Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj sieht Kriegsende in 2026 als möglich an
Aktualisiert am 08.01.2026 – 05:20 UhrLesedauer: 12 Min.
Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische Präsident sieht Fortschritte bei Friedengesprächen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/KOSTAS PIKOULAS/imago)
Selenskyj hält ein baldiges Kriegsende für möglich. Trump soll Sanktionen gegen Russland verhängen wollen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hat angekündigt, dass US-Präsident Donald Trump in einem Gespräch mit ihm einem Gesetzentwurf über Sanktionen gegen Russland zugestimmt hat.
Wenn das Gesetz vom Senat beschlossen wird, gäbe es umfassende Sanktionen gegen Russland, darunter Zölle von bis zu 500 Prozent und Maßnahmen gegen Drittstaaten wie China und Indien verhängen, die mit Russland Geschäfte machen.
Das Gesetz war lange Zeit nicht zur Abstimmung gekommen, weil Trump auf russische Signale im Friedensprozess hoffte. Es gibt sowohl von vielen Republikanern als auch von Demokraten Unterstützung für das Vorhaben.
Russische Angriffe führen in Teilen der Südost-Ukraine zu weitreichenden Strom- und Wasserausfällen, wie örtliche Behörden und Medien berichten. In der Stadt Dnipro sei der Strom ausgefallen und die U-Bahn habe ihren Betrieb eingestellt, meldet der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne. Der Energieversorger DTEK teilt mit, dass auch Teile der Region Saporischschja von den Stromausfällen betroffen seien.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt angesichts von Fortschritten bei Friedensgesprächen ein Ende des Krieges in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus. „Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen einen neuen Meilenstein erreicht haben“, sagte Selenskyj bei einem Besuch in Zypern.
In der Hauptstadt Nikosia war die EU-Spitze zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns versammelt. „Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch während Ihrer Präsidentschaft beendet werden kann“, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax Ukraina zufolge bei der Zeremonie.
Die Vereinigten Staaten von Amerika werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump „immer“ zur Militärallianz Nato stehen. „Wir werden immer für die Nato da sein, auch wenn sie nicht für uns da sein wird“, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social.
Weiter schrieb Trump, Russland und China hätten keine Angst vor der Nato, wenn Amerika nicht dazugehören würde. Er zweifelte zudem die Zuverlässigkeit der Nato-Verbündeten an: „Russland und China haben null Angst vor der Nato ohne die Vereinigten Staaten, und ich bezweifle, dass die Nato für uns da wäre, wenn wir sie wirklich brauchen. (…) Die einzige Nation, die China und Russland respektieren, ist die von DONALD J. TRUMP wiederaufgebaute USA.“ Weiter schrieb er: „Norwegen, ein Nato-Mitglied, hat sich unklugerweise entschlossen, mir den Friedensnobelpreis nicht zu geben. Aber das ist ja nicht wichtig!“
