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In einer Bremer Kirchengemeinde soll es Missbrauchsfälle durch einen Pastor gegeben haben. © dpa
Ein Ex-Pastor steht unter Missbrauchsverdacht. Die Bremische Evangelische Kirche prüft weitere Fälle. Betroffene sollen sich jetzt melden.
In der evangelischen Gemeinde Gröpelingen und Oslebshausen sind Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen einen ehemaligen Pastor bekannt geworden und bereits zur Anzeige gebracht worden. Der Beschuldigte war nach Gemeindeangaben von 2004 bis 2016 in der Gemeinde tätig. Die Anzeige liegt der Staatsanwaltschaft Bremen vor.
Wie die Bremische Evangelische Kirche (BEK) mitteilt, kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Personen betroffen sind. BEK und Gemeinde rufen deshalb Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben oder Hinweise geben können, ausdrücklich dazu auf, sich bei der Meldestelle Sexualisierte Gewalt der BEK zu melden.
„Jeder Hinweis auf Grenzüberschreitung wird mit Nachdruck verfolgt!
Ansprechpartnerin ist laut Angaben der BEK Nancy Janz von der Fachstelle Sexualisierte Gewalt. Sie ist mobil unter 0151/7560 1310 sowie per E-Mail unter nancy.janz@kirche-bremen.de erreichbar.
Die Bremische Evangelische Kirche betont, sie verfolge „jeden Hinweis auf Grenzüberschreitungen mit Nachdruck“ und setze sich entschieden für Aufklärung, Prävention und Aufarbeitung innerhalb ihrer Strukturen ein. Fälle sexualisierter Gewalt würden nicht toleriert – „unabhängig davon, wie lange sie zurückliegen“.
BEK und Gemeinde erklären zudem, sie bedauerten „zutiefst das Leid, das Betroffenen durch sexualisierte Gewalt entstanden ist“, und bekräftigen ihre Verantwortung, dieses Unrecht umfassend aufzuarbeiten.
Für Hilfsangebote stehen auf dieser Seite sowohl kirchliche als auch externe Beratungsangebote zur Verfügung.
Wer sich unsicher ist, ob er etwas melden und erst einmal eine vertrauliche Beratung in Anspruch nehmen will, wendet sich an die Ansprechstelle der Bremischen Evangelischen Kirche.