Das am 7. Januar 2026 vom X-Account des US European Command veröffentlichte Foto zeigt laut Angaben des US European Command die Beschlagnahmung des Öltankers M/V "Bella 1" im Nordatlantik.

Stand: 07.01.2026 16:27 Uhr

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben im Nordatlantik einen Öltanker mit Verbindungen zu Venezuela beschlagnahmt. Das Schiff, das unter russischer Flagge fuhr, sei seit Wochen verfolgt worden.

Das US-Militär hat einen Öltanker mit Verbindungen zu Venezuela im Nordatlantik geentert. Soldaten seien an Bord des Schiffes gegangen, das sie seit Wochen verfolgt hätten, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus US-Kreisen. Sie hätten die Kontrolle über den Tanker an die Strafverfolgungsbehörden übergeben. Der Zugriff sei wegen „Verstößen gegen US-Sanktionen“ auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit.

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember eine Blockade gegen sanktionierte Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela angekündigt. Das jetzt geenterte Schiff hatte sich dieser Blockade entzogen und war vor Schiffen der US-Küstenwache geflohen.

Verstoß gegen US-Sanktionen

Der Tanker wurde 2024 von den USA mit Sanktionen belegt, weil er angeblich Fracht für ein Unternehmen schmuggelte, das mit der libanesischen Extremistengruppe Hisbollah in Verbindung stehen soll. Das Schiff war früher unter dem Namen „Bella 1“ registriert, wurde aber laut Schiffsdatenbanken in „Marinera“ umbenannt und fuhr unter russischer Flagge.