Schnee und Glätte haben in Wuppertal für Chaos gesorgt. Die Polizei Wuppertal hat bisher 52 witterungsbedingte Unfälle im Städtedreieck registriert (Stand 19 Uhr). Davon passierten insgesamt 33 in Wuppertal, 13 in Solingen und sechs in Remscheid. Bei den Unfällen in Wuppertal wurden laut bisherigen Erkenntnissen vier Menschen leicht verletzt, darunter zwei Kinder. Überwiegend blieb es bei den Unfällen allerdings bei Blechschäden.

An der L74 hat sich in Richtung Solingen gegen 15.30 Uhr das Auto einer 57-jährigen Frau überschlagen und auf dem Dach liegen geblieben. Laut Polizei war die Frau auf der schneebedeckten Fahrbahn mutmaßlich zu schnell unterwegs und wollte einscheren. Dabei geriet sie in Höhe des Parkplatzes Burgholz ins Schleudern. Sie kam von der Fahrbahn ab und landete auf dem Grünstreifen auf dem Dach. Die Frau kam mit leichten Verletzungen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Zeitweise war in dem Bereich eine Spur in Fahrtrichtung Solingen und eine in Gegenrichtung gesperrt.

An der Dieselstraße ist gegen 14.20 Uhr in Höhe von E/D/E zu einem Verkehrsunfall gekommen. Laut bisherigen Erkenntnissen ist ein 58-jähriger Paketzusteller mit seinem Transporter frontal mit dem Auto einer 40-jährigen Frau zusammengestoßen.

Laut bisherigen Erkenntnissen war der 58-Jährige bergwärts unterwegs, als er in einer Kurve die Kontrolle über seinen Transporter verlor. Bei dem Zusammenstoß wurden die Frau und die beiden Kinder, die ebenfalls im Auto mitfuhren, leicht verletzt. Es kam zu Verkehrseinschränkungen.

An der Kohlenstraße ist ein Autofahrer gegen 14.10 Uhr gegen den Mast einer Ampel. Verletzt wurde niemand. Der Mast sei zwar beschädigt worden, doch funktioniere die Ampel noch, hieß es weiter.

Laut Polizei seien die meisten Unfälle auf zu schnelles Fahren zurückzuführen. Bisher sei nur bei einem Unfall ein Autofahrer mit Sommerreifen aufgefallen.

Aufgrund der Witterung kam es auch zu Einschränkungen im Busverkehr. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen. Seit etwa 17 Uhr beruhigt sich die Lage wieder, so WSW-Sprecher Rainer Friedrich im Gespräch mit der WZ. Die Lage im Busverkehr stabilisierte sich am Abend, dennoch kam es in zahlreichen Bereichen weiterhin zu Einschränkungen.Betroffen waren die Bereiche: Am Eckbusch, Hamburger Treppe, Sonnenblume, Hochstraße, Ronsdorfer Straße, Dönberg, Vogelsangstraße, Weinberg, Röttgen, Pahlkestraße, Wolkenburg, Rott, Dellbusch, hilgershöhe, Markland, Schmitteborn, Mastweg und Rabenweg. Auch Verbindungen nach Sprockhövel oder Remscheid waren beeinträchtigt.

Der Winterdienst hatte unterdessen alle Hände voll zu tun. So schrieb die AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal) auf Instagram, dass bis zu 400 Kolleginnen und Kollegen mit bis zu 60 Räum- und Streufahrzeugen in Wuppertal im Einsatz sein würden.

Der Wupperverband warnt auf seiner Homepage erneut eindringlich davor, Eisflächen zu betreten: „Eisflächen auf Talsperren dürfen grundsätzlich niemals betreten werden. Das Betreten ist für Mensch und Tier lebensgefährlich und daher strengstens verboten.“ Derzeit gebe es Eisflächen etwa auf der Ronsdorfer Talsperre und in Bereichen des Beyenburger Stausees. Durch Hohlräume unter der Eisfläche sei die Gefahr enorm groß, einzubrechen.