist dafür auch deutlich günstiger zu haben. Den Part für den Tiefbass übernimmt indes der gleiche wuchtige Subwoofer, der auch bei der 800er seinen Dienst tut.

Die Einrichtung inklusive Kalibrierung auf die Raumakustik lässt sich komplett über die Fernbedienung realisieren, dennoch ist es ratsam, die neue JBL One App auf das Smartphone zu laden. Nun kann man problemlos Updates laden, die Soundbar zum Streamen von Musik nutzen oder auch differenziertere Klangeinstellungen vornehmen. Die Einmessung auf die Raumakustik, die über ein in der Soundbar integriertes Messmikrofon erfolgt, kann man dagegen problemlos per Fernbedienung starten. Hierzu reichen zwei Tastendrücke aus, die gesamte Messung ist binnen einer knappen Minute erledigt und beinhaltet auch eine Anpassung des Subwoofers.

Das Ergebnis ist ein raumfüllender Sound mit satter Tiefbassunterstützung. Allerdings bleiben die rückwärtigen Kanäle ebenso wenig differenzierbar und diffus wie die Höheninformationen bei Inhalten mit Dolby Atmos, was kaum verwunderlich ist, da beides lediglich virtuell erzeugt wird. Dennoch kann sich der Sound gut von der Soundbar lösen und geht selbst bei großen Fernsehern deutlich über die Bildbreite hinaus.

Creative Stage Pro

Test Soundbar: Creative Stage Pro

Die Creative Stage Pro setzt im Vergleich zur Creative Stage nochmal eines drauf; sie kann neuerdings Signale in Dolby Digital umsetzen und ist auch seitens des Designs etwas größer und wuchtiger geworden. Der mitgelieferte Subwoofer hat sich dagegen kaum verändert, der ist nach wie vor passiv und wird über Kabel von der Soundbar aus angesteuert.

Die Einrichtung geht leicht von der Hand, auch weil man bei Creative auf ein richtiges Display setzt, statt auf mehrfarbige LEDs, um die Bedienung zu unterstützen. Auch im täglichen Gebrauch erweist sich ein Display als deutlich komfortabler, zumal man es bei der Stage Pro auch komplett abschalten kann, damit man sich vollkommen auf Film oder Game konzentrieren kann.

Die Stage Pro schafft eine Klangbühne, die weit über die Breite der Soundbar und damit auch des angeschlossenen Fernsehers hinausgeht, also echtes Kinofeeling. Den Hauptanteil trägt allerdings wie so oft der akustisch optimal angepasste Subwoofer, den man zwar nicht so flexibel aufstellen kann wie einen drahtlosen, der aber mit seinem schlanken Gehäuse in vielen Fällen trotzdem sehr dezent untergebracht werden kann.

Die Basisbreite des Sounds lässt sich mit dem Wide-Modus zwischen Wide und Near umstellen. Beide Modi verändern jedoch den Klang, was sich nicht immer natürlich anhört. Wir waren mit deaktiviertem Wide-Modus bestens zufrieden, der Sound passt gut zu einem 55-Zoll-Bild und natürlich abwärts. Erst ab 65 Zoll sollte man sich nach einer Soundbar umschauen, die eine passende Basisbreite darstellen kann.

Sony HT-A5000

Test Geschenke zum 50. Geburtstag: Sony  HT-A5000

Die Sony HT-A5000 gehört zu den wenigen Soundbars, die trotz schlanker Bauweise einen satten, dreidimensionalen Sound erzeugen können – und das ganz ohne externe Unterstützung wie Subwoofer oder separate Rear-Lautsprecher, wenngleich es auch hier selbstverständlich Möglichkeiten zur Aufrüstung gibt. Wahlweise gibt es die Soundbar bereits mit separaten Rears als Sony HT-A5000+SA-RS5 oder man kann sie beliebig mit einem Subwoofer aus dem breiten Angebot von Sony erweitern.

Außen glänzt die HT-A5000 mit hochwertiger Verarbeitung, innen wartet Spitzentechnik auf ihren Einsatz. Sie allein arbeitet nach dem 5.1.2-Prinzip. Zusammen mit den Rears kommt man sogar auf eine 5.1.4-Konfiguration, da diese ebenfalls über je einen Upfire-Kanal verfügen.

Mit der HT-A5000 kann man allerdings schon in der Grundausstattung ein Surround-Sound-Klangerlebnis in Perfektion genießen, inklusive der dritten Klangdimension. Der integrierte Subwoofer sorgt bei Bedarf für einen durchsetzungsstarken Bass und wird dabei von zwei seitlich angebrachten Bassreflexöffnungen unterstützt.

Idealerweise verbindet man den HDMI-Ausgang der Sony mit dem Fernseher, dann steht nicht nur das umfangreiche On-Screen-Menü zur Verfügung, sondern sie lässt sich dank eARC-Kompatibilität auch prima mit der Fernbedienung des TVs bedienen. Als Eingang stehen neben der zweiten HDMI-Buchse auch eine optische Schnittstelle sowie eine USB-Buchse als Mediaplayer zur Verfügung. Über die S-Center-Buchse verbunden, werden die Lautsprecher von Sonys Bravia-Fernsehern als Center integriert.

Im Menü kann man nicht nur die unterschiedlichen Eingänge auswählen und drahtlose Subwoofer sowie Rücklautsprecher mit einbinden, hier wird auch die integrierte Klangfeldoptimierung der Soundbar gestartet. Hierzu wird eine Reihe von Testtönen abgegeben, um den Sound optimal an den Raum anzupassen, und zwar sowohl für die Soundbar alleine als auch zusammen mit dem optionalen Subwoofer sowie den ebenfalls optionalen Rears.

Der anschließende Hörtest belegt, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Die Soundbar schafft einen realistischen Surroundsound mit beeindruckender Virtualisierung der rückwärtigen Kanäle. Auch die in der HT-A5000 integrierten Upfiring-Lautsprecher sorgen für tollen 3D-Sound – ein wahrhaft immersives Hörerlebnis.

Die anschließend angedockten SA-RS5 werden nicht nur umgehend vom System erkannt und integriert, sie werden auch in der anschließenden Klangfeldoptimierung berücksichtigt. Um Verwechslungen zu vermeiden, sind die beiden Rears übrigens als linker und rechter Kanal gekennzeichnet. Das Surrounderlebnis zusammen mit den Rears ist jedenfalls phänomenal, es stellt sogar manch ausgewachsenes Lautsprecher-Setup in den Schatten.

Revox S 100 Audiobar

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Revox S 100 Audiobar

Die Revox S 100 Audiobar ist zwar schon einige Zeit auf dem Markt, hat aber nie an Attraktivität abgenommen, schon gar nicht, seit der Preis um nahezu die Hälfte gesunken ist. Ähnlich wie bei der Konkurrenz von Canton steckt die Technik in einem soliden, hervorragend verarbeiteten Gehäuse, das es sowohl in Schwarz als auch in Weiß gibt.

Bedient wird wahlweise mit der beiliegenden Fernbedienung in schwerem Alu-Gehäuse oder über die Revox Studioart App. Dort lässt sich die Soundbar zudem recht einfach mit anderen Studioart-Lautsprechern zu einem kompletten 5.1-Surroundsystem kombinieren und in ein Multiroom-System integrieren. Auch das Streaming ist mithilfe des Smartphones und der App ein Kinderspiel, dann sind Spotify, Tidal und Deezer jeweils nur einen Klick entfernt. Aber auch ohne App ist die S 100 Audiobar schnell eingerichtet, wobei sich das Bildschirmmenü als besonders hilfreich erweist, das erscheint, sobald die Soundbar per HDMI mit dem Bildschirm verbunden ist. Berührt man die Fläche hinter dem Revox-Logo oben auf der Soundbar, erscheinen Symbole auf einer Touchfläche, über welche die Soundbar ebenfalls bedient werden kann.

Als Eingänge stehen gleich drei HDMI-Buchsen zur Auswahl, dazu ein optischer und ein elektrischer Digital-Eingang und sogar ein Stereo-Cinch-Eingang warten auf der Rückseite auf Input. Streaming funktioniert, wie bereits erwähnt, wahlweise per Bluetooth oder WLAN. Im Menü, entweder auf dem Bildschirm oder in der App, lassen sich nicht nur die möglichen externen Lautsprecher einbinden und steuern, man kann auch die Klangeigenschaften der Soundbar steuern. So kann man die Klangbühne virtuell verbreitern und/oder die Dialogverständlichkeit des Center-Speakers hervorheben oder absenken. Auch die Entfernung des potenziellen externen Subwoofers lässt sich einstellen.

Allerdings wird sich der Wunsch nach zusätzlicher Bass-Unterstützung nicht so schnell aufkommen, denn die S 100 bringt nicht zuletzt aufgrund ihres Volumens ein beachtliches Bassvolumen zustande, unterstützt durch die seitlich angebrachte, unsichtbare Bassreflexöffnung. Auch beim Surroundsound kommt man mit der Revox voll auf seine Kosten, den Raumklang kann man mit den Einstellungen Wide und XWide sogar in zwei Stufen ausdehnen.

Einzig die dritte Sound-Dimension, wie sie beispielsweise Dolby Atmos zur Verfügung stellt, wird von der Revox S 100 nicht umgesetzt. Dafür ist die hochwertige Soundbar aktuell jedoch auch zur Hälfte des ehemaligen Verkaufspreises zu haben.

Auvisio MSX-460.bt

Soundbar Test: Msx 460 Bt

Die Auvisio MSX-460.bt ist nicht nur besonders günstig, in dem kleinen Paket, in welchem sie ausgeliefert wird, erwartet man erst mal keine ausgewachsene Soundbar. Das Rätsel löst sich jedoch gleich nach dem Auspacken auf, die Soundbar besteht aus zwei Einzelteilen, die vor dem Einsatz zusammengesteckt werden müssen. So kann das Paket schön klein gehalten werden, was nicht zuletzt Versandkosten spart.

Schnell ist die Auvisio zusammengesteckt und angeschlossen und sofort betriebsbereit. Sechs große Gummifüße sorgen für gebührlichen Abstand von der Stellfläche, so können sich auch die beiden nach unten abstrahlenden Basslautsprecher ordentlich entfalten. Allerdings sollte man nicht allzu viel erwarten, denn sowohl die Surroundfähigkeiten als auch das Bassfundament der Auvisio halten sich in Grenzen.

Dafür ist sie dank einer ganzen Reihe Eingänge äußerst vielseitig einsetzbar. Neben der obligatorischen HDMI-Buchse zur direkten Verbindung mit dem TV-Gerät gibt es sowohl einen analogen als auch einen digitalen Audio-Eingang. Eine USB-Buchse mit direktem Draht zum eingebauten Mediaplayer rundet die Schnittstellen ab. Hinzu kommt noch die Übertragung per WLAN und die Bluetooth-Verbindung zu Smartphone und Co..

Klanglich darf man, wie gesagt, nicht allzu viel von der MSX-460.bt erwarten. Für die Soundunterstützung eines günstigen, nicht allzu großen Fernsehers reicht es allerdings, vor allem, wenn der Raum nicht zu groß ist. Dank der Möglichkeit, die Soundbar zu zerlegen, bietet sie sich zudem hervorragend auf Reisen an, um beispielsweise dem Sound des TV-Gerätes in der Ferienwohnung auf die Sprünge zu helfen.

Philips TAB6309

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Philips TAB6309

Die Philips TAB6309 ist besonders leicht und schlank: Insbesondere durch die Bauhöhe von genau 3,7 Zentimetern und die Tiefe von 4,2 Zentimetern geht sie bei vielen TV-Geräten als fest angebauter Lautsprecher durch. Zur optimalen Befestigung an der Wand liegen passende Halterungen nebst Schrauben und Dübel bei.

Der mitgelieferte Subwoofer gehört ebenfalls nicht zu den Schwergewichten seiner Klasse, bietet dafür allerdings die Möglichkeit, ihn wahlweise hochkant oder quer aufzustellen. Die an beiden Seiten angebrachten Rutschsicherungen sorgen in beiden Positionen für sicheren Halt und gute Abkopplung vom Untergrund.

Einen kleinen Nachteil hat die schlanke Bauform der Soundbar allerdings: Es war kein Platz mehr für ein internes Netzteil, sodass ein weiteres Steckernetzteil die Steckdosenleiste bevölkert. Auch für einen extra HDMI-Eingang war wohl schlicht kein Platz mehr, dafür ist die vorhandene Buchse aber auch eARC-kompatibel.

Außer per Fernbedienung und natürlich Touchfläche auf dem Gerät selbst lässt sich die Soundbar auch mit der App übers Smartphone dirigieren. Das eröffnet weitere Einstellungsmöglichkeiten. Außerdem ist die Bedienung per App doch etwas eingängiger als mit der Fernbedienung, weil die Soundbar kein Display hat und man jeden Betriebszustand und jede Änderung an den Blinkzeichen der LEDs ablesen muss.

Für Upfiring-Lautsprecher, die zumindest indirekt per Deckenreflexion für die dritte Klangdimension sorgen können, war kein Platz mehr im Gehäuse. Hier setzt Philips also auf eine virtuelle Umsetzung. Das machen andere Hersteller ebenso, obwohl diese zumindest theoretisch den Platz für Höhenlautsprecher hätten.

Dennoch klingt die TAB6309 bei weitem nicht so dünn, wie sie aussieht. Die schlanke Soundbar macht mehr Alarm, als man ihr beim Ansehen zutrauen würde. Die dritte Klangdimension ist natürlich nicht so ausgeprägt, wie es mit extra Höhenlautsprechern zu machen wäre. Dennoch bildet die Soundbar einen authentischen Raum ab und liefert dazu ein sattes Bassfundament.

Die Philips TAB6309 ist die ideale Lösung, wenn ein optisch dezenter Auftritt gefragt ist und man trotzdem akustisch auf seine Kosten kommen will. Schlaues Design gepaart mit überzeugenden akustischen Eigenschaften ist zudem meist deutlich teurer als bei der Philips-Soundbar.

Sennheiser Ambeo Soundbar Max

Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiserambeo

Die Sennheiser Ambeo Soundbar Max sorgt allein mit ihren Abmessungen für einen gewaltigen Auftritt. Das Gehäuse ist über 1,20 Meter breit und immerhin gut 17 Zentimeter tief, da fallen die knapp 13 Zentimeter Bauhöhe kaum ins Gewicht.

Auch das mitgelieferte Mikrofon zum Einmessen gehört zur solideren Sorte. Als Standfuß dient nicht die sonst übliche Papprakete, sondern ein solider Standfuß, der eine stabile, individuelle Positionierung des Mikrofons erlaubt.

Der eigentliche Messvorgang, bei dem mehrere Messtöne durchlaufen werden, wird durch einen längeren Druck (ca. 4 Sekunden) auf die Ambeo-Taste im Bedienfeld gestartet und ist in wenigen Minuten erledigt. Personen sollten für eine möglichst exakte Anpassung währenddessen den Raum verlassen. Das Setup kann zum Schluss gespeichert oder bei Bedarf wiederholt werden.

Die Soundbar selbst nimmt alle möglichen verfügbaren Signale an und lässt sich via Bluetooth und NFC-Unterstützung mit dem Smartphone koppeln. Die Anschlüsse sind zwar gut versteckt, aber dennoch leicht erreichbar. Die NFC-Fläche befindet sich gut sichtbar im Bedienfeld auf der Oberseite.

Die sechs Presets Movie, Music, News, Sports, Neutral und Night sind mit der schlanken Fernbedienung abrufbar. Außerdem lässt sich der Ambeo-Modus ein- oder ausschalten. Mit der Smart Control App geht dann noch mehr, und es ist teilweise etwas komfortabler.

Der Sound, den die fertig eingerichtete Ambeo erzeugt, ist schlicht überwältigend: Alle Kanäle, selbst die rückwärtigen und die Dolby-Atmos-Kanäle, die hauptsächlich durch Reflexionen realisiert werden, kommen sehr klar definiert am Hörplatz an. Die Ambeo leistet hier ganze Arbeit, sodass man auch ohne Subwoofer nichts vermisst, wenngleich dieser natürlich ergänzt werden kann.

Die Ambeo Soundbar Max ist die ideale Soundbar für Leute, die unbedingt ohne Rears und Subwoofer auskommen wollen oder müssen, ohne dass die Klangqualität signifikant darunter leidet. Das betrifft übrigens alle Anwendungen, da die Ambeo auch sehr guten Stereo-Sound reproduziert. Als reines Frontsystem gibt es unseres Wissens kein anderes, das eine derart gute Surround- und Dolby-Atmos-Vorstellung abgibt.

LG DS80QY

Test Soundbar: LG DS80QY

Die LG DS80QY arbeitet nach dem innovativen 3.1.3-Prinzip. Sie verfügt neben den beiden üblichen Upfiring-Lautsprechern (rechts und links) über einen zusätzlichen dritten, der in der Mitte der Soundbar platziert ist.

Die LG DS80QY ist nur gut sechs Zentimeter hoch, die nach oben abstrahlenden Upfiring-Lautsprecher verbieten allerdings eine Aufstellung direkt unter dem Fernseher, da sie nach Möglichkeit frei nach oben abstrahlen sollen. Beim Subwoofer hat man auf die verbreitete Würfelform verzichtet, um mindestens eine schlanke Seite zu erhalten, sodass er möglichst dezent platziert werden kann. Der Subwoofer wird wie üblich drahtlos angesteuert. Sind Soundbar und Subwoofer eingeschaltet, verbinden sie sich automatisch, andernfalls gibt es auf der Rückseite des Subwoofers immer noch die bewährte Pairing-Taste. Anschließend erfolgt mithilfe der beiden Mikrofone in der Nähe des Touchfelds der Soundbar die automatische Raumeinmessung. Durch diese Mikrofone ist die DS80QY zudem mit dem Google Assistant sowie Amazon Alexa kompatibel.

Im anschließenden Hörtest funktionierte die dreidimensionale Dolby-Atmos-Wiedergabe auf Anhieb hervorragend. Für den individuellen Geschmack oder je nach Genre kann man unter den Presets das geeignete auswählen: Neben Standard, Music, Cinema und Clear Voice gibt es unter anderem auch den sogenannten Bass Blast, der untenrum nochmal ordentlich nachschiebt. Man kann die LG DS80QY jederzeit mit ebenfalls erhältlichen Surroundboxen zu einem echten 5.1.3-System ausbauen. Diese werden ebenso wie der Subwoofer drahtlos angesteuert und sind im Nu ins System integriert. Wie auch immer, es handelt sich in jedem Fall um ein preiswertes Soundsystem.

Sonos Arc Ultra

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Sonos Arc Ultra

Die Arc Ultra markiert aktuell die Spitzenposition der Soundbars von Sonos. Wie fast alle Sonos-Produkte lässt sich auch die Arc Ultra beliebig mit anderen Sonos-Geräten vernetzen, sogar mit dem Kopfhörer. Insgesamt 14 Lautsprecher stecken in dem schlanken Gehäuse. Das ist bewusst wie eine Röhre gestaltet, sieht dadurch noch schlanker aus, als es ohnehin schon ist. So misst es in der Höhe an der dicksten Stelle gerade einmal 7,5 Zentimeter, die Tiefe ist mit 11 Zentimetern da schon etwas mehr. Dafür ist die Röhre über einen Meter breit und sollte damit unter jeden Fernseher passen. Eine Wandbefestigung ist ebenfalls vorgesehen. Jedenfalls sind zwei Gewinde in der Rückseite eingelassen, die passende Halterung muss man allerdings extra erwerben.

Um Dolby Atmos als Input in die Sonos Arc zu bekommen, ist zwingend ein Fernseher mit eARC-kompatibler HDMI-Buchse vorgeschrieben. Zwar lässt sich die Arc ohne weiteres auch an den optischen Audio-Ausgang anschließen, den entsprechenden Adapter muss man allerdings zusätzlich erwerben, und Dolby-Atmos-Signal gibt es darüber auch keines.

Die im Prospekt angekündigte 9.1.4-Konstellation kann man zum großen Teil nur virtuell erreichen, da die rückwärtigen Kanäle und das zweite Paar Atmos-Lautsprecher nur simuliert werden können. Um dies optimal umzusetzen, ist es notwendig, die Soundbar mithilfe von TrueSound einzumessen. Das geht wiederum ausschließlich in der iOS-Version der App, alle anderen Nutzer gucken in die Röhre oder sehen sich anderweitig um. Wer allerdings ein iPhone oder iPad neueren Datums sein Eigen nennt, kommt natürlich auch bei der Arc Ultra auf seine Kosten, da sich die Soundbar inklusive der möglichen Erweiterungslautsprecher auf den Raum, in dem sie gehört werden, abstimmen lässt.

Wer mit den Einschränkungen der Sonos- und der Apple-Welt klarkommt, dem beschert das System ein ordentliches Sound-Erlebnis, zumal sich auch diese Sonos-Soundbar mit Hilfe des Sonos Sub 4 und/oder einem Set passender Rear-Speaker wie den Sonos Era 300 zu einem echten Surround-System mit druckvoller Bass-Unterstützung ergänzen lässt.

Bose Smart Soundbar

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Bose Smart Soundbar

Anders als beispielsweise Sonos verzichtet Bose bei der Smart Soundbar trotz umfangreicher App-Steuerung nicht auf die Fernbedienung. So ist die Smart Soundbar schnell mit dem Fernseher verkabelt und man kann direkt loslegen, ohne das Smartphone zücken zu müssen.

Über die App lassen sich weitere Funktionen steuern. Sobald die Soundbar ins Netzwerk integriert ist, kann man nicht nur die Steuerung per Alexa aktivieren, auch Chromecast lässt sich mithilfe eines einfachen Schiebers starten. Der Sound kann nun umfassender angepasst werden als mit der Fernbedienung. Der Surround-Effekt kann mit einer Anpassung vom Pegel der Center- und Höhen-Lautsprecher beeinflusst werden, für den Klang lassen sich zudem Bässe und Höhe einstellen. Hat man die Soundbar an der Wand montiert, weil das TV-Gerät ebenfalls dort hängt, lässt sich die Wiedergabe entsprechend anpassen.

Der KI-Dialogmodus automatisch, wenn ein Dialog übertragen wird. Dann stellt sich die Soundbar automatisch auf optimale Dialogverständlichkeit ein, um anschließend wieder in die Vollen zu gehen. Hier ist allerdings noch etwas Luft nach oben, weil wir zumindest bei einigen Dialogen den Eindruck hatten, dass die Smart Soundbar etwas zögerlich reagiert. Klanglich bewegt sich die Smart Soundbar auf dem gleichen Niveau wie ihre Vorgängerin, zumal man auch hier wieder mithilfe der Bose Surround Speaker und dem Bass Modul 500 nachrüsten und so dem rückwärtigen Bereich und dem Tiefbass ordentlich auf die Sprünge helfen kann, aber nicht in jedem Fall muss.

JBL Bar 800

Test Soundbar: JBL Bar 800

Die JBL Bar 800 erinnert in ihrer Bauweise mit den akkubetriebenen, rückwärtigen Lautsprechern ein wenig an die JBL Bar 9.1, die leider nicht mehr verfügbar ist. Dort hatten die Rears noch je einen Upfiring-Lautsprecher, welcher in der Bar 800 eingespart wurde.

Die Rears werden von Akkus versorgt, sind damit also komplett drahtlos, da sie nicht einmal eine Steckdose benötigen. Zum Aufladen werden sie einfach seitlich an die Dolby-Atmos-Soundbar gesteckt, die das dann mit erledigt. Sie sind eindeutig für den rechten und den linken Kanal zuständig und entsprechend markiert. Der Subwoofer ist so fett, dass er fast als Sitzmöbel durchgeht, er lässt sich also nicht großartig verstecken. Dafür macht er jedoch souverän alle Schandtaten mit, die ihm soundtechnisch abverlangt werden.

Die Fernbedienung ist schön einfach gestaltet, das Display zeigt alles Wichtige an, außerdem gibt es noch die JBL Bar Setup App. Die obligatorische Einmessung auf die Raumakustik lässt sich sowohl in der App als auch von der Fernbedienung aus starten. Dafür muss nur die Calibration-Taste gedrückt werden, woraufhin zwei Messdurchgänge vorgenommen werden.

Derart vorbereitet schafft die JBL Bar 800 ein beeindruckendes, dreidimensionales Soundpanorama mit einer Bassunterstützung, die selbst bei hohen Pegeln nicht einknickt.

LG DS80QY

Test Soundbar: LG DS80QY

Die LG DS70TY verfügt über nur einen Upfiring-Lautsprecher, der in der Mitte sitzt und den Center-Kanal unterstützen soll. Der Effekt ist, dass gerade Dialoge tatsächlich direkt vom Bildschirm zu kommen scheinen. Wir haben die DS70TY, übrigens wie alle anderen Soundbars auch, unter einer Leinwand aufgestellt, was diesem Effekt noch mal deutlich entgegenkommt.

Ausstattungsseitig gibt es hier zusätzlich einen durchgeschleiften HDMI-Eingang, womit sich die Möglichkeit ergibt, einen UHD-Player an den HDMI-Eingang anzuschließen und das Bild per HDMI-Ausgang an das TV-Gerät oder einen Beamer weiterzureichen. Der HDMI-Ausgang ist zudem eARC-kompatibel, sodass die Fernbedienung eines ebenfalls kompatiblen TV-Gerätes die wichtigsten Funktionen der Soundbar gleich mitsteuern kann.

Die DS70TY klingt ordentlich, woran auch der mitgelieferte Subwoofer einen großen Anteil hat. Allerdings wird Dolby-Atmos nur virtuell erzeugt, womit sie diesbezüglich hinter ihrer großen Schwester zurückstecken muss. Diese ist zwar etwas größer, schafft aber dank der in die Dolby-Atmos-Soundbar integrierten Upfiring-Lautsprecher einen besseren 3D-Sound und kostet dabei nur wenige Euro mehr.

Yamaha True X Bar 50A

Test Soundbar: Yamaha True X Bar 50A

Die Yamaha True X Bar 50A ist eine typische Kombi aus Soundbar und drahtlosem Subwoofer. Dieser verfügt mit einem 16-Zentimeter-Chassis zwar über einen Lautsprecher mit beachtlicher Größe und dem passenden Volumen, lässt sich jedoch aufgrund seiner schmalen Bauweise sehr dezent unterbringen.

Die True X Bar 50A ist im Handumdrehen aufgebaut und in das vorhandene Equipment integriert. Der Anschluss an die Quelle erfolgt wahlweise über einen optischen Digital-Eingang oder eine HDMI-Schnittstelle. Letztere hat den Vorteil, dass auch die Bildsignale beispielsweise vom UHD-Player an den Fernseher oder einen Beamer durchgereicht werden.

Die True X Bar 50A klingt sowohl im Surround- als auch im Dolby-Atmos-Betrieb sehr authentisch. Wie üblich passen die Klang-Voreinstellungen wie »Standard«, »Game« und vor allem »Movie« perfekt. Der Pegel des Subwoofers lässt sich stufenlos einstellen und per Bass-Extension sogar mit einem extra Boost versehen. Darüber hinaus gibt es noch die Clear-Voice-Taste für optimierte Sprachverständlichkeit. Die True X Bar 50A lässt sich mithilfe eines Sets WS-X1A-Lautsprecher zu einem 5.1.2-Setting erweitern. Ein Pärchen dieser akkubetriebenen Lautsprecher für die rückwärtigen Kanäle kostet knapp 300 Euro.

Die Yamaha True X Bar 50A weiß schon in der Grundausstattung sehr gut zu gefallen, sowohl in Sachen Klangerlebnis als auch seitens der unkomplizierten Einrichtung und Bedienung.

Denon Home Soundbar 550

Test Soundbar: Denon Home Soundbar 550

Es gibt zwar Soundbars, die selbst mit Subwoofer günstiger sind als die Denon Home Soundbar 550, eine solche Bass-Unterstützung ist bei der Denon aber auch nicht unbedingt notwendig. Sie deckt trotz ihrer recht kompakten Abmessungen ein ziemlich breites Klangspektrum ab und ist, ähnlich den Sonos-Produkten, mit weiteren Lautsprechern zu einem echten Surround-System mit Multiroom-Fähigkeiten aufrüstbar.

Die Denon Home Soundbar 550 lässt sich dank WLAN in das HEOS-Multiroom-System integrieren. Alternativ kann man die Soundbar mithilfe der gleichen Infrastruktur mit dem Denon Home Subwoofer und sogar mit rückwärtigen Lautsprechern, wie Denon Home 150 oder Denon Home 350, erweitern. Die Soundbar kann wahlweise per HDMI oder optischem Digital-Eingang an den Fernseher angeschlossen werden. Eine zweite HDMI-Schnittstelle ist als Eingang ausgelegt. Wird die Soundbar 550 darüber an die Quelle, beispielsweise einen UHD-Player angeschlossen, kann sie das Videosignal direkt an den Fernseher weiterreichen.

Beim Klangtest macht die Denon Home Soundbar 550 ihre Sache sehr gut, der Tieftonbereich geht nahtlos in den Mittel- und Hochtonbereich über. Natürlich reicht der Sound der Denon nicht so tief in den Basskeller wie eine Kombi mit Subwoofer, aber als Stand-alone-Lösung ist sie schon beeindruckend. Die Denon Home Soundbar 550 ist die ideale Lösung, wenn man kompakte Abmessungen sucht und auf Subwoofer verzichten muss oder will bzw. später nachrüsten möchte. Sie ist übrigens, ob mit oder ohne Subwoofer deutlich günstiger als beispielsweise eine gleichwertige Sonos-Kombi.

LG DS95TR

Test Soundbar: LG DS95TR

Die LG DS95TR ist nicht nur eine der größten Ausbaustufen einer Soundbar, sie verfügt auch über einige technische Raffinessen aus dem Hause LG. Die markanteste ist sicher der dritte Upfiring-Lautsprecher, der in der Mitte des Klangriegels nach oben abstrahlt, andere Hersteller feuern lediglich den rechten und den linken Kanal nach oben in die dritte Sound-Dimension. Da Dolby hierfür allerdings keinen separaten Kanal vorsieht, füttert LG diesen zumindest anteilig mit dem Signal des Center-Kanals, womit gerade Dialoge noch besser auf Bildschirmhöhe transportiert werden.

Interessanter sind da schon die drahtlos angesteuerten rückwärtigen Boxen mit je einem Upfiring-Lautsprecher, diese beiden Kanäle werden nämlich tatsächlich vom Dolby-Atmos-Tonformat bespielt, sodass sich mit der DS95TR ein komplettes 7.1.4-Setup realisieren lässt. Bedient wird die DS95TR wahlweise über Touchfelder direkt am Gerät oder per mitgelieferter Fernbedienung. Umfangreicher geht das per App, dort kann man zudem die Pegel der einzelnen Kanäle gezielt beeinflussen, außerdem ergeben sich mit dem Smartphone umfassende Streaming-Möglichkeiten.

Steht die Soundbar gar unter einem neueren LG-Fernseher, lässt sie sich ganz einfach über dessen Menü ansteuern, was dank Wow-Orchestra-Kompatibilität weit über die Kombination mit anderen Geräten hinausgeht. Selbst wenn das Zusammenspiel der LG DS95TR mit einem passenden LG-Fernseher perfekt ist, kann sie auch in anderen Kombinationen überzeugenden 3D-Sound reproduzieren. Zumal sie über die App von der AI Room Calibration profitiert und damit hervorragend auf die Raumakustik und den Sitzplatz eingemessen werden kann.

Sennheiser Ambeo Soundbar Mini

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Sennhiser Ambeo Soundbar Mini

Die Ambeo Soundbar Mini ist die kleinste aus der Ambeo-Familie von Sennheiser. Die Soundbar steht mit ihrer Breite von gerade mal 70 und der Höhe von gut sechs Zentimetern fast schon unscheinbar unter dem Fernseher. Dennoch wird sie mit ihren Leistungen im üblichen Wohnzimmer oftmals ausreichen, denn von den größeren Geschwistern hat sie unter anderem die sehr gute Software zum Einmessen auf die Raumakustik übernommen.

Anders als beispielsweise bei Sonos, wo dieses Feature ausschließlich Besitzern eines iPhones vorbehalten ist, lässt sich die Soundbar Mini auch einfach übers Android-Smartphone einmessen. Das liegt ganz einfach daran, dass Sennheiser die notwendigen Mikrofone gleich in die Dolby-Atmos-Soundbar integriert hat, also nicht auf das im Smartphone zurückgreifen muss.

Die Dolby-Atmos-Soundbar kann ausschließlich per HDMI-Schnittstelle Verbindung zum Fernseher aufnehmen. Alle externen Player, Receiver oder Konsolen müssen also dort angeschlossen werden. Dafür hat man dank Kompatibilität mit eARC (Audio-Rückkanal) den Komfort, die Soundbar größtenteils über die TV-Fernbedienung steuern zu können. Allerdings liegt der Soundbar Mini auch eine eigene Fernbedienung bei, mit der sich sämtliche Einstellungen vornehmen lassen. Lediglich zur Anpassung auf die Raumakustik ist die Sennheiser Smart Control App notwendig und natürlich zum Streaming sowie für die üblichen Firmware-Updates.

Wer selbst in größeren Räumen nicht auf aufrüttelnde Bass-Attacken verzichten möchte, kann die Soundbar Mini mit einem zusätzlichen Ambeo Sub nachrüsten. Laut Sennheiser sind sogar bis zu vier Subwoofer möglich, die dann auch allesamt in die Einmessung einbezogen werden. Uns reichte schon ein Exemplar, um die Soundbar selbst von der Last der tiefsten Töne zu befreien, sodass sie sich mehr auf die räumliche Abbildung konzentrieren kann.

Die Soundbar Mini ist eine echte Alternative zu den Soundbars von Sonos, weil sie einen weit größeren Kosmos bedient.

Sony HT-S2000

Amazon räumt die Lager: 49 % Rabatt auf Sony 3.1-Kanal-Soundbar mit Dolby Atmos

Die Sony HT-S2000 ist als 3.1-System ausgelegt. Der Subwoofer wird direkt von zwei Lautsprechern gebildet, die übrigen drei Kanäle, also Rechts, Links und Center von drei baugleichen Chassis. Die dritte Klangdimension entsteht rein virtuell. Das gelingt den Ingenieuren von Sony immer besser, wie sich schon nach wenigen Klängen herausstellt. Die HT-S2000 lässt sich zügig anschließen, wenngleich wir eine zweite HDMI-Schnittstelle vermissen, damit man das Bildsignal gegebenenfalls mit durchschleifen kann.

Den TV kann man wahlweise mit der HDMI-Buchse oder per optischem Kabel verbinden. Die HDMI-Buchse ist mit ARC kompatibel, sodass zur Bedienung der Soundbar die TV-Fernbedienung reicht, zumindest für die wichtigsten Funktionen. Jüngere TVs aus Sonys Bravia-Reihe können die Soundbar sogar komplett steuern. Die HT-S2000 lässt sich zudem mit den drahtlosen rückwärtigen SA-RS5 und/oder mit dem ebenfalls drahtlosen Subwoofer SW5 kombinieren, die dann allesamt über die Sony Music App gesteuert werden können.

Als Einzelkämpfer macht sie allerdings auch schon eine gute Figur. Das Klangbild geht weit über die eigentlichen Abmessungen der Soundbar hinaus und sie schafft trotz ihrer schlanken Bauweise einen eindrucksvollen Bass.

Bei den virtuellen Dolby-Atmos-Soundbars spielt die Sony HT-S2000 ganz oben mit. Besitzer eines Bravia-TVs von Sony ist sie natürlich besonders geeignet.

LG DSC9S

Test Dolby-Atmos-Soundbar: LG DSC9S

Die LG DSC9S verfügt über drei Upfiring-Lautsprecher, wo sonst nur zwei untergebracht werden. Allerdings steckt hier noch mehr im Karton, was hauptsächlich für Besitzer von LG-TVs interessant sein dürfte. Speziell für die Serien C3 und C2 liegt nämlich das sogenannte Soundbar-Matching-Kit bei, welches die Soundbar fest mit den 55-, 65- und 77-Zoll-Modellen verbindet, ganz egal, ob der TV nun an der Wand befestigt oder auf dem Sideboard abgestellt wird. Ist die Soundbar dann mit dem LG-Fernseher auch verkabelt, kann der Sound beider Geräte mithilfe der LG-eigenen Wow-Orchestra-Funktion kombiniert werden. Die Soundbar lässt sich sogar zusammen mit den eingebauten TV-Lautsprechern auf die Raumakustik einmessen.

Die DSC9S arbeitet auch sehr gut mit Fernsehgeräten anderer Marken zusammen. Das ergibt allerdings wenig Sinn, weil dann das Soundbar-Matching-Kit überflüssig ist und die Soundbar ihr Potenzial nicht voll ausspielen kann. Wer dagegen einen kompatiblen LG der C3- oder C2-Serie besitzt, erhält zusammen mit der LG DSC9S ein nahezu unschlagbares Team. Besitzer anderer Marken sollten eher zur DS80QY greifen. Das Matching-Kit ist da nicht dabei, dafür ist sie etwas günstiger und hat mehr Wumms.

Polk Magnifi Max AX

Test Soundbar: Polk Magnifi Max AX

In der Polk Magnifi Max AX sorgen insgesamt elf Lautsprecher-Chassis für die 3D-Sound-Performance. Zwei davon strahlen als Reflektor-Lautsprecher nach oben ab, um die Reflexion von der Zimmerdecke für die dritte Dimension zu nutzen. Für den angemessenen Druck im Tieftonbereich ist der separate Funk-Subwoofer zuständig. Insgesamt ergibt das ein 5.1.2-Set, welches mit über einem Meter Breite vor dem Fernseher steht. Der Subwoofer ist zwar auch nicht klein, bei der Platzwahl jedoch erheblich anspruchsloser.

Zur Erweiterung auf ein 7.1.2-System steht mit den Polk SR2 ein Set Rear-Lautsprecher zur Verfügung. Wer sich direkt für eine Dolby-Atmos-Soundbar inklusive Rears entscheidet, greift zur Magnifi Max AX SR, da sind sie gleich mit dabei und das Set ist insgesamt günstiger, als die Rears separat nachzukaufen.

Die Magnifi Max AX verfügt über insgesamt drei HDMI-Eingänge, die das Bildsignal an den Ausgang weiterreichen und auf diesem Weg den Ton abzapfen. Wer die Rears stellen kann und mag, sollte sich allerdings direkt das große Set zulegen. Die SR2 bauen eine Funkverbindung zur Soundbar auf, benötigen also keine Kabelverbindung. Eine Steckdose sollte allerdings jeweils in Reichweite sein. Sie sind zur leichteren Installation direkt als linke und rechte Box gekennzeichnet.

Die Einrichtung der Dolby-Atmos-Soundbar ist denkbar einfach. Es gibt zwar keine Einmessung auf die Raumakustik, immerhin lässt sich jedoch die aktuelle Entfernung zur Zimmerdecke eingeben, damit die Upfiring-Lautsprecher entsprechend angesteuert werden können.

Die Magnifi Max AX ist eine vielseitige und dabei recht günstige Soundbar, wir empfehlen allerdings die Magnifi Max AX SR, sofern die Stellmöglichkeiten vorhanden sind. Sie kostet nur ein wenig mehr, der Surround-Effekt wird aber mit den zusätzlichen Rears um ein Vielfaches authentischer.

Sennheiser Ambeo Soundbar Plus

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Sennheiser Ambeo Soundbar Plus

Die Sennheiser Ambeo Soundbar Plus ist die kleine Schwester der Ambeo Soundbar Max. Um die beiden besser voneinander unterscheiden zu können, wurde die ehemalige Ambeo-Soundbar mit dem Zusatz »Max« versehen, die kleinere hat den Zusatz Plus.

Kleiner ist aus technischer Sicht allerdings relativ, denn auch die Ambeo Plus befeuert mit insgesamt neun Lautsprechern bis zu 7.1.4-Kanäle. Auch wenn die rückwärtigen Kanäle sowie der dreidimensionale sehr gut umgesetzt werden, kommt sie doch nicht ganz an die große Schwester heran. Auch die Bass-Performance reicht gerade in größeren Räumen nicht aus, man kann die Ambeo Soundbar Plus allerdings auch mit einem externen Subwoofer unterstützen.

Eine Anpassung an die Raumakustik erfolgt mithilfe der in die Dolby-Atmos-Soundbar integrierten Mikrofone einfach und schnell. Die Steuerung erfolgt wahlweise mit der Fernbedienung oder auch mit der Sennheiser Remote App, die bei weitem mehr Möglichkeiten bietet.

Insgesamt geht die Ambeo Soundbar Plus gut als kompaktere Alternative zur Soundbar Max durch, wäre da nicht der geringe Preisunterschied: So ist das Max-Modell aktuell für knapp 2.000 Euro und damit deutlich unter dem ursprünglichen UVP zu haben. Die Ambeo Soundbar Plus liegt knapp 500 Euro darunter, was sich durch die Notwendigkeit eines externen Subwoofers in größeren Räumen allerdings wieder relativiert.

Canton Smart Soundbar 10

Test Soundbar: Canton Smart Soundbar 10

Grundsätzlich kann die Canton Smart Soundbar 10 völlig autark aufspielen. Wem der letzte Kick im Tiefbassbereich fehlt, der kann zudem den Subwoofer Smart Sub 8 zuschalten. Das empfiehlt sich normalerweise allerdings erst bei Raumgrößen ab 30 Quadratmetern. Dann kommt auch ein Set der Smart Soundbox 3 als Unterstützung des Surround-Sounds in Frage. Beides funktioniert kabellos und lässt sich beinah im Handumdrehen mit der Soundbar 10 zu einem veritablen 5.1.2 komplettieren.

Über ein Onscreen-Menü lassen sich die akustischen Parameter wie Abstände und Pegel der einzelnen Kanäle sowie Raumhöhe, Deckenabstand etc. einstellen. Auch die Grundeinstellungen für das WLAN lassen sich komfortabel über das Menü vornehmen.

Nachdem die Raumhöhe sowie die Standhöhe der Dolby-Atmos-Soundbar korrekt eingegeben sind, kann man schon loslegen. Hat man in der Ausbaustufe etwa einen Subwoofer oder gar zwei Surround-Lautsprecher angeschlossen, lassen sich auch diese über das Menü der Dolby-Atmos-Soundbar auf den Raum und den Hörplatz einstimmen.

Als nächsten Schritt setzen wir den Smart Sub 8 ein. Das ist schnell passiert, und der Subwoofer verleiht dem Set hör- und spürbar mehr Druck im Bass- und Tiefbassbereich. Das entlastet außerdem die Lautsprecher der Soundbar so weit, dass auch diese noch mal zulegen können und nun mit unverzerrtem Pegel selbst große Wohnzimmer mühelos beschallen können. Preislich liegen wir jetzt allerdings schon oberhalb der magischen 1.000-Euro-Schwelle, das sollten Sie jedoch in entsprechend großen Räumen investieren.

Die Smart Soundbar 10 kommt in den meisten Räumen ohne zusätzlichen Subwoofer aus. Wer mehr Tiefgang braucht oder sein Heimkino in einem Raum jenseits der 30 Quadratmeter bzw. mit komplexer Raumakustik betreibt, kann den optionalen Subwoofer Smart Sub 8 dazugesellen. Darüber hinaus lassen sich die Surround-Qualitäten mithilfe der optionalen Smart Soundbox 3 verbessern.

Eine Einmess-Routine bietet die Smart Soundbar 10 nicht. Die Anpassung an die Raumakustik oder vielmehr an die Abstände zu Decken, Wänden und Sitzplatz muss per Hand vorgenommen werden. Wenn Sie den HDMI-Ausgang an einen Bildschirm oder Beamer anschließen, erhalten Sie allerdings ein hilfreiches Menü zur Eingabe der korrekten Daten.

Bowers & Wilkins Panorama 3

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Bowers & Wilkins Panorama 3

Die Panorama 3 vom Klangspezialisten Bowers & Wilkins besteht ausschließlich aus dem Klangriegel, da gibt es keinen externen Subwoofer und noch nicht mal eine Fernbedienung liegt dem Gerät bei. Die Bedienung erfolgt über eine Touchfläche am Gerät, die mit einem Näherungssensor versehen ist. Sie registriert also, wenn sich eine Hand nähert und macht dann automatisch die Touchfelder sichtbar. Alles andere, auch die mögliche Einbindung in ein Multiroom-System erfolgt per App über das Smartphone, wozu beide Geräte im selben WLAN unterwegs sein müssen. Wenn das nicht gleich auf Anhieb klappt, können Sie die Panorama 3 auch einfach per LAN-Kabel ins Netzwerk bringen.

Der Soundbar liegt ein Wandbefestigungssystem bei, das ganz ohne Verschraubungen an der Soundbar selbst auskommt. Einfach die Halterung an gewünschter Stelle an die Wand schrauben, zwei Gummiabdeckungen aus der Rückseite der Panorama 3 ziehen und die Soundbar einfach aufstecken – fertig. Die Anschlussvielfalt ist überschaubar, das TV-Gerät wird wahlweise per HDMI- oder optischem Audio-Kabel angeschlossen. Die Dolby-Atmos-Soundbar hängt jetzt ganz dezent unter dem Fernseher, das gilt allerdings keinesfalls für den Ton.

Für den Dolby-Atmos-Sound werden zwei ausgewachsene Zweiweg-Systeme eingesetzt, es strahlen also jeweils ein Breitband- und ein Hochtonlautsprecher nach oben ab. Entsprechend wird man dann auch von der sehr räumlichen Klangskulptur eingehüllt Den Subwoofer haben wir übrigens lange Zeit gar nicht vermisst. Wer die Panorama 3 dennoch mit zusätzlichem Druck unterstützen möchte, dem steht es frei, selbst nachträglich einen Subwoofer, idealerweise von Bowers & Wilkins hinzuzufügen.

Loewe Klang Bar5 mr

Test Soundbar: Loewe Klang Bar5 mr

Die Klang Bar5 mr von Loewe wird standardmäßig zusammen mit dem Subwoofer sub5 ausgeliefert, einer der Gründe für den recht hohen Preis. Allerdings stecken neben solider Entwicklungsarbeit auch ein hervorragendes Design und eine hochwertige Verarbeitung der Komponenten auf der Haben-Liste.

Die Klang Bar5 verfügt mit ihren beiden im Upfiring-Betrieb eingesetzten Dolby-Atmos-Lautsprechern über echte 3D-Sound-Qualitäten. Sie kann einfach über den digitalen Audio-Ausgang des TV-Gerätes angeschlossen werden, dank der beiden HDMI-Eingänge und des eARC-kompatiblen Ausgangs geht sie allerdings auch als kleine Steuerzentrale im Wohnzimmer durch.

Mit zusätzlichen Lautsprechern der Loewe-klang-mr-Reihe kann man die Soundbar bei Bedarf zu einem kompletten 5.1.2-System ausbauen. Allerdings verbindet Loewe die Lautsprecher über ein eigenes Funkprotokoll miteinander, was die Auswahl der tauglichen Boxen auf die kompatiblen Lautsprecher von Loewe beschränkt. Anders sieht das bei den Multiroom-Fähigkeiten der Loewe-Soundbar aus – hier werden neben Airplay, DTS Play-Fi und anderen die wichtigsten markenübergreifenden Protokolle unterstützt, sodass man hier beliebig kombinieren kann.

Die Stärke der Loewe Klang Bar5 mr liegt eindeutig in der räumlichen Abbildung sowie in einer besonders guten Dialogverständlichkeit und in der komfortablen Ausbaufähigkeit. Auch die Einzelpegel der Kanäle in der Soundbar lassen sich einstellen, womit zumindest eine rudimentäre Anpassung an die Raumakustik möglich ist – mit erstaunlichem Ergebnis.

Zusammen mit der insgesamt einfachen Einrichtung sprechen auch die hochwertigen Materialien und deren perfekte Verarbeitung für die Klang Bar.

Samsung HW-Q700A

Test  Dolby-Atmos-Soundbar: Samsung HW-Q700A

Wie die meisten Soundbars ist auch die Samsung HW-Q700A schnell aufgebaut, angeschlossen und betriebsbereit. Für den Anschluss steht neben einem HDMI-Eingang noch ein optischer Digital-Eingang zur Verfügung. Sie kann das Audiosignal wahlweise vom Fernseher bekommen oder direkt von der Quelle. In diesem Falle wird das Videosignal über die HDMI-Buchsen an den Fernseher weitergereicht.

Im Alltagsbetrieb reicht meist die übersichtliche Fernbedienung, die ziemlich intuitiv bedruckt ist. Einzig das Display, welches als unscheinbares Dotmatrix rechts hinter der Lautsprecherbespannung glimmt, ist nicht besonders aufschlussreich. Besser geht es daher mit der SmartThings App, die einen viel komfortableren Überblick über die Presets gibt, als es das Minidisplay kann.

Die HW-Q700A stellt mehrere Voreinstellungen für den passenden Sound bereit: Surround, Game sowie Adaptiv Sound. Liegt ein Dolby-Atmos-Signal vor, stellt sich die Soundbar automatisch darauf ein. Per Fernbedienung kann man sogar Einfluss auf die unterschiedlichen Lautsprecherkanäle, wie den Subwoofer, den Center sowie die Front-Top-Lautsprecher, nehmen. Gerade mit letzterer Einstellung lässt sich das Dolby-Atmos-Erlebnis an den Hörraum anpassen. Auch hier liefert die App die komfortableren Einstellmöglichkeiten, weil man nicht mühsam das Display ablesen muss.

Der Sound der Samsung HW-Q700A löst sich sehr schön von der Soundbar. Eine kleine akustische Senke scheint es zwischen dem Subwoofer und der Soundbar zu geben, was aber das gesamte Klangbild nicht trübt. Wenn Sie also für dreidimensionalen Kinosound nicht allzu viel Geld investieren wollen, ist die Samsung HW-Q700A sicher eine Hörprobe wert.

LG DQP5

Test  Dolby-Atmos-Soundbar: LG DQP5

Die LG DQP5 ist wahlweise in Weiß, wie unser Testgerät, oder in Grau erhältlich. Wie auch immer, die Soundbar ist eine der kompaktesten am Markt. Die eigentliche Dolby-Atmos-Soundbar ist kaum größer als manch gängiger Bluetooth-Lautsprecher. Umso erstaunlicher ist, dass in dem kompakten Gehäuse sogar zwei Lautsprecher nach oben abstrahlen, um per Deckenreflexion für beeindruckenden 3D-Sound zu sorgen.

Beim mitgelieferten Subwoofer sieht es nicht viel anders aus, mit seiner schmalen Stirnseite hält er sich ebenfalls recht bedeckt im Hintergrund. Er arbeitet nach dem Frontfire-System, sodass das Netzkabel elegant in einer Mulde im Boden verschwinden kann.

Die Fernbedienung und damit die Bedienung sind recht übersichtlich. LG arbeitet fast ausschließlich mit kleinen Symbolen, die aber recht intuitiv sind. Ähnliche Symbole finden sich auch an der Rückseite der Soundbar, über den Anschlüssen. Klanglich ist die kleine LG DQP5 ganz groß, wenngleich sie nicht so raumfüllend ist wie manch andere. Auffallend ist der sehr gute Übergang zwischen Soundbar und Subwoofer: Es gibt keine hörbare Lücke und die Kombi reicht tief bis in den Basskeller hinab. Lediglich bezüglich der Breite des Klanggeschehens muss man leichte Abstriche in Kauf nehmen, zumindest im Vergleich zu den Konkurrenten mit mehr Baubreite.

Polk Signa S4

Test Dolby-Atmos-Soundbar: Polk Signa S4

Der Polk Signa S4 sieht man es von außen kaum an, dass insgesamt sieben Lautsprecher für den Sound aus dem Klangriegel verantwortlich sind. Hinzu kommt der kabellos betriebene Subwoofer, der trotz seiner eher kompakten Bauweise für ausreichend Punch bei den tiefen Frequenzen sorgt.

Die Fernbedienung ist wie bei den meisten Soundriegeln einfach und damit übersichtlich gehalten. Eine der drei Quellen wird ausgewählt, also Fernseher, AUX oder Bluetooth. Darunter lassen sich Lautstärke und Bass-Pegel einstellen, und darunter wiederum stehen drei Tasten für drei unterschiedliche Klang-Presets zur Verfügung, nämlich Film, Musik und der sogenannte Mitternacht-Modus, der die Lautstärke nachbarfreundlich absenkt, ohne die Soundfülle zu drastisch zurückzunehmen. Ganz unten stehen dann noch drei Tasten zum Voice Adjust zur Verfügung, womit sich die Qualität des Dialogsounds verbessern lässt.

In der Polk Signa S4 Soundbar kommen echte Upfiring-Lautsprecher zum Einsatz, der Schall wird vertikal, also direkt nach oben gen Decke abgestrahlt, von wo er reflektiert wird, um einen 3D-Soundeffekt zu erhalten. Manche Hersteller nutzen dafür den Schall horizontal abstrahlender Lautsprecher, der dann schon in der Soundbar einmal umgelenkt wird, um jetzt schon indirekt durch Öffnungen im Gehäuse einen 3D-Effekt zu erzeugen. Das ist billiger, weil man Lautsprecher spart, akustisch aber nicht ganz trivial zu lösen.

Wir waren mit dem Klang der Polk Signa S4 Soundbar dagegen rundum zufrieden. Der Subwoofer lässt es trotz seines recht geringen Volumens bei Bedarf ordentlich krachen, wobei der akustische Übergang zur Soundbar sehr gut gelingt. Der Filmsound kommt je nach Deckenhöhe ziemlich raumfüllend zum Sitzplatz. Die Upfiring-Lautsprecher sind für Deckenhöhen von ca. 2,50 Metern optimiert, was in den meisten Wohnzimmern problemlos funktioniert. Die Signa S4 leistet für ihr Geld schon sehr viel, komplexere Räume benötigen komplexere Soundsysteme – und die sind dann auch teurer.

Sonos Arc

Test Soundbar: Sonos Arc

Die Sonos Arc ist nach der Playbase, der Playbar und der Beam die dritte Soundbar des amerikanischen Multiroom-Spezialisten. Diesmal ist der Sonos-Soundbarren sogar mit Dolby Atmos kompatibel, wenn auch nur unter besonderen Voraussetzungen, wie wir noch sehen werden.

Die Sonos Arc ist eine imposante, gleichzeitig aber recht elegante Erscheinung, zumindest merkt man ihr die Länge von deutlich über einem Meter kaum an. Wir hatten die Arc zusammen mit einem Paar Sonos One SL zur Unterstützung der rückwärtigen Kanäle zum Testen. Man kann das Set in dieser Konstellation auch als Sonos Arc Surround Set ordern. In der nächsten Ausbaustufe wäre dann der ebenfalls von den anderen Sonos-Geräten bekannte Sonos Sub möglich, nach unserer Auffassung aber kaum notwendig.

Typisch für den Hersteller Sonos gibt es zahllose Kombinationsmöglichkeiten der Lautsprecher untereinander. Auf der anderen Seite, also dem Eingang, sieht es dagegen ganz anders aus: Bluetooth-Streaming ist ebenso Fehlanzeige wie der Input digitalen Soundmaterials über gängige Schnittstellen wie HDMI oder den optischen Digitaleingang. Um Dolby Atmos als Input in die Sonos Arc zu bekommen, ist zwingend ein Fernseher mit eARC-kompatibler HDMI-Buchse vorgeschrieben.

Die Einrichtung der Sonos Arc, die ausschließlich per Smartphone-App und WLAN erfolgt. Wer bereits über eine Sonos-Infrastruktur verfügt, ist jetzt fein raus, denn die Sonos Arc ist schnell als neues Gerät hinzugefügt. Zwar gibt es die Sonos App auch für Android-Geräte, sie funktioniert mit Apple-Geräten aber deutlich besser. Außerdem ist TruePlay, die Einmessung der Soundbar an die Raumakustik, nach wie vor auf Apple-Geräte beschränkt.

Die Sonos Arc bringt im Vergleich einfach zu viele unnötige Fallstricke mit, um ein einfaches Dolby-Atmos-Feeling zu gewährleisten. Als Ergänzung einer bereits vorhandenen Sonos-Landschaft geht die Sonos Arc mehr als in Ordnung, vorausgesetzt, Sie verfügen über einen Fernseher mit eARC-unterstützter HDMI-Buchse. Für alle anderen ist die Sonos Soundbar schlicht zu teuer für das Gebotene.

Xoro HSB 50 ARC

Test Soundbar: Canton Smart Soundbar 10

Gut 50 Zentimeter breit ist die Xoro HSB 50 ARC, damit ist sie für kleinere Räume mit entsprechend kleinen Fernsehern prädestiniert. Sie passt mit etwa acht Zentimetern Bauhöhe aber locker auch unter den PC-Monitor auf dem Schreibtisch. Die vorhandenen Anschlüsse – analog wie digital – erlauben eine problemlose Kombination mit dem PC.

Das besondere Feature, nämlich die ARC-Kompatibilität, ergibt tatsächlich nur in Kombination mit einem kompatiblen Fernseher Sinn. Über den Audio-Rückkanal (ARC) lässt sich die Soundbar nämlich auch von der TV-Fernbedienung aus steuern, was für einigen Bedienkomfort sorgt.

Darüber hinaus gibt es noch je einen optischen und einen elektrischen Digital-Eingang sowie analoge Cinch-Buchsen. Seitlich, und damit besonders gut zugänglich, finden sich noch eine USB-Buchse zum Abspielen von einem Speicher-Stick sowie ein weiterer analoger Stereo-Eingang in Form einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Außer über die Eingangsschnittstellen lässt sich die HSB 50 zudem auch drahtlos via Bluetooth mit Musik versorgen.

Trotz ihrer geringen Abmessungen liefert die HSB 50 ARC deutlich mehr Klangvolumen als die meisten Fernseher. Auch die Stereo-Basis ist mehr als in Ordnung. Mit ihren kompakten Abmessungen wird die HSB 50 ARC gern unterschätzt. Die Anschlussvielfalt, der Bedienkomfort und schließlich auch der Klang sorgen im Alltagsbetrieb allerdings für so manche Überraschung und lösen ganz nebenbei das eine oder andere Aufstellungsproblemchen.

LG DS40T

Test Soundbar: LG DS40T

Anders als die große Schwester, die unseren Favoriten stellt, handelt es sich bei der LG DS40T um eine günstigere, allerdings auch deutlich abgespeckte Soundbar. Eine offensichtliche Sparmaßnahme ist das externe Netzteil, welches der Soundbar beiliegt. Ein weiteres Indiz ist die Fernbedienung, die sich deutlich von den anderen Gebern von LG unterscheidet.

Anschlussseitig mangelt es dagegen kaum an etwas, zumal auch hier die HDMI-Buchse ARC-kompatibel ist, sich die Soundbar also auch mit der des TV-Gerätes steuern lässt. Einen optischen Eingang gibt es ebenso wie die USB-Buchse für externe Datenträger. Das Smartphone lässt sich kabellos via Bluetooth andocken, verzichten muss man hier lediglich auf den analogen AUX-Eingang.

Das Koppeln mit dem Subwoofer geht zumeist vollkommen automatisch, bei Bedarf hilft die Pairing-Taste auf der Rückseite. Bei der Bedienung helfen sowohl verschiedenfarbige LEDs als auch die Voice-Control, die über den aktuell ausgewählten Betriebszustand Auskunft gibt.

Klanglich reicht die DS40T kaum an ihre große Schwester heran. Dennoch geht der Sound für den Preis in Ordnung, zumal das Set sich auch recht pegelfest gibt. Im Movie Preset realisiert die Soundbar sogar eine recht breite Klangbühne. Leider reicht es im Gesamtpaket aus unserer Sicht nicht für eine Empfehlung.

Philips TAB5309

Test Soundbar bis 200 Euro: Philips TAB5309

Die Philips TAB5309 gehört auch zu den hochwertigen Soundbars in dieser Preisklasse: Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Ausstattung mit Schnittstellen liegt leicht über dem Standard, was sich in der zusätzlichen AUX-Buchse äußert, und am eingebauten Netzteil sowohl in der Soundbar als auch im Subwoofer, was nicht durchgängig der Fall ist.

Das allein macht allerdings nicht den Unterschied zur Konkurrenz, die TAB5309 lässt sich nämlich außer direkt am Gerät und per mitgelieferter Fernbedienung auch per Philips Entertainment App bedienen. Das ist unter Umständen sogar einfacher als per Fernbedienung, da die Philips-Soundbar nur über farblich unterschiedliche LEDs Auskunft über diverse Einstellungen und Betriebszustände anzeigt.

Wer sich also nicht die Mühe machen möchte, die Blinkzeichen auswendig zu lernen, ist mit der App besser dran. Auch lassen sich so weit differenziertere Einstellungen vornehmen als per Fernbedienung. Ansonsten verhält sich die Soundbar eher unauffällig, was auch für den Klang gilt, und gerade da ist das durchaus positiv gemeint.

Obwohl die Philips TAB5309 mit knapp 77 Zentimetern nicht zu den besonders breiten Soundbars gehört, vermag sie es dennoch, eine Klangbühne aufzuspannen, die deutlich über die Abmessungen der Soundbar hinausgehen. Der kabellos angedockte Subwoofer unterstützt bei Bedarf tatkräftig und souverän.

Sharp HT-SBW202

Test Soundbar: Sharp HT-SBW202

Die Sharp HT-SBW202 kommt zusammen mit einem kabellosen Subwoofer und damit sehr preiswert. Selbst wenn man vom Klang keine Wunder erwarten sollte, schlägt sie sich erstaunlich gut.

Die Einrichtung und der alltägliche Gebrauch gestalten sich unkompliziert, was nicht zuletzt daran liegt, dass die HT-SBW202 über ein Display verfügt. Selbst wenn dieses ziemlich rudimentär ist, funktioniert die Kommunikation doch besser als bei anderen Geräten, bei denen sich die Betriebsart nur über verschiedenfarbige LEDs ablesen lässt.

Der Sound der Sharp HT-SBW202 ist erstaunlich gut, zumindest so lange die Lautstärke sich nicht am oberen Rand bewegt. Außerdem verfügt sie über umfangreiche Klangregelung – Presets für Film, Musik oder Nachrichten stehen ebenso zur Verfügung wie eine klassische Klangregelung mit der Einstellung von Bässen und Höhen. Das alles geht direkt über die Fernbedienung, ohne dass man lange durchs Menü zappen muss. Bei hohen Pegeln wird’s dann schnell nasal und der Subwoofer fängt an, zu dröhnen. Damit eignet sich die Soundbar perfekt für die Studentenbude, auch dank der fairen Preisgestaltung.

Nubert NuPro AS-2500

Test Soundbar: Nubert nuPro AS-2500

Bei den Sounddecks sind Produkte der Audio-Experten von Nubert längst eine feste Größe, mit der neuen NuPro AS-2500 bevorzugt man jetzt schlankere Abmessungen, um das Angebot auf den lukrativen Soundbar-Markt auszuweiten. Nubert setzt auch hier konsequent auf eine rein zweikanalige, also stereofone Umsetzung des Fernsehtones. Allerdings werden pro Kanal insgesamt drei Lautsprecher-Chassis eingesetzt, je ein Hochtöner und ein Mitteltöner strahlen nach vorn ab. Unten im Boden sitzt zudem je ein Bass-Chassis, das nach unten abstrahlt und jeweils von einer seitlich abstrahlenden Bassreflex-Öffnung unterstützt wird. Wie bei Nubert üblich gibt es die Soundbar sowohl in Schwarz als auch in Weiß.

Anschlussseitig ist die Soundbar für sämtliche Quellen offen, digital wie analog, die passenden Kabel liegen wie üblich schon bei. Es gibt sogar eine Buchse für einen externen Subwoofer, für eine drahtlose Anbindung greift man auf die Nubert NuConnect trX zu, die ist mit den Funk-Subwoofern und auch anderen Gerätschaften des Herstellers kompatibel. Via Bluetooth lässt sich die Soundbar vom Smartphone speisen, sogar per verlustarmen aptX-Codec. Dasselbe gilt für die Bedienung, die hauptsächlich per Fernbedienung erfolgt, aber auch leicht mit Hilfe des großen Drehknopfes und der umliegenden LEDs an der Front vorgenommen werden kann.

Beim Soundtest gibt es ebenfalls keine Überraschung: Auch die NuPro AS-2500 stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass zwei Kanäle für ein breites, räumliches Klangerlebnis prinzipiell vollkommen ausreichen. Wer mehr Räumlichkeit möchte, kann die Bühnenbreite per Tastendruck in zwei Stufen erweitern. Die nach unten abstrahlenden Tieftöner liefern dazu ein solides wie trockenes Bassfundament, das nur selten den Wunsch nach mehr aufkommen lässt.

Die NuPro AS-2500 ist ein gelungenes Debüt des Herstellers in Sachen Soundbars und schlägt sich in unserem Vergleich beachtlich. Es fehlt eigentlich nur eine zweite HDMI-Buchse für noch mehr Flexibilität beim Anschluss an TV oder Beamer, denn sie passt auch sehr gut unter eine Leinwand – dann allerdings besser in Schwarz.

Sonos Ray

Test Soundbar: Sonos Ray

Wie alle anderen Soundbars von Sonos arbeitet auch die neue Ray am besten innerhalb des Sonos-Ökosystems. Die möglichen Quellen beschränken sich auf den optischen Digital-Eingang und das integrierte WLAN. Für den Betrieb als Soundbar steht also ausschließlich der optische Eingang zur Verfügung. HDMI ist weder als Eingang noch als Ausgang vorhanden, womit sich auch die Anzeige auf die verschiedenfarbige LED beschränkt oder eben auf die App. Diese ist außerdem die einzige Möglichkeit, die Ray zu bedienen und überhaupt erst in Betrieb zu nehmen, eine herkömmliche Fernbedienung ist wie bei den anderen Sonos-Klangbarren Fehlanzeige.

Dennoch muss man im Alltag nicht erst das Smartphone zücken, um die Lautstärke anzupassen. Hierzu lässt sich komfortabel die des Fernsehers nutzen, vorausgesetzt, die Ray hat den entsprechenden Code gelernt, wozu allerdings wiederum die App notwendig ist. Ist die Ray ins heimische Netzwerk und gegebenenfalls in die bereits vorhandene Sonos-Infrastruktur eingebunden, lässt sich der Raumklang per TruePlay-Einmessung optimieren. Nach wie vor steht dieses nicht ganz unwichtige Feature allerdings ausschließlich in der iOS-Version der App zur Verfügung.

Schon vor dem Feintuning per TruePlay kann sich die kompakte Box aber durchaus hören lassen, sie klingt schon jetzt erstaunlich groß und erwachsen und bekommt sogar einen beachtlichen Raumklang hin. Nach der Optimierung zeigt die Ray dann, was sich in puncto Raumklang mit so einem kompakten Speaker im Heimkino realisieren lässt. Wer beim Film noch etwas Tiefbass vermisst, kann die Ray kurzerhand mit dem Sub Mini erweitern, der schlägt allerdings mit knapp 500 Euro zu Buche und ist damit deutlich teurer als die Soundbar. Selbstredend lässt sich auch die Ray mit Hilfe zusätzlicher Lautsprecher zu einem Surroundsystem erweitern. Ein Dolby-Decoder, der die Zuordnung der einzelnen Kanäle regelt, ist aber nicht vorhanden.

Was bleibt, ist das opulente Streaming-Angebot, das über die App dem gesamten Sonos-System zur Verfügung steht, und eine einfache Integration in die Sonos-Infrastruktur. Als reine Soundbar ist die Sonos Ray dagegen ebenso wenig zu empfehlen wie die Playbar. Wenn sie schon von Sonos sein soll, ist die Beam hier eindeutig die bessere Wahl, wenngleich auch fast doppelt so teuer. Dafür gibt es aber auch HDMI-Schnittstellen und ein Dolby-Decoder ist ebenfalls eingebaut.

Canton Sound M

Soundbar Test: Canton Sound M Komplett

Canton hat seine Range an vielseitig einsetzbaren Soundbars um die Sound M ergänzt, sie ist kompakter als unsere Empfehlung, die Smart Soundbar 9, und verfügt nicht ganz über deren smarte Funktionen. Sie ist aber ebenso hochwertig verarbeitet und glänzt buchstäblich mit der gleichen Glasabdeckung.

Anschlussseitig steht sie ebenfalls auf dem gleichen hohen Niveau. Es stehen insgesamt drei HDMI-Eingänge und ein Ausgang zur Verfügung. Videos in 4K-Auflösung werden anstandslos an den Bildschirm weitergereicht, weitere reine Audio-Eingänge stehen zur Verfügung. Mit den drei HDMI-Eingängen kann man beim Einsatz der Canton Soundbar meistens auf einen AV-Receiver oder eine andere Verteilmöglichkeit verzichten.

Über den HDMI-Ausgang wird auch das Onscreen-Menü an den angeschlossenen Bildschirm weitergereicht. Dort lassen sich unter anderem umfangreiche Einstellungen bezüglich der Raumakustik vornehmen, wie Abstand der Lautsprecher zum Sitzplatz und die einzelnen Pegel der virtuellen Front-Lautsprecher sowie bei Bedarf die angeschlossenen Smart Rearspeaker und des möglicherweise angeschlossenen Subwoofers. Auf Wunsch verwandelt sie sich sogar zum reinen Center-Speaker und spielt dann nur eine einzige Rolle in einem riesigen Ensemble – das nennen wir mal ausbaufähig!

Der Erfolg spricht für die Soundbar – der Sound ist so phänomenal groß, dass man ihn der kompakten Soundbar kaum zutraut. Schaltet man per Fernbedienung den Surround-Modus ein, verschwindet die kleine Sound M völlig hinter dem fast schon dreidimensionalen Klangbild. Sie schafft sogar eine eindrucksvolle Bass-Performance, solange der Lautstärkepegel nicht zu weit ausgereizt wird. In Räumen bis ca. 25 Quadratmeter geht das in Ordnung, bei einem Umzug ins größere Heimkino sollte man mit einem Subwoofer aufrüsten. Uns stand der Smart Sub 8 zur Verfügung, der in unserem großen Testraum sogleich für akustische Entspannung sorgt.

Als Einstieg ins überschaubare Wohnzimmer ist die kleine Sound M perfekt. Sie liegt im Vergleich zwar preislich etwas über der Smart Soundbar 300 von Bose, hat aber außer der Sprachsteuerung durchweg mehr zu bieten.

Magnat SBW 300

Test Soundbar: Magnat SBW 300

Die Magnat SBW 300 ist mit einer Breite von 120 Zentimetern eindeutig für größere Fernseher gedacht, wir haben das gute Stück wie üblich in unserem Testrum unter der Leinwand platziert. Auch der dazugehörige Subwoofer ist ein ernsthaftes Kaliber, das 250 Millimeter große Chassis ist seitlich angebracht, und man hat auf die übliche Würfelform zugunsten einer schmaleren Stirnseite verzichtet. So kann der Subwoofer auf Wunsch etwas unauffälliger aufgestellt werden.

Der Anschluss und die Kopplung der Soundbar mit dem Subwoofer gehen wie üblich zügig. Das Set ist sehr hochwertig verarbeitet, allerdings will das Bedienkonzept nicht so ganz dazu passen. Die SBW 300 verzichtet komplett auf ein Display und arbeitet stattdessen mit einer farbenfreudigen LED-Anzeige. So wird beispielsweise jedem Eingang eine eigene Farbe zugeordnet. Die kann zwar nach kurzer Zeit zuordnen, ohne in die Anleitung zu schauen, allerdings sind die LEDs schon aus geringer Entfernung nicht mehr so einfach zu erkennen.

Beim Klangtest fällt sofort auf, wie gut der Subwoofer und die Soundbar aufeinander abgestimmt sind. Entsprechend raumfüllend spielt das Set demzufolge selbst im großen Testraum auf. Die Dialoge sind bereits ohne Sprach-Preset sehr gut zu verstehen, der Surroundsound lässt kaum Wünsche offen.

Die Magnat SBW 300 braucht Platz, idealerweise unter einem richtig großen Bild, um sich soundmäßig richtig entfalten zu können. Im kleineren Wohnzimmer ist sie komplett unterfordert, dort lohnt sich womöglich eher ein Kauf der kleineren Schwester SBW 280, die zudem das Budget auch weniger belastet.

Sonos Beam

Test  besten Soundbars und Sounddecks: Sonos Beam

Die Sonos Beam ist um einiges kürzer als die Playbar, bringt aber dennoch ein erstaunliches Gewicht auf die Waage. Auch technisch ist sie ein Schwergewicht, zumindest im Vergleich mit der Playbar, denn mit der Beam hat Hersteller Sonos das eigene Ecosystem einen Spalt breit geöffnet.

Erstes Anzeichen für eine offenere Kommunikation ist sicher die Kompatibilität mit Alexa, wobei die zugegebenermaßen noch verbesserungsfähig zu sein scheint – wie übrigens auch bei vielen anderen Lizenznehmern. Nicht immer versteht Alexa, was ich von ihr will, vor allem wenn die Box schon mit sattem Pegel mein Wohnzimmer beschallt.

Der HDMI-Anschluss zum TV soll ausschließlich mit einer ARC-Buchse (Audio-Rückkanal) vorgenommen werden, sofern am TV vorhanden. Falls dies nicht der Fall ist, kommt der Adapter für die optische Toslink-Schnittstelle zum Einsatz. Der TV lässt sich dann allerdings nicht mehr über Alexa steuern.

Was den Klang betrifft, ist die Beam ein Schwergewicht und kann bereits ohne TruePlay-Einmessung den Raum gebührlich und angenehm mit Musik füllen, solange dieser nicht allzu groß ist. Bis 20 Quadratmeter sind okay, darüber hinaus sollte man zumindest mit dem optionalen Sub nachrüsten. Die Soundbar lässt sich auch mit den Play 1-Lautsprechern erweitern und diese im Setup als Surround-Speaker ansprechen, schließlich verfügt die Beam über einen 5.1-Decoder.

Als Single und mit amtlichem Filmsound betrieben, streicht die Beam dann doch irgendwann die Segel, aber auch das macht sie angesichts ihrer kompakten Abmessungen erstaunlich spät und erst bei sehr lauten Pegeln. Auch hier kann der Sub Wunder bewirken, da er die schlanke Beam hörbar entlastet. Allerdings kostet die Beam im Set mit dem Sub deutlich über 1.000 Euro. Als ausgewachsenes 5.1-System, ähnlich der JBL Bar 5.1, muss man sogar weit über 1.500 Euro auf den Tisch des Hauses legen.

Am Ende des Tages lohnt sich die Beam nur für Besitzer einer Sonos-Infrastruktur oder solche, die es noch werden wollen. Mit Alexa, HDMI-Schnittstelle und eingebautem 5.1-Decoder macht sie als Soundbar in Sachen Funktionen schlicht die bessere Figur als die Playbar. Dazu ist sie im Vergleich erheblich günstiger.

Yamaha YAS-209

Soundbars und Sounddecks Test: Yamaha Yas 209

Die YAS-209 ist recht günstig, deshalb gibt es natürlich Sparmaßnahmen. Die Soundbar ist eher sparsam mit Schnittstellen bestückt, außer dem HDMI-Eingang sind nur ein optischer Digital-Eingang und eine LAN-Buchse vorhanden. Drahtlos sieht es dann wieder besser aus, denn die Soundbar versteht sowohl Bluetooth fürs Streaming vom Smartphone als auch WLAN.

Die günstige YAS-209 ist damit umfassend netzwerkfähig. Es lassen sich per Netzwerk oder Bluetooth diverse Streaming-Dienste nutzen und die Soundbar kann in ein MusicCast-Multiroom-System integriert werden. Keine Frage, dass sich das Gerät sogar per Alexa steuern lässt. Diese erweiterten Einstellungen und Aufgaben nimmt man jedoch komfortabler per »Sound Bar Controller«-App vor.

Trotz des Funktionsumfangs ist die erste Installation der Soundbar sehr schnell erledigt – entweder per HDMI-Kabel oder optischem Digitalkabel an den TV angedockt. Subwoofer und Soundbar verbinden sich quasi automatisch, deshalb ist ein schnelles Erfolgserlebnis garantiert.

Der Sound ist hervorragend, auch weil die verschiedenen Presets sehr gut angepasst sind. Im Surroundbetrieb gewinnt das Set an Raumfülle, passt so auch hervorragend zum Betrieb unter der Leinwand. Die LEDs on top sind zusätzliche Indikatoren für die Lautstärkeeinstellung von Soundbar und Subwoofer. Das ist zwar etwas gewöhnungsbedürftiger als z. B. eine Display-Anzeige, reicht aber vollkommen aus.

Der Preis der Kombo ist richtig heiß, vor allem bei dem, was sie leistet, und wie schnell sie einzurichten ist. Logischerweise stoßen sowohl Soundbar als auch Subwoofer in größeren Räumen und bei hohen Pegeln hörbar an ihre Leistungsgrenzen, klingen aber trotzdem nicht nervig.

Harman Kardon Citation Multibeam 700

Soundbars und Sounddecks Test: 341392 Harman Kardon Citation Multibeamtm 700 Top 89a3d0 Original 1578305768

Mit der Citation Multibeam 700 hat Harman Kardon eine klangstarke Alternative zu Sonos lanciert. Die Multibeam 700 wird mit Google Home ins heimische Netzwerk integriert und lässt sich mit anderen Lautsprechern aus der Citation-Familie zu einem 5.1-System oder gar zu einer Multiroom-Installation erweitern.

Die Multibeam 700 muss zwingend mit der Google Home App eingerichtet werden. Diese gibt es kostenlos für Android-Geräte im Google PlayStore oder fürs iPhone in Apples App-Store.

Die Soundbar wird entweder per optischem Digitalkabel direkt an die Quelle angeschlossen oder per HDMI an den TV. Wenn dieser mit ARC (Audio-Rückkanal) kompatibel ist, lässt sich die Lautstärke der Soundbar mit der Fernbedienung des Fernsehers einstellen.

Mit der mitgelieferten Fernbedienung lassen sich alle Einstellungen an der Citation Multibeam 700 vornehmen. Der Standard-, Movie-, Music-, News- oder Nacht-Modus lässt sich direkt per Fernbedienung abrufen. Dasselbe gilt für die Umschaltung zwischen Standard- und Surround-Modus, der sich sogar etwas skalieren lässt. Vorab sollte man allerdings eine halbe Minute investieren und die Soundbar auf die Raumakustik einmessen.

Die Citation Multibeam 700 erreicht eine enorme Bandbreite und Klangfülle, selbst ohne Subwoofer-Unterstützung. Im Surround-Modus liefert sie eine breite Klangbühne und auch genug räumliche Tiefe. Ganz nebenbei kooperiert die Multibeam 700 noch mit den meisten Streaming-Diensten und ist damit mehr als eine Soundbar im Wohnzimmer. Das Mikrofon hierzu ist bereits eingebaut und dient sonst der Sprachsteuerung via Google Assistant. Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann das Mikro aber auch nach dem Einmessen abgeschaltet werden, dann hört Google nicht mehr mit. Über das WLAN ist eine einfache Einbindung von Spotify und anderen Streaming-Diensten möglich.

Die Harman Kardon Citation Multibeam 700 ist für ihren Preis hervorragend verarbeitet und kann auch in Sachen Klang liefern. Wer es nicht so mit Sonos hat, findet hier eine sehr gute Alternative.

Denon HEOS Bar

Test  besten Soundbars und Sounddecks: Denon HEOS Bar

Die HEOS Bar von Denon ist eigentlich die Soundbar zum Multiroom-System HEOS aus gleichem Hause. Außerdem ist sie als Vorgänger der Denon DHT-S716H lange Zeit unser Favorit gewesen. Solange sie noch zu bekommen ist, geht sie glatt als Favorit zum Schnäppchenpreis durch, zumal es technisch kaum Unterschiede zum Nachfolger gibt.

Auch das Design ist gleich geblieben, nur die Firmware ist mutmaßlich nicht mehr ganz up to date, dafür ist der Preis ziemlich heiß, zumindest so lange die HEOS Bar noch verfügbar ist.

Teufel Cinebar Lux

Test  besten Soundbars und Sounddecks: Teufel Cinebar Lux

Die Teufel Cinebar Lux erreichte uns quasi als komplettes Cinebar Lux Surround System, das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Cinebar Lux prinzipiell als Einzelspieler ohne Unterstützung von Surround-Lautsprechern und Subwoofer konzipiert ist.

Wie üblich ist der recht breite, schwarzweiße Eye-Catcher schnell angeschlossen. Natürlich gibt es die Soundbar auch komplett in dezentem Schwarz, wie die Rear-Lautsprecher, die uns zur Verfügung standen. Die Bespannung auf der Oberseite deckt übrigens ebenfalls Lautsprecher ab, die schräg nach oben abstrahlen, allerdings nicht nach Atmos-Manier, sondern nach dem hauseigenen Dynamore-Prinzip.

Im Menü lässt sich die Entfernung der Soundbar zum Sitzplatz eingeben, was insbesondere dem Raumklang zugutekommt. Auch die optionalen Rears lassen sich in Entfernung und Pegel an den Standort zum Sitzplatz anpassen. Sämtliche Einstellungen können nur recht mühsam im Menü auf dem Dot-Matrix-Display vorgenommen werden. Bei den meisten ist das allerdings nur einmal am Anfang notwendig, und die hervorragende Bedienungsanleitung ist dabei eine echte Hilfe.

Die Cinebar Lux verfügt nur über einen einzigen HDMI-Eingang und kann also als Steuerzentrale beim Betrieb mehrerer Quellen nur bedingt herhalten. Wie bei den meisten ähnlich knapp bestückten Soundbars kann man aber dem TV die Wahl der Quelle überlassen und nur das Audiosignal dann von dort abnehmen, beispielsweise per optischem Digitalanschluss. Ins hauseigene Multiroom-System namens Raumfeld kann die Soundbar ebenfalls integriert werden.

Nach korrekter Einstellung der Abstände kann die Cinebar Lux auch ohne Subwoofer auf Anhieb überzeugen. Sie spielt zupackend auf und liefert im Dynamore-Modus nochmal mehr Raumeindruck. Dieser lässt sich zusätzlich mit den optionalen Surround-Speakern erweitern.

Insgesamt hinterlässt die Cinebar Lux einen etwas zwiespältigen Eindruck. Ihre Klangqualität ist zwar hervorragend, zur Erweiterung mit einem Subwoofer oder gar mit Surround-Lautsprechern scheint uns aber die Cinebar Pro die Lösung mit mehr Durchschlagskraft zu sein.

Panasonic SC-HTB400

Test  Soundbar: Panasonic SC-HTB400

Die Panasonic SC-HTB400 kommt wie unser aktueller Preistipp ohne externen Subwoofer aus. Mit gut 90 Zentimetern macht sie sich zudem gut im optischen Zusammenspiel mit entsprechend breiten Fernsehern. Akustisch gilt das natürlich ebenfalls, zumal die Soundbar neben den üblichen Dolby-Formaten auch mit DTS-codierten Signalen klarkommt.

Eingangsseitig ist die SC-HTB400 allerdings etwas sparsam ausgestattet: Ein optischer Digital-Eingang muss reichen, eine zweite Quelle kann drahtlos per Bluetooth angeschlossen werden, das wars. Zum TV ist ein zusätzlicher HDMI-Anschluss mit ARC-Unterstützung möglich, sodass die Soundbar auch über die Fernbedienung des Fernsehers zu steuern ist.

Die mitgelieferte Fernbedienung ist klein und übersichtlich, und das Dot-Matrix-Display gibt Auskunft über die aktuellen Einstellungen.

Klanglich kann die SC-HTB400 überzeugen, zumindest als Sound-Erweiterung für flache Fernsehschirme, wenn man keine zu hohen Anforderungen stellt. Damit kann die SC-HTB400 auch preislich überzeugen.

Polk Audio MagniFi 2

Soundbars und Sounddecks Test: Polk Magnifi Soundbar 01 Studior 2

Die MagniFi 2 von Polk Audio erinnert ein wenig an die MagniFi Max SR, die wir schon vorher im Soundbar-Test hatten. Die MagniFi 2 verfügt allerdings nicht über die Rear-Lautsprecher der Max, ist etwas günstiger und nach unserer Meinung etwas besser verarbeitet. Allerdings lässt sie sich ebenfalls mit separaten Rears koppeln, sogar die Fernbedienung ist entsprechend vorbereitet.

Es gibt neben den drei HDMI-Eingängen einen entsprechenden Ausgang, der ARC-kompatibel ist. Außerdem gibt es einen optischen Digitaleingang, und das Smartphone lässt sich per Bluetooth mit der Soundbar verbinden.

Die MagniFi 2 klingt insgesamt recht hell, was am nicht ganz so perfekten Übergang zwischen Subwoofer und Soundbar liegen mag. Die Surround-Performance geht in Ordnung, solange mit moderaten Lautstärkepegeln gearbeitet wird.

Denon DHT-S516H

Test besten Soundbars und Sounddecks: Denon DHT-S516H

Bei der DHT-S516H hat Denon ebenfalls den Vorgänger Heos HomeCinema HS2 nur umgetauft und außerdem den UVP gesenkt.

Die DHT-S516H kommt, wie die HS2 auch, ohne Fernbedienung aus und kann nur über App bedient werden (oder per ARC). Sie hat zwar einige Anschlüsse, allerdings nur einen einzigen HDMI-Eingang und einen Ausgang. Und schon gibt es das erste Problem, denn solange die App die Soundbar nicht findet, kann man diese nicht bedienen oder auch nur in Betrieb nehmen. Das ist allerdings auch der einzige Minuspunkt.

Hat man die Soundbar erstmal installiert, gibt es erstklassige Klangqualität fürs Geld. Das Gerät klingt unglaublich groß und erwachsen, trotz des recht kompakten Subwoofers. Die Kombi lässt sich beim Test kaum ans Limit fahren, der Sound bleibt immer sauber, unverzerrt und unverfärbt – einfach genial! Außerdem lässt sich das Gerät in die Heos-Multiroom-Umgebung einbinden. Die UVP von 699 Euro beträgt gegenüber der HS2 100 Euro weniger.

Sonos Playbar

Test besten Soundbars und Sounddecks: Sonos Playbar

Die Sonos Playbar hatten wir im Soundbar-Test zusammen mit dem passenden Sub, den sie allerdings kaum nötig hat. Das ist gut so, denn das Komplett-Set ist doppelt so teuer wie die einzelne Soundbar. Angesichts der wenigen Anschluss­mög­lich­keiten – neben LAN und WLAN gibt es nur noch einen optischen Digital-Eingang – macht die Playbar vor allem als Bestandteil eines Sonos-Systems Sinn.

Canton DM 5

Test  besten Soundbars und Sounddecks: Canton DM 5

Das Überraschungspaket in diesem Soundbar-Test ist die Canton DM 5: »Klein, stark, schwarz« könnte man sagen, es gibt sie aber auch in Weiß. Egal welche Farbe Sie bevorzugen, klanglich ist der Zwerg ein Riese und deshalb die ideale Lösung, wenn kein Subwoofer aufgestellt werden kann oder darf.

Die DM 5 ist die perfekte Soundbar für beengte Wohnverhältnisse, die keinen Subwoofer zulassen, sowie empfindliche Nachbarn und Mitbewohner – man könnte sie aber, beispielsweise nach einem Umzug, mit dem SUB 200 aufwerten.

Polk Magnifi Max SR

Test  besten Soundbars und Sounddecks: Polk Magnifi Max SR

Die Polk MagniFi Max SR wird, wie die JBL Bar, direkt mit zwei Rear-Speakern ausgeliefert, allerdings hat man die notwendige Stromversorgung bei Polk weniger elegant gelöst – schlichte Steckernetzteile belegen jeweils eine Steckdose im engeren Umfeld der hinteren Lautsprecher, dafür ist die Wandbefestigung etwas einfacher gehalten. Nachdem das etwas mühsame Prozedere des Pairings erfolgt ist, kann die Soundbar von Polk allerdings recht überzeugend aufspielen. Für die gebotene Performance und das etwas hakelige Handling ist uns der aktuelle Preis allerdings etwas zu hoch.

Der Subwoofer ist leicht und wenig versteift, daher neigt er besonders bei höheren Pegeln zum Dröhnen. Allerdings ist die Sprachverständlichkeit bei Dialogen hervorragend, was für den aktuellen Preis aber zu wenig ist. Lediglich seitens der Ausstattung mit Schnittstellen und deren guter Erreichbarkeit kann die Magnifi Max SR überzeugen.

Sharp HT-SBW202

Test Soundbar: Sharp HT-SBW202

Die Sharp HT-SBW202 kommt zusammen mit einem kabellosen Subwoofer, ist aber trotzdem mit unter 200 Euro sehr günstig. Selbst wenn man dafür gerade vom Klang keine Wunder erwarten sollte, schlägt sie sich erstaunlich gut.

Die Einrichtung und der alltägliche Gebrauch gestalten sich unkompliziert, was nicht zuletzt daran liegt, dass die HT-SBW202 über ein Display verfügt, selbst wenn das ziemlich rudimentär ist, funktioniert die Kommunikation doch besser als bei anderen Geräten, wo sich die Betriebsart nur über verschiedenfarbige LEDs ablesen lässt.

Der Sound der Sharp HT-SBW202 ist erstaunlich gut, zumindest so lange die Lautstärke sich nicht am oberen Rand bewegt. Außerdem verfügt sie über umfangreiche Klangregelung – Presets für Film, Musik oder Nachrichten stehen ebenso zur Verfügung wie eine klassische Klangregelung mit der Einstellung von Bässen und Höhen. Das alles geht direkt über die Fernbedienung, ohne dass man lange durchs Menü zappen muss. Bei hohen Pegeln wird’s dann schnell nasal und der Subwoofer fängt an, zu dröhnen. Damit eignet sich die Soundbar perfekt für die Studentenbude, auch seitens der Preisgestaltung.

Xoro HSB 70

Test Soundbar: Xoro HSB 70

Bei der HSB 70 von Xoro ist der Name Programm: Sie ist genau 70 Zentimeter breit. Zur Verbindung mit dem TV oder einem anderen Tonlieferanten stehen neben der HDMI- und der digitalen Cinch-Buchse auch analoge Cinch-Anschlüsse und eine ebenfalls analoge Mini-Klinkenbuchse zur Verfügung. Das ist mittlerweile eine Seltenheit, womit ein Einsatzgebiet für die Soundbar sich schon von selbst erklärt: Einige ältere Fernseher verfügen noch über analoge Cinch-Ausgänge und können mithilfe der Xoro endlich von einem Sound-Upgrade profitieren.

Nach Möglichkeit schließt man die Xoro HSB 70 jedoch über die HDMI-Buchse an den TV an. Diese ist nämlich ARC-kompatibel und unterstützt also den Audio-Rück-Kanal. Dadurch kann zum Beispiel die Lautstärke mit der Fernbedienung des Fernsehers eingestellt werden.

Für eine Soundbar ohne Subwoofer kann sich die HSB 70 durchaus behaupten. Sie entwickelt einen guten Front-Surroundsound und kann bis zu moderaten Lautstärken selbst mit genügend Tiefgang dienen. Mit den vielen analogen Eingängen kann die Soundbar zum echten Problemlöser avancieren.

Teufel Cinebar One+

Test: Die beste Soundbar – Teufel Cinebar One 658x370 e1598357964559

Mit der Cinebar One+ hat Teufel ein Experiment gewagt, wie viel Sound und Ausstattung wohl in eine kompakte Soundbar zu einem möglichst kleinen Preis passen. So ganz gelungen erschien uns dieses Experiment nicht, was sicher nicht an der Ausstattung und den Funktionen liegt, denn ein mitgelieferter Subwoofer, Bluetooth-Fähigkeit mit aptX-Unterstützung und ein HDMI-Eingang sind schon eine Ansage – vor allem für den aufgerufenen Preis.

Auf der Soll-Seite steht allerdings, dass wir mangels eines Displays (selbst ein einfaches hätte schon gereicht) völlig im Unklaren über die Einstellungen und Betriebszustände gelassen wurden. Dass die Cinebar One+ dann auch klanglich eher im Mittelfeld liegt, macht sie bestenfalls als günstige Ergänzung zum reinen Fernsehalltag oder zum Gaming am PC-Bildschirm interessant.

Creative Stage

Test  besten Soundbars und Sounddecks: Creative Stage

Die Creative Stage ist mit unter 100 Euro eine der günstigsten Soundbars, die wir getestet haben. Zu dem Preis ist sogar ein Subwoofer dabei, der per Kabel mit der Soundbar verbunden wird – ein Funk-Subwoofer ist für den Preis dann doch nicht drin.

Für ihre Größe und den schlanken Preis leistet die Creative Stage schon Erstaunliches, solange sie nicht zu laut aufspielen muss. Als günstige Sound-Ergänzung für den flachen Fernseh-Sound ist sie eine prima Sache. Optisch etwas gewöhnungsbedürftig ist die Kombination aus einer kleinen, unscheinbaren Soundbar und dem Subwoofer.

Wer es eleganter und womöglich ohne Subwoofer haben möchte, muss deutlich mehr Geld ausgeben.

So haben wir getestet

Wir haben in mehreren Vergleichstests insgesamt 92 Soundbars getestet, 61 davon sind aktuell noch verfügbar. Zur Klangbeurteilung führen wir ausführliche Hörtests durch und prüfen zudem die Anschlussmöglichkeiten sowie die Verarbeitungsqualität. Ein zentraler Aspekt ist die problemlose Integration der Soundbar in bestehende Heimkinosysteme.

Streamingfähige Geräte testen wir umfassend auf ihre Netzwerkeinbindung und die Zuverlässigkeit der zugehörigen App, die in den meisten Fällen als Steuerzentrale dient.

Für die klangliche Beurteilung durchlaufen die Soundbars verschiedene Testverfahren. Zunächst analysieren wir die Wiedergabe diverser Filmtonformate anhand von Referenzsignalen von Dolby und DTS. Zusätzlich bewerten wir die Performance anhand ausgewählter Filmszenen, darunter »Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1« und »Mockingjay Teil 2«, außerdem »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind«. Die musikalischen Qualitäten der Geräte prüfen wir mit den Stücken »The Wall« von Roger Waters sowie »Bohemian Rhapsody« von Queen.

Als Zuspieler dient ein Blu-ray-Player, der eine Vielzahl an Surround-Formaten unterstützt und über diverse Ausgänge verfügt, um die Soundbars direkt anzusteuern.

Die wichtigsten FragenWelche Soundbar ist die beste?

Die beste Soundbar für die meisten ist die Canton Smart Soundbar 9 Generation 2. Sie liefert ein tolles Sounderlebnis, ist mit AirPlay 2 und Chromecast kompatibel und kann mit anderen Lautsprechern aus der Smart-Reihe erweitert werden. Mithilfe des OnScreen-Menüs lässt sich der Ton ideal an die Akustik des Raumes anpassen.

Brauche ich zwingend einen Subwoofer zur Soundbar?

Einige Soundbars können auch ohne separaten Subwoofer einen druckvollen Bass erzeugen, besonders wenn das Wohnzimmer nicht allzu groß ist. Viele Soundbars lassen sich darüber hinaus aber auch nachträglich mit einem Subwoofer ergänzen. Viele Soundbars lassen sich sogar mit funkgesteuerten Rear-Lautsprechern und Subwoofer zu einem kompletten 4.1- oder 5.1-System erweitern.

Kann man Musik vom Smartphone auf eine Soundbar streamen?

Viele Soundbars haben Bluetooth integriert. Das ist die komfortabelste Möglichkeit, Musik vom Smartphone auf ein Sounddeck zu streamen. Alternativ lässt sich auch der analoge Eingang der Soundbar mit dem Kopfhörerausgang des Smartphones verbinden – sofern das Smartphone noch einen hat.

Wie schließt man eine Soundbar an?

Der einfachste Weg geht über den Tonausgang des Fernsehers – entweder digital oder analog. Wichtig ist, dass der analoge (Cinch-Ausgang) nur Stereo-Sound ausgibt, Surround-Effekte sind damit nicht zu realisieren. Ideal ist entweder eine der digitalen Schnittstellen oder – falls vorhanden – direkt die HDMI-Buchse. Manche Soundbars haben auch einen HDMI-Ein- und einen -Ausgang, das Bildsignal kann also durchgeschleift werden.