Zwei Mitglieder einer Bande, die sich auf den Diebstahl von Porsches spezialisiert hatte und auch in Meerbusch aktiv war, stehen seit November in Düsseldorf vor Gericht. Die beiden Männer aus Polen sind wegen schweren Bandendiebstahls angeklagt und sitzen in Untersuchungshaft. Bei einem weiteren Prozesstag am Landgericht am Mittwoch ließ sich nun erstmals einer der Angeklagten ein.
Einer der Anwälte des 37-Jährigen erklärte, dass sein Mandant sich in einer finanziellen Notlage befunden habe, als ihn ein drittes Mitglied der Bande, das bereits in Köln vor Gericht steht, angesprochen hatte. Er könne mit Autodiebstählen Geld verdienen, wenn er als Fahrer agiere. Der Angeklagte sei demnach bei fünf Diebstählen – auch dem im März 2024 in Büderich – dabei gewesen und habe in vier Fällen dafür jeweils 1000 Euro erhalten. Der Mann habe aber lediglich die Porsches gefahren – das Aufbrechen und später die Übergabe an Dritte habe ein anderes Bandenmitglied übernommen, betonte der Anwalt. Sein Mandant bedauere die Taten heute.
Der Prozess wird am 22. Januar fortgesetzt, dann will sich auch der andere Angeklagte äußern, erklärte dessen Anwalt. Zudem sind Zeugen geladen, darunter voraussichtlich auch das Bandenmitglied, das in Köln vor Gericht steht.