Der einstige Rekordeinkauf Corentin Tolisso konnte sich beim FC Bayern nie vollends durchsetzen. Bei Olympique Lyon ist er nun jedoch in der Form seines Lebens. Auch über eine Rückkehr ins Nationalteam wird diskutiert.
Mit Rekordtransfers ist es so eine Sache: Nicht gerade selten können diese die hohen Erwartungen nicht erfüllen, während günstiger erworbene Spieler durchstarten. So verpflichtete etwa der FC Augsburg im Sommer 2021 mit dem damals 18 Jahre alten US-Amerikaner Ricardo Pepi für die bis heute unerreichte Summe von rund 16 Millionen Euro ein vermeintliches Sturmjuwel. Dieser, inzwischen bei PSV Eindhoven, erzielte für seinen neuen Klub jedoch kein einziges Tor.
Auch der FC Bayern München kann ein Lied davon singen: Lucas Hernandez, 2019 von Atletico Madrid geholt, nahm nie den Status als unumstrittener Abwehrchef ein, den man aufgrund der damaligen Rekord-Ablösesumme von 80 Millionen Euro hätte erwarten können. Ähnlich lief es bei seinem Vorgänger mit dem „Rekord“-Stempel: Im Sommer 2017 gaben die Münchner 41,5 Millionen Euro für den französischen Mittelfeldspieler Corentin Tolisso von OIympique Lyon aus. In fünf Jahren in München gewann „Coco“ zwar zahlreiche Titel, darunter 2020 auch die Champions League. Er wurde jedoch von vielen schweren Verletzungen ausgebremst und war daher nur selten absolut gesetzt.
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