15 Spieler aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL), neun Akteure aus Nordamerika sowie ein Legionär aus der Schweiz – Eishockey-Bundestrainer und Ex-DEG-Coach Harold Kreis hat am Mittwoch (7. Januar) seinen vorläufigen Kader für die anstehenden Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo (6. bis 22. Februar) benannt.

Wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mitteilte, wird die Nationalmannschaft mit drei Torhütern, acht Verteidigern und 14 Stürmern nach Italien reisen. Darunter befinden sich auch zahlreiche Spieler aus der National Hockey League (NHL), der besten Eishockey-Liga der Welt.

Olympia: DEB-Trainer nominiert Niederberger und Ehl

Und Harold Kreis setzt dabei unter anderem auch auf zwei Spieler, mit denen er bereits während seiner zweiten Amtszeit als Cheftrainer der Düsseldorfer EG (von 2018 bis 2022, davor 2008 bis März 2010) zusammengearbeitet hat. Einer der 14 nominierten Stürmer ist Alexander Ehl, der erst im vergangenen Sommer nach dem Abstieg der DEG zu den Adler Mannheim gewechselt ist und in der DEL von 2019 bis 2025 insgesamt 260 Spiele für die DEG absolvierte.

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Auch der gebürtige Düsseldorfer Torhüter Mathias Niederberger, Sohn von DEG-Geschäftsführer Andreas Niederberger und Bruder von DEG-Stürmer Leon Niederberger, schaffte den Sprung in den vorläufigen Olympia-Kader. Der Goalie reifte bei seinem Heimatclub zum Nationaltorhüter und gewann drei Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft (2021 und 2022 mit den Eisbären Berlin, 2023 mit Red Bull München), nachdem er die DEG verließ. Zudem wurde Niederberger im Jahr 2023 sensationell Vize-Weltmeister mit dem DEB-Team.

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Mit Parker Tuomie, derzeit bei den Kölner Haien unter Vertrag, stehen sogar drei Spieler im DEB-Kader, die in Düsseldorf bereits ihre Schlittschuhe schnürten. Denn der Deutsch-Amerikaner spielte von 2010 bis 2012 im Nachwuchs des achtmaligen Deutschen Meisters.

NHL-Superstar Leon Draisaitl für DEB-Team an

Ob Mathias Niederberger jedoch als Deutsche Nummer 1 in das Olympische Eishockey-Turnier starten wird, bleibt abzuwarten. Denn unter den neun nominierten Spielern aus Nordamerika ist auch Philipp Grubauer dabei, der für die Seattle Kraken in der National Hockey League (NHL) – der besten Eishockey-Liga der Welt – aufläuft und in dieser Saison in bislang 14 Partien 92,6 Prozent aller Torschüsse parieren und acht Siege einfahren konnte.

Angeführt wird das DEB-Team bei Olympia neben Moritz Müller von den Kölner Haien (39 Jahre alt) vom deutschen NHL-Superstar Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers. Der 30-jährige Center sammelte in bisher 929 NHL-Spielen insgesamt 1157 Scorerpunkte (472 Tore, 685 Vorlagen, Playoffs mit einberechnet) und erreichte mit den Oilers 2024 und 2025 jeweils das Stanley-Cup-Finale, das der kanadische Club jedoch zwei Mal in Folge gegen die Florida Panther verlor.

Prominente Rollen dürften auch Verteidiger Moritz Seider von Detroit Red Wings und Stürmer Tim Stützle von den Ottawa Senators übernehmen. In der NHL konnten sich die beiden ehemaligen Mannheim-Profis ebenfalls durchsetzen und zählen derzeit zu den besten europäischen Spielern der Liga.

Der DEB-Kader für die Olympischen Spiele im Überblick

Der Kader im Überblick:

Tor: Philipp Grubauer (Seattle Kraken/USA), Mathias Niederberger (Red Bull München), Maximilian Franzreb (Adler Mannheim)

Verteidigung: Moritz Seider (Detroit Red Wings/USA), Moritz Müller (Kölner Haie), Kai Wissmann, Jonas Müller, Korbinian Geibel (alle Eisbären Berlin), Leon Gawanke, Lukas Kälble (beide Adler Mannheim), Fabio Wagner (Red Bull München)

Sturm: Leon Draisaitl, Joshua Samanski (beide Edmonton Oilers/Kanada), Tim Stützle (Ottawa Senators/Kanada), John-Jason Peterka (Utah Mammoth/USA), Nico Sturm (Minnesota Wild/USA), Lukas Reichel (Vancouver Canucks/Kanada), Wojciech Stachowiak (Tampa Bay Lightning/USA), Dominik Kahun (Lausanne HC/Schweiz), Marc Michaelis, Justin Schütz, Alexander Ehl (alle Adler Mannheim), Frederik Tiffels (Eisbären Berlin), Parker Tuomie (Kölner Haie), Tobias Rieder (Red Bull München)

DEB-Team startet am 12. Februar gegen Dänemark ins Olympia-Turnier

Bereits im Juni vergangenen Jahres gab der DEB bekannt, dass mit Superstar Leon Draisaitl, Philipp Grubauer, Moritz Seider, Nico Sturm (Minnesota Wild), Tim Stützle (Ottawa Senators) sowie Lukas Reichel, der zuletzt vom NHL-Club Vancouver Canucks ins Farmteam versetzt wurde, bereits sechs Nordamerika-Legionäre zum vorläufigen Olympia-Kader gehören werden. Nun gesellen sich noch John-Jason Peterka von den Utah Mammuts (ebenfalls NHL) sowie Wojciech Stachowiak (Tampa Bay Lightning) und Joshua Samanski (Edmonton) hinzu. Die zwei letztgenannten Spieler liefen bislang jedoch nicht in der NHL, sondern eine Etage tiefer, in der American Hockey League (AHL) auf.

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Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking verpasste das DEB-Team das Viertelfinale. Vier Jahre zuvor, bei den Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang, gewann die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Männer auf sensationelle Art die Silbermedaille. Bis heute ist dies neben der Vize-Weltmeisterschaft 2023 der größte Erfolg in der Geschichte des Deutschen Eishockey. Ob eine ähnliche Überraschung auch bei den anstehenden Spielen in Mailand gelingt, ist jedoch unwahrscheinlich. Denn Top-Nationen wie Kanada, die USA, Schweden und Finnland setzen ebenfalls auf ihre Superstars aus der NHL.

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Los geht es für das Team von Ex-DEG-Trainer Harold Kreis beim Olympischen Eishockey-Turnier im Übrigen am Donnerstag, 12. Februar. Dann trifft Deutschland ab 21.10 Uhr auf Dänemark. Zwei Tage später, am Samstag, den 14. Februar, 12.10 Uhr, spielt die DEB-Auswahl gegen Lettland. Das letzte Spiel in der Gruppe C bestreitet die deutsche Nationalmannschaft dann am Sonntag, 15. Februar, 21.10 gegen Top-Favorit USA.