Sie wurde in eine Künstlerfamilie hineingeboren und hat ihr Leben der Kunst gewidmet: Cosima von Borsody war Grafikdesignerin, dann Schauspielerin, bevor sie ihre schöpferische Heimat in der Malerei fand. Ihre Heimat im Wortsinn ist seit einigen Jahren Friedberg. Hier malt sie und hier präsentiert sie ihre aktuelle Ausstellung „Blütenmeere“.

Draußen erstreckt sich die Winterlandschaft in Grau und Braun – dagegen möchte Cosima von Borsody mit ihren leuchtenden Bildern stilisierter Blüten einen Akzent setzten. „Ich liebe Farben und auch, mit ihnen zu arbeiten“, sagt die 59-Jährige.

Cosima von Borsody stammt aus einer Schauspieler-Familie

Das war schon in ihrer Kindheit so, als sie am Tegernsee aufwuchs. Beide Eltern waren Schauspieler, ihr Vater ist vielen noch aus Heimatfilmen in Erinnerung. Der Großvater war Filmregisseur, die Großmutter Geigerin. Auf dem alten Bauernhof habe sie eine Kindheit gehabt wie Pippi Langstrumpf, erinnert sie sich. Und schon früh keimte die Liebe zur Malerei. Von ihrem Vater lernte sie viele Techniken, zu Geburtstagen bekam sie Farben.

Nach der Schule absolvierte Cosima von Borsody eine vierjährige Ausbildung zur Grafikdesignerin und arbeitete danach in Werbeagenturen. Doch irgendwann wollte sie es versuchen: Die junge Frau nahm Schauspielunterricht und hatte Anfang der 1990er Jahre ihre ersten Rollen. Zu sehen war sie in den nächsten Jahren unter anderem im „Traumschiff“, den „Rosenheim-Cops“ und der Serie „Verbotene Liebe“. Sie trat im Theater und bei Lesungen auf. Ihr damaliger Ehemann war ein bekannter Schauspieler; sie lebte in München.

Farbenfrohe Blüten gegen triste Stunden: Cosima von Borsody stellt im Friedberger Club 20 aus.

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Farbenfrohe Blüten gegen triste Stunden: Cosima von Borsody stellt im Friedberger Club 20 aus.
Foto: Cosima von Borsody

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Farbenfrohe Blüten gegen triste Stunden: Cosima von Borsody stellt im Friedberger Club 20 aus.
Foto: Cosima von Borsody

Doch Jahre später sagte sie dieser Welt, der Schauspielerei und dem Glamour der Münchner Szene adieu. „Es war eine schöne Zeit, aber ich vermisse sie nicht“, blickt sie zurück.

In all der Zeit hatte sie die Malerei nie aufgegeben, malte in drehfreien Phasen, experimentierte mit Stilen und Techniken. 2003 fand ihre erste Einzelausstellung statt. Seit 2008 hat sie sich ganz der Malerei verschrieben.

Cosima von Borsody zeigt eine Ausstellung in strahlenden Farben

Die Liebe zu Farben lässt sie immer wieder neu experimentieren. In ihren abstrakten Werken klingt die Ausbildung im Grafikdesign an. In anderen Bildern spiegelt sich die Liebe zu Tieren. Sie freut sich, wenn sie eine Freude machen, inspirieren kann. Zum Beispiel einen Käufer, der sein Sofa passend zu ihrem Bild eines Löwen und eine Bank passend zu einem Werk mit drei – natürlich farbenfrohen und nicht grauen – Eseln beziehen ließ.

Selber lässt sie sich durch Farbkombinationen inspirieren, die sie sieht – sei es in Museen oder im Alltag. Mit Aufmerksamkeit durchs Leben zu gehen, sei ihr sehr wichtig, sagt die Künstlerin.

Eine besondere Wirkung hat dieses strahlende Triptychon in der Ausstellung „Blütenmeere“.

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Eine besondere Wirkung hat dieses strahlende Triptychon in der Ausstellung „Blütenmeere“.
Foto: Emilya Icer

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Eine besondere Wirkung hat dieses strahlende Triptychon in der Ausstellung „Blütenmeere“.
Foto: Emilya Icer

In den Friedberger Ortsteil Wulfertshausen zog sie vor einigen Jahren mit ihrem Mann Bernhard Hock. Für die Stadt mit dem „friedlichen“ Namen und hatte sie Zuneigung erfasst, sobald sie das erste Mal von Ferne das beleuchtete Schloss auf seinem Berg gesehen hatte.

Im Jahr 2024 hatte die Malerin eine Einzelausstellung unter dem Titel „Farbenspiele“ in der Archivgalerie. Nun stellt sie im Club 20 ihrer Maler-Kollegin Monika Mendat in der Schmiedgasse 20 aus. Fast 60 Bilder sind auf den vielleicht 50 Quadratmetern der charmanten Künstlerlocation zu sehen, davon viele kleine Formate.

Ausstellung in Friedberg: Öffnungszeiten bis 31. Januar 2026

Es sind strahlende Bilder in kraftvollen Farben. Rot- und Orange-Töne, Grün und Türkis holen Betrachter aus der Tristesse des Winters. Die Werke in Öl auf Holz oder Leinwand entstanden in den vergangenen beiden Jahren. „Jeder liebt Blumen, doch sie sind so vergänglich“, sagt Cosima von Borsody. Ihre Bilder aber bleiben.

Die Ausstellung „Blütenmeere“ im Club 20 an der Schmiedgasse 20 in der Friedberger Innenstadt ist bis 31. Januar zu sehen. Öffnungszeiten sind freitags und samstags, jeweils von 16 bis 18.30 Uhr.

  • Ute Krogull

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  • 86316 Friedberg

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  • Blütenmeer

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