Die Nachricht im August kam überraschend: Der TSV Landsberg trennte sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Alexander Schmidt. Dabei stand die Mannschaft damals, wie aktuell auch, auf dem zweiten Tabellenplatz. Nun hat der Augsburger einen neuen Arbeitgeber gefunden und kann sich auf Traditionsduelle freuen. Mit FC Carl Zeiss Jena, Lokomotive Leipzig, dem BFC Dynamo Berlin und dem Chemnitzer FC spielen weitere namhafte Vereine in der Liga.
Schmidt hat beim zweifachen DDR-Meister Chemie Leipzig bis 2027 unterschrieben. Chemie hängt in der Regionalliga Nordost im Tabellenkeller mit 13 Punkten aus 18 Partien. Der Verein, die Fans pflegen eine Freundschaft mit Eintracht Frankfurt, hat dennoch einen Zuschauerschnitt von 5000. Der 57-jährige Schmidt übernimmt zugleich die Position des Sportlichen Leiters bei den Sachsen. Es ist bereits die zweite Station im Freistaat für Schmidt. In der Saison 2020/21 stieg er mit Dynamo Dresden in die 2. Liga auf.

Landsbergs Abteilungsleiter Nico Held informierte im Sommer in der verschickten Pressemitteilung: „Man muss sich ehrlich in die Augen schauen können und sagen, dass wir finanzielle Anpassungen machen müssen.“ Er sagte weiter: „Ich habe Alexander Schmidt nach Landsberg geholt, mit einer klaren Mission und großen Ambitionen. Trotz seiner unbestrittenen fußballerischen Fachkenntnisse und seiner Erfahrung aus dem Profibereich ist es Alexander Schmidt nicht gelungen, sich auf die besonderen Rahmenbedingungen des gehobenen Amateurfußballs in der Bayernliga Süd einzustellen.“ Der TSV kämpfte mit finanziellen Altlasten.
Der Sportliche Leiter Christoph Rech und der Stürmer Furkan Kircicek als Co-Trainer übernahmen in Landsberg. Nico Held hatte im Gespräch mit unserer Redaktion kürzlich informiert, dass das Ziel des Vereins ist, perspektivisch in der Regionalliga zu spielen.

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Christian Mühlhause
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Alexander Schmidt
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