Gemeinsam mit Lebensgefährtin
Kai Wegner ging während Stromausfalls seinem Hobby nach
Aktualisiert am 08.01.2026 – 01:39 UhrLesedauer: 2 Min.
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Kai Wegner im Gespräch bei WELT-TV: „Das Handy war auf laut gestellt.“ (Quelle: t-online)
Während im Berliner Südwesten Zehntausende Menschen ohne Strom und Heizungen ausharren mussten, ist Berlins Regierender Bürgermeister gemeinsam mit seiner Partnerin einem Hobby nachgegangen.
Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner (CDU), hat am Samstag inmitten eines Stromausfalls, der mehrere Zehntausend Haushalte betraf, Tennis gespielt. Das berichtet der RBB unter Berufung auf die Senatskanzlei. Mit von der Partie: seine Lebensgefährtin und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), wie eine Senatssprecherin dem Focus bestätigt. Bereits zuvor war der CDU-Politiker für sein Verhalten während der Krise in die Kritik geraten.
Zehntausende Haushalte im Berliner Südwesten hatten seit Samstagmorgen infolge eines Brandanschlags keinen Strom mehr. Heizungen, das Mobilfunknetz und Ampeln fielen aus. Bereits gegen 8 Uhr war die Polizei durch die betroffenen Stadtteile gefahren und informierte die Bewohner über den großflächigen Ausfall infolge eines Kabelbrandes. Gegen 10 Uhr wurden die ersten Pflegeheime evakuiert.
Auf Anfrage des RBB bestätigte die Senatskanzlei jetzt, dass Wegner zwischen 13 und 14 Uhr der sportlichen Aktivität nachgegangen war. Wenige Stunden zuvor war Wegner über den Brandanschlag mit der Folge des Blackouts informiert worden. Über Günther-Wünschs Teilnahme an dem nach Wegners Angaben einstündigen Match hatte zuvor der „Tagesspiegel“ berichtet. Senatssprecherin Christine Richter betonte, der CDU-Politiker sei immer erreichbar gewesen.
Das sagte auch der CDU-Politiker selbst. Am Sonntag, nachdem erste Kritik an seinem Krisenmanagement laut geworden war, stellte er in einer Pressekonferenz klar: „Ich habe mich weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt, sondern ich war den ganzen Tag am Telefon und habe versucht, zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren.“ Er habe sich „im wahrsten Sinne“ zu Hause in seinem Büro eingeschlossen. Zuvor hatte die Opposition moniert, dass er die betroffenen Stadtteile zum Beispiel nicht schon am ersten Tag des Blackouts besucht hatte.