Das Spickelbad in seinem heutigen Zustand ist marode und wird deshalb neu gebaut. Es soll ein Bad für alle werden: Für Vereine, für Schulen, Freizeitsportler, Familien und Senioren. Um das umzusetzen, wurden viele Gespräche mit späteren Nutzern geführt und deren Bedarfe und Wünsche erarbeitet. Im Anschluss hat die Stadt einen Generalplaner-Wettbewerb ausgeschrieben. Zehn Planer haben sich Gedanken gemacht, wie das Schwimmbad künftig gestaltet werden könnte. Fünf der Entwürfe sind von der Stadt ausgezeichnet worden und seit Mittwoch im Begegnungsraum Karo 10, einem Pop-up-Konzept der Stadt in der Karolinenstraße, zu sehen. Der Gewinnerentwurf hat aus einem bestimmten Grund am meisten überzeugt.

2030 soll das neue Spickelbad fertig sein

Es sei für die Planer keine leichte Aufgabe gewesen, ein Bad zu entwerfen, das den vielen Bedarfen gerecht wird und eine Art „eierlegende Wollmilchsau“ sein muss, so Sportreferent Jürgen K. Enninger bei der Eröffnung der Ausstellung. Besonders gut sei dies asp Architekten aus Stuttgart gelungen, befand das Preisgericht bestehend aus sechs Fachleuten aus Architektur und Ingenieurwesen sowie fünf Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Sport. „Vor allem die tolle und direkte Verbindung zwischen Hallenbad und Freibad hat uns hier überzeugt“, so Enninger. Der Sieger-Entwurf sieht laut Architekt Dimitrios Kogios eine zu öffnende Fassade vor, die einen barrierefreien Übergang ermöglicht. Außerdem sind ein Lehrschwimmbecken mit vier 25-Meter-Bahnen und Hubboden sowie ein Schwimmbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen, Wasserspielmöglichkeiten für Kinder, eine Textilsauna und ein Fitnessraum geplant. „Insgesamt haben wir 25 Prozent mehr Wasserfläche als bisher“, so Enninger.

Viel Licht und mehr Wasserfläche: Fünf Ideen für das neue Spickelbad

So könnte das neue Spickelbad aussehen. Zu sehen ist der Siegerentwurf des Generalplaner-Wettbewerbs von asp Architekten aus Stuttgart.

Die Stadt Augsburg baut das Spickelbad neu. Zehn Planer haben sich an einem Wettbewerb beteiligt. Fünf der Entwürfe hat die Stadt ausgezeichnet und zeigt sie in einer Ausstellung im ehemaligen Rübsamen-Gebäude.

Die Ausstellung im Karo 10 präsentiert bis 18. Januar sowohl den Siegelentwurf von asp Architekten als auch Pläne und Modelle der vier weiteren von der Jury ausgezeichneten Planer. Im nächsten Schritt will man ins Vergabeverfahren mit dem ersten Preisträger, also asp Architekten, gehen. Der Abriss des bestehenden Spickelbades ist für 2028 geplant, die Fertigstellung des Neubaus für das Jahr 2030. Bisher liege man gut im Zeitplan, so Enninger. Für die Übergangsphase sei geplant, die Schwimmzeiten in den anderen Hallenbädern zu erweitern. Auch eine Tragluftkonstruktion über dem Bärenkeller-Freibad sei denkbar.

  • Andrea Wenzel

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