08. Januar 2026 – Chiara-Lee Haartje

Trotz Frost und Schnee bleibt das traditionsreiche Alstereisvergnügen wohl aus: Die Umweltbehörde rechnet nicht mit einer Freigabe der Außenalster, dafür fehlt entscheidend dickes Eis.

Auch wenn es seit Tagen winterlich kalt ist, stehen die Chancen auf eine Freigabe der zugefrorenen Außenalster in diesem Winter schlecht. Nach Einschätzung der Hamburger Umweltbehörde seien die Voraussetzungen für das beliebte Alstereisvergnügen aktuell nicht erfüllt.

Strenge Vorgaben für eine Freigabe

Damit Zehntausende Menschen die Eisfläche sicher betreten können, ist eine durchgehende Kerneisdicke von mindestens 20 Zentimetern notwendig. Davon sei Hamburg derzeit weit entfernt. Selbst bei dauerhaftem Frost von minus zehn Grad wachse das Eis nur etwa einen Zentimeter pro Tag, vorausgesetzt, es liegt kein isolierender Schnee auf der Oberfläche.

Ungleichmäßige Eisdecke als Risiko

Als fließendes Gewässer friert die Alster zudem sehr ungleichmäßig zu. Unter Brücken, an Einläufen oder durch Strömungen bleibt das Eis oft gefährlich dünn. Eine mögliche Freigabe setzt deshalb umfangreiche Kernbohrungen und eine positive Gesamtbewertung der Tragfähigkeit voraus.

Letzte Freigabe liegt Jahre zurück

Zuletzt war die Außenalster im Februar 2012 offiziell freigegeben worden. Damals strömten Tausende Hamburgerinnen und Hamburger auf das Eis. Frühere Freigaben gab es unter anderem in den Jahren 1997, 1996, 1991, 1986, 1985 und 1979. Solche sogenannten Eiswinter werden laut Umweltbehörde jedoch immer seltener.

Klimawandel verringert Chancen weiter

Mit Blick auf den Klimawandel sinkt die Wahrscheinlichkeit für wochenlange Frostperioden deutlich. Tage mit dauerhaftem Dauerfrost werden in Hamburg seltener – und damit auch die Chance auf eine tragfähige Eisdecke. Die Behörde warnt daher ausdrücklich davor, Eisflächen eigenmächtig zu betreten: Es besteht Lebensgefahr.

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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com

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