
Stand: 08.01.2026 10:46 Uhr
Weiterer kräftiger Schneefall sorgt in Niedersachsen für Schulausfälle. Vor allem im Nordwesten haben Landkreise und Städte den Präsenzunterricht für heute und morgen abgesagt. Ein Überblick.
In Ostfriesland ist so viel Schnee gefallen, dass mancherorts die Räumfahrzeuge und Abschleppunternehmen Probleme haben durchzukommen. Die Entscheidung, ob der Unterricht witterungsbedingt ganz oder in Teilen ausfällt, liegt bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Als Grund nennen sie meist, dass kein sicherer Schultransport möglich sei. Obwohl die Räumdienste fast pausenlos im Einsatz seien, gelinge es nur zum Teil, die Straßen von Schnee und Eis zu befreien, heißt es zum Beispiel vom Landkreis Aurich. Der Landkreis Emsland warnt vor „extremer Glätte“. In einigen Schulen soll statt dem regulären Präsenzunterricht Home-Schooling stattfinden.
An diesen Schulen fällt der Unterricht aus:
- Landkreis Ammerland: Der Präsenzunterricht fällt für alle Schüler und Schülerinnen am Donnerstag und Freitag aus. Berufsbildende Schulen wechseln in den Distanzunterricht, allgemeinbildende Schulen entscheiden das selbst.
- Landkreis Aurich: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Stadt Bremerhaven: Kein Präsenzunterricht an den städtischen Schulen am Freitag, stattdessen Distanzunterricht. Schüler der Klassen 1 bis 6, die trotzdem in die Schulen kommen, werden betreut.
- Landkreis Cloppenburg: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Stadt Delmenhorst: Kein Präsenzunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Stadt Emden: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis Emsland: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen (mit Ausnahmen).
- Landkreis Friesland: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag. Notbetreuung soll es geben.
- Landkreis Grafschaft Bentheim: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und am Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis Leer: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und am Freitag. Über Distanzunterricht entscheiden die Schulen eigenständig.
- Landkreis Lüchow-Dannenberg: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Stadt Oldenburg: Kein Präsenzunterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen am Freitag. Schulen entscheiden selbst über Distanzunterricht. Am Donnerstag und Freitag an der Freien Waldorfschule kein Schulunterricht, Notbetreuung soll es geben.
- Landkreis Schaumburg: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis Vechta: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag.
- Landkreis Wesermarsch: Kein Schulunterricht an allgemeinbildenden Schulen am Freitag, berufsbildende Schulen gehen in den Distanzunterricht.
- Landkreis Wittmund: Kein Schulunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen auf dem Festland am Donnerstag und Freitag.
- Stadt Wilhelmshaven: Kein Präsenzunterricht an Grund- und weiterführenden Schulen am Donnerstag und Freitag. Über Distanzunterricht entscheiden die Schulen eigenständig. Notbetreuung soll es geben.
(Stand: 08.01.2026, 10.25 Uhr)

Im Interview mit NDR Niedersachsen spricht Wetterexperte Martin Gudd auch von möglichen Sturmböen in der Nacht zu Freitag.
Eltern können bei Extremwetter selbst entscheiden
Auch ohne einen vom Landkreis angekündigten Ausfall des Präsenzunterrichts, können Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern der 1. bis 10. Klasse ihre Kinder zu Hause behalten, wenn sie auf dem Schulweg eine unzumutbare Gefährdung aufgrund extremer Witterungsverhältnisse fürchten. Darauf weist das niedersächsische Kultusministerium hin. Kommen Schülerinnen und Schüler dagegen trotz Ausfall des Präsenzunterrichts zur Schule, werden sie auch in der Schule betreut.
Unterricht endete teils vorzeitig oder fiel teilweise aus
Bereits am Mittwoch war es in Niedersachsen vereinzelt zu Unregelmäßigkeiten im Schulbetrieb gekommen. Im Landkreis Wittmund und in den Nachbarlandkreisen Aurich und Leer waren alle Schülerinnen und Schüler an allgemein- und berufsbildenden Schulen nach der sechsten Unterrichtsstunde nach Hause befördert worden, wie die Verwaltungen mitteilten. Der Schulunterricht endete deshalb vorzeitig. In Northeim war an einem Gymnasium teilweise der Unterricht ausgefallen – damit die Schülerinnen und Schüler nicht frieren mussten. An der Schule gibt es nach Angaben des Landkreises einen Heizungsschaden. Im Landkreis Helmstedt war bereits am Dienstag wegen des Wetters der Unterricht ausgefallen. Der Ausfall betraf alle allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen und Förderschulen, so die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen.
Schnee, Eis, Eisregen: Winterwetter bleibt Problem
Nicht nur in den Schulen in Niedersachsen sorgt das aktuelle Winterwetter für besondere Umstände – es macht sich unter anderem in Kliniken, im Straßenverkehr, ÖPNV, Baumärkten und in den Wintersport-Orten bemerkbar. Für die kommenden Tage warnen Wetterexperten vor Neuschnee und Glätte, darauf soll Eisregen folgen.

Seit Mittwochabend läuft der Lift am Heibek in Bad Lauterberg. Mit Flutlicht ist damit eine 300-Meter-Abfahrt möglich.

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Es handelt sich laut Verwaltung um eine vorsorgliche Maßnahme. Die Landesforsten mahnen zudem Spaziergänger zur Vorsicht.

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