Der Insolvenzverwalter und ein Sprecher der Zech Group haben das jetzt mitgeteilt. Die Bremer Unternehmensgruppe Zech will alle Mitarbeiter übernehmen. Auch alle Fahrzeuge, Maschinen und Werkzeuge aus dem Karrié-Besitz werden in die Zech Group übergehen. Wieviel Geld das Bremer Unternehmen für Karrié bezahlt, ist nicht bekannt.
Zech Group ist internationales Unternehmen
Die Zech Group hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren etwa 80 Firmen gekauft. Sie wurde vor mehr als 110 Jahren gegründet und hat ihren Ursprung in der Baubranche.
Mittlerweile hat die Zech Group drei Geschäftsbereiche und arbeitet deutschlandweit und international. Die Unternehmensgruppe baut Gebäude, verwaltet sie und hält Anteile an Hotels.
Alle Karrié-Mitarbeiter werden von Zech übernommen
Die deutschlandweit 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Karrié sollen Zech in den Bereichen Hochbau und Bauwerkserhaltung verstärken.
Die einzelnen Firmen der Zech Group hätten insgesamt Aufträge in Höhe von 8,4 Milliarden Euro abzuarbeiten, heißt es.
Der Niedergang des Unternehmens Karrié aus Mainz
Karrié hatte Anfang November einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Mainz gestellt. Zuvor hatte bereits eine Tochtergesellschaft, die Karrié Bauwerkserhaltung, einen Insolvenzantrag gestellt.
Der Gesamtkonzern hat außer in Mainz Standorte in Stuttgart, München, Hamburg, Recklinghausen und Erfurt. Durch den Antrag der Mainzer Muttergesellschaft ist jetzt das gesamte Unternehmen von der Pleite betroffen.
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Bauprojekte in Rheinhessen betroffen
Mainzer Bauunternehmen Karrié meldet Insolvenz an
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Do.30.10.2025
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Sanierung von Taubertsbergbad Mainz noch offen
Von der Pleite sind auch die Stadt Mainz und offenbar mehrere Dutzend Subunternehmer betroffen. Das Taubertsbergbad sollte eigentlich von Karrié saniert werden, nach der Pleite gibt es dort allerdings einen Baustopp.
Die Mainzer Stadtwerke, die das Bad über eine Tochtergesellschaft betreiben, wollten es bereits Ende des vergangenen Jahres wieder eröffnen. Durch den Baustopp gebe es keine Einnahmen und dadurch finanzielle Verluste, sagte ein Sprecher der Stadtwerke.
Ob die Unternehmensgruppe Zech das Taubertsbergbad weiter saniert, ist noch unklar. Laut eines Sprechers von Zech ist das jetzt Verhandlungssache.
Weiterer Betrieb beantragt Insolvenz
Die Schreinerei Informo im Mainzer Stadtteil Hechtsheim hat infolge der Karrié-Pleite ebenfalls Insolvenz angemeldet. Sie hatte im Taubertsbergbad als Subunternehmer gearbeitet. Geschäftsführerin Inga Skudiene sagte im Gespräch mit dem SWR, dass Karrié ihrem Betrieb mehrere hunderttausend Euro schulde.
Ob sie ihr Geld bekommt, ist ungewiss. Karrié-Insolvenzverwalter Lautenbach erklärte wörtlich: „Ob es gelingt, alle Insolvenzforderungen auszugleichen, ist derzeit noch nicht absehbar und muss abgewartet werden.“ Wie hoch die Verbindlichkeiten des Unternehmens sind, könne derzeit nicht abgeschätzt werden.
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