BENTHE (red).

Am Sonntag, 11. Januar, um 11 Uhr eröffnet die Malerin Kristina Henze aus Egestorf die erste Ausstellung des Jahres im Kunstraum Benther Berg, Bergstraße 3 in Benthe. Sie stellt die Künstlerin Eva-Maria Stockmann vor, die in Hannover ihr Atelier hat und bei Professor Ulrich Baehr an der FH  Hannover studierte. Eva-Maria Stockmanns Bilder erzählen Geschichten, haben womöglich eine Botschaft. Viele ihrer Werke erscheinen wie Träume, die auf der Leinwand konkrete Formen erhalten. Träume sind Gedanken des Herzens. Und so sind in ihren Bildvisionen ganz reale Hoffnungen und Möglichkeiten zu erkennen, die den Betrachter zu kreativem Tun anregen können. Dabei verwendet die Malerin in ihrer Bildsprache bestimmte Symbole, die das Festverwurzelte, Erdverbundene betonen: Wandlung, Wachstum und Absterben, Aufblühen und Vergehen. Bestimmte Motive wie Wurzeln, Baum, Rose, Körper, Fische sind Zeichen, die in immer neuen Zusammenhängen wiederkehren.

E.M. Stockmann benutzt das Symbol als Zeichen der Verknüpfung des Sichtbaren mit dem Unsichtbaren. Manche ihrer Werke muten aufgrund der besonderen Malweise fast altmeisterlich an, denn sie hat eine raffinierte Zeichentechnik entwickelt, bei der Gouache, Pastellkreiden und Graphit miteinander vermischt werden. So entstehen changierende, diffuse Zwischentöne, die den Gegenstand geheimnisvoll schimmern lassen und der Greifbarkeit entziehen, erklärt Kristina Henze. Die Ausstellung trägt den Titel „Desire“. Diesen Begriff kann man verschieden übersetzen: Sehnen, Begehren, Wunsch, Verlangen. In ihren Bildern zeigt sich womöglich die Sehnsucht nach der Wiederherstellung einer verlorengegangenen Einheit. Der Kontakt mit der Natur sei verschüttet und damit auch die Kraft, die aus dieser Verbindung erwächst. Die Künstlerin entwickelt in ihren Bildern ein Gegenmodell, in der die emotionale Energie, die aus der Begegnung erwächst, wieder lebendig wird.

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