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Amtseinführung Sebastian Landwehr (M.) Leiter Polizeikommissariat Stuhr-Weyhe, Ratssaal Weyhe, 7. Januar 2025. Dahinter (v.l.) die Bürgermeister Frank Seidel und Stephan Korte, Landrat Volker Meyer mit Andrik Hackmann (Leiter Einsatz- und Streifendienst im Kommissariat Weyhe), Andreas Sagehorn (Präsident der Polizeidirektion Oldenburg), Thomas Kues (Leiter der Polizeiinspektion Diepholz).Auf gute Zusammenarbeit: Kommissariatsleiter Sebastian Landwehr (M.) mit (v.l.) den Bürgermeistern Frank Seidel und Stephan Korte, Landrat Volker Meyer sowie Andrik Hackmann (Leiter Einsatz- und Streifendienst im Kommissariat Weyhe), Polizeipräsident Andreas Sagehorn und Thomas Kues, Leiter der Polizeiinspektion Diepholz. © Dierck Wittenberg

Sebastian Landwehr ist offiziell neuer Leiter des Polizeikommissariats für Weyhe und Stuhr. Der 36-jährige Brinkumer trat bereits im Herbst seinen Dienst an und betonte bei der feierlichen Amtseinführung am Mittwochvormittag im Weyher Ratssaal Bürgerfreundlichkeit, Respekt und Zusammenarbeit mit Behörden als zentrale Werte seiner Arbeit.

Weyhe/Stuhr – Das für die Gemeinden Stuhr und Weyhe zuständige Polizeikommissariat mit rund 75 Mitarbeitern hat nun auch offiziell eine neue Leitung. Der 36-jährige Brinkumer Sebastian Landwehr hat bereits im vergangenen Herbst seinen Dienst angetreten. Bei seiner feierlichen Amtseinführung am Mittwochvormittag im Weyher Ratssaal hob er Bürgerfreundlichkeit, Respekt sowie Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen als Werte hervor.

Bei der Feierstunde gaben für die Polizei Thomas Kues, Leiter der Inspektion Diepholz, und der zuständige Oldenburger Polizeipräsident Andreas Sagehorn der noch jungen Führungskraft Grußworte mit auf den Weg. Für die Kommunen sprachen Landrat Volker Meyers sowie die Bürgermeister von Weyhe und Stuhr, Frank Seidel und Stephan Korte. Letzterer bot Landwehr an, auf eine Tasse Kaffee vorbeizukommen. Seidel bezeichnete den direkten Austausch als wichtig. „Das hat immer sehr gut funktioniert.“ Der kurze Dienstweg und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organen wurden also großgeschrieben bei der Veranstaltung. Dafür stand auch die Zusammensetzung des Publikums, in dem nicht nur Polizei-Blau vertreten war, sondern neben den Verwaltungen auch die Feuerwehr, das Amtsgericht Syke und die Staatsanwaltschaft Verden.

Karriere und Überzeugung

„Führung heißt, andere groß zu machen“, sagte Kues. Landwehr tritt in Weyhe die Nachfolge des nach Delmenhorst abgewanderten Domenico Corbo an – und damit seine erste Stelle nach dem Masterabschluss an der Polizeihochschule. Das Kommissariat Weyhe böte sich, insofern es an einer Schnittstelle liegt, für erste Gehversuche von jungen Führungskräften an, befand Polizeipräsident Sagehorn – und zeigt sich von der jungen Führungskraft Landwehr überzeugt. In Friesland geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen, hat Landwehr im Oktober 2010 bei der Polizei angefangen. Hinter ihm liegt also eine relativ steile Karriere. Frühere Stationen waren Hannover und Achim, auf denen er Erfahrungen im Einsatzbereich, in der Öffentlichkeitsarbeit, im Ermittlungsbereich und schließlich mit Führungsaufgaben sammeln konnte.

Sagehorn verwies bei den anstehenden Aufgaben auf Schwerpunkte, wie sie sich auch in der Kriminalitätsstatistik widerspiegeln – und nach der Weyhe-Stuhr eine sehr sichere Region sei. Aber: „Was mir Sorge macht, ist die Gewaltkriminalität, und zwar in verschiedenen Facetten.“ Zudem beschrieb der Polizeipräsident eine angespannte Personallage bei gewachsener Aufgabenvielfalt, etwa durch hybride Bedrohungen.

Werte und Zusammenarbeit

Landwehr hob Haltung, Professionalität und Menschlichkeit als Werte für die Polizeiarbeit hervor. Bürgerfreundlichkeit, Respekt und Zusammenarbeit bedingten einander. Sein Beispiel: Auch wenn 75 Prozent der Menschen nach Kontakt mit der Polizei einen guten Eindruck hätten, melde sich eine Person, die zu den übrigen 25 Prozent gehört, möglicherweise dort nicht. „Professionalität und Bürgernähe sind kein nettes Extra, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor“, sagte Landwehr. Er sprach sich für einen respektvollen Umgang aus – unabhängig von Eigenschaften wie Herkunft oder Religion. Kein Akteur könne die anstehenden Aufgaben allein bewältigen, so Landwehr. Deshalb wolle er die Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Organisationen pflegen und ausbauen.