Quentin Tarantino wollte „Kill Bill“ nie als Martial-Arts-Zweiteiler veröffentlichen, sondern als geschlossenes Epos. Genau so erscheint der Film bald auch in Deutschland, denn „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ hat nun einen Kinostart erhalten.

Auch wenn Quentin Tarantino („Pulp Fiction“) in letzter Zeit einiges an Sympathie eingebüßt hat, nachdem er Matthew Lillard, Owen Wilson und vor allem Paul Dano öffentlich in völlig unverhältnismäßiger Weise zur Sau machte, wartet die Filmwelt weiterhin gespannt darauf, was denn nun sein zehnter und zugleich letzter Film sein wird. Zumal Tarantino das eigentlich bereits angekündigte Projekt „The Movie Critic“ wieder absagte und damit erneut für Fragezeichen sorgte.

Eine konkrete Antwort darauf dürfte zwar noch eine Weile auf sich warten lassen, doch auf neuen Quentin-Tarantino-Stoff auf der großen Leinwand müsst ihr dennoch nicht mehr allzu lange verzichten: Am 16. April 2026 startet „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ in den deutschen Kinos. Damit könnt ihr auch hierzulande endlich jene „Kill Bill“-Version erleben, die Quentin Tarantino von Anfang an vor Augen hatte.

Es sollten nie 2 Filme sein

Obwohl „Kill Bill Vol. 1“ und „Kill Bill Vol. 2“ letztlich nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen getrennt voneinander veröffentlicht wurden, betont Quentin Tarantino bis heute immer wieder, dass es sich dabei gar nicht um zwei eigenständige Filme handelt, sondern um ein untrennbar zusammenhängendes Gesamtwerk.

Genau dieses Epos kommt nun auch nach Deutschland, nachdem „The Whole Bloody Affair“ bereits im Dezember 2025 in den Vereinigten Staaten anlief – und dort auf durchweg begeisterte Reaktionen stieß.

Allerdings solltet ihr dafür einiges an Sitzfleisch mitbringen, denn „The Whole Bloody Affair“ bringt es auf eine stolze Laufzeit von 281 Minuten. Damit ist die XXL-Fassung ganze 33 Minuten länger als die beiden Solo-Versionen zusammengenommen.

Die zusätzliche Laufzeit ergibt sich unter anderem durch eine neue, siebeneinhalb Minuten lange Anime-Sequenz, in der es die Braut (Uma Thurman) mit Gogos Schwester Yuki zu tun bekommt, sowie durch eine eigens eingefügte Intermission. Darüber hinaus wurde das Finale des ersten Teils angepasst, wodurch das Intro des zweiten Teils entfällt. Der legendäre Kampf mit den Crazy 88 ist zudem nicht mehr in Schwarz-Weiß, sondern erstmals vollständig in Farbe zu sehen.

Falls ihr wissen wollt, welcher Skandalfilm zu den größten Inspirationen für Quentin Tarantino zählt, müsst ihr den nachfolgenden Artikel lesen:

Eine der größten Inspirationen für Quentin Tarantino: Dieser Skandalfilm lockte in Deutschland 3 Millionen Zuschauer in die Kinos!