Folgt der nächste Rekord? In rund einem Monat gibt es Gewissheit. Dann endet die Bewerbungsphase für den Europäischen Jugendkarlspreis 2026, dann lässt sich sagen, wie viele Bewerbungen eingegangen sind und ob die Zahl erneut über der des Vorjahres liegt. 635 gilt es zu übertreffen.

Seit diesem Mittwoch, 7. Januar, können sich 16 bis 30 Jahre alte EU-Bürgerinnen und Bürger mit ihren Projekten bewerben. Gefragt sind Ideen, die Demokratie fördern und fördern können, die Menschen zusammenbringen, die auf eine gemeinsame europäische Identität einzahlen. Am 2. Februar endet die Bewerbungsphase.

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Der Jugendkarlspreis wird seit 2008 im Vorfeld des Karlspreises verliehen und zählt zu den weltweit prestigeträchtigsten Preisen für junge Menschen. Die Preisverleihung ist immer mit einem mehrtägigen Aufenthalt in Aachen verbunden, es gibt Willkommensgeschenke, Diskussionsrunden, Stadttouren und gemeinsame Essen für die jungen Besucherinnen und Besucher. Die Zeremonie findet traditionell zwei Tage vor der Karlspreisverleihung statt, also zwei Tage vor Christi Himmelfahrt, in diesem Jahr am 12. Mai.

Welche 27 Projekte dann im Krönungssaal des Aachener Rathauses vorgestellt werden, entscheiden nationale Jurys. Aus diesen Projekten wählt eine europäische Jury aus der Präsidentin und Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Vertretenden der Karlspreisstiftung und ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern die drei Gewinner aus. Der erste Platz wird mit 7500 Euro, der zweite mit 5000 Euro und der dritte mit 2500 Euro prämiert. Zudem erwartet die drei Gewinner ein Besuch im Europäischen Parlament. Ein Vertreter eines Gewinnerprojektes wird zusätzlich ein sogenanntes Schuman-Praktikum angeboten.

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Die Zahl der eingegangenen Bewerbungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, 2024 gingen 516 Bewerbungen ein, so viele wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr wurde dieser Rekord erneut gebrochen. Letztlich sicherte sich das ungarische Projekt „Forum Europaeum“ den ersten Platz, dahinter folgten die Kampagne „Danke, dass wir wählen dürfen“ aus der Tschechischen Republik und die „Feminist Law Clinic“ aus Deutschland.

Nähere Informationen zum Jugendkarlspreis und zu den Bewerbungsbedingungen finden Interessierte unter https://youth.europarl.europa.eu/en/more-information/charlemagne-prize.html.

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