
Stand: 08.01.2026 13:41 Uhr
In zahlreichen Landkreisen im Nordwesten Niedersachsens ist heute der Präsenzunterricht wegen Schneefall und Glätte ausgefallen. Weitere Landkreise und Städte haben den Unterricht für morgen abgesagt. Ein Überblick.
Für die kommende Nacht sagen Wetterdienste für weite Teile Niedersachsens heftige Schneefälle voraus. Ob der Unterricht witterungsbedingt ganz oder in Teilen ausfällt, entscheiden die Landkreise und kreisfreien Städte. Angesichts der Wetterverhältnisse sehen viele einen sicheren Schulweg nicht gewährleistet. Obwohl die Räumdienste fast pausenlos im Einsatz seien, gelinge es nur zum Teil, die Straßen von Schnee und Eis zu befreien, heißt es etwa vom Landkreis Aurich. Der Landkreis Emsland warnt vor „extremer Glätte“. Einige Schulen, vor allem die berufsbildenden Schulen, setzen auf Distanzunterricht.

Sturmtief „Elli“ soll vor allem in der Nacht heftigen Schneefall bringen. Hier erfahren Sie alles von Schulausfällen bis Wetteraussichten.
An diesen Schulen fällt der Unterricht aus:
- Landkreis Ammerland: Der Präsenzunterricht fällt für alle Schüler und Schülerinnen am Donnerstag und Freitag aus. Berufsbildende Schulen wechseln in den Distanzunterricht, allgemeinbildende Schulen entscheiden das selbst.
- Landkreis Aurich: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Stadt Bremerhaven: Kein Präsenzunterricht an den städtischen Schulen am Freitag, stattdessen Distanzunterricht. Schüler der Klassen 1 bis 6, die trotzdem in die Schulen kommen, werden betreut.
- Landkreis Celle: Der reguläre Schulbetrieb fällt am Freitag an allen Schulen in Stadt und Landkreis aus. Kinder, die dennoch zur Schule kommen, werden betreut. Für alle berufsbildenden Schulen ordnet der Landkreis Distanzunterricht an.
- Landkreis Cloppenburg: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis und Stadt Cuxhaven: Der Unterricht fällt am Freitag an allen Förderschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus, auch am Kreisgymnasium Wesermünde.
- Stadt Delmenhorst:Kein Präsenzunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Stadt Emden: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis Emsland: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen (mit Ausnahmen).
- Landkreis Friesland: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag. Notbetreuung soll es geben.
- Landkreis Grafschaft Bentheim: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und am Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis Harburg: Kein Präsenzunterricht am Freitag. An den berufsbildenden Schulen in Buchholz und Winsen findet Distanzunterricht statt. Andere Schulen entscheiden selbst, ob sie Distanzunterricht machen. Die Schulen bieten eine Notbetreuung an.
- Landkreis Helmstedt: An allen allgemein- und berufsbildenden Schulen fällt am Freitag der Unterricht aus. An der BBS Helmstedt findet Distanzunterricht statt.
- Landkreis Holzminden: An allen allgemeinbildenden Schulen fällt der Unterricht am Freitag aus, auch an der Grundschule Duingen und der Außenstelle Duingen der Oberschule Delligsen. An der berufsbildenden Schule ist Distanzunterricht angeordnet.
- Landkreis Leer: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und am Freitag. Über Distanzunterricht entscheiden die Schulen eigenständig.
- Landkreis Lüchow-Dannenberg: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Freitag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis und Stadt Lüneburg: Der Unterricht fällt am Freitag an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen aus.
- Landkreis Northeim: Der Unterricht fällt am Freitag an allen allgemeinbildenden Schulen aus, es wird eine Notbetreuung geben. An den berufsbildenden Schulen findet Distanzunterricht statt.
- Landkreis Peine: An allen allgemein- und berufsbildenden Schulen fällt am Freitag der Unterricht aus, die Schulen richten Notbetreuungen ein.
- Landkreis Oldenburg: Der Unterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen fällt am Freitag aus, ebenso an der Graf-Anton-Günther-Schule in der Stadt Oldenburg. Für die berufsbildenden Schulen Wildeshausen wurde Distanzunterricht angeordnet.
- Stadt Oldenburg: Kein Präsenzunterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen am Freitag. Schulen entscheiden selbst über Distanzunterricht. Am Donnerstag und Freitag an der Freien Waldorfschule kein Schulunterricht, Notbetreuung soll es geben.
- Landkreis Rotenburg: Kein Präsenzunterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen am Freitag.
- Landkreis Schaumburg: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag, Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen.
- Landkreis Stade: Der Unterricht fällt am Freitag aus, Schüler, die dennoch in die Schulen gehen, werden betreut. An den berufsbildenden Schulen wird es Distanzunterricht geben.
- Landkreis Uelzen: Am Donnerstag endet der Unterricht an den Grundschulen nach der 5. Stunden, an den weiterführenden allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen nach der 6. Stunde. Am Freitag fällt der Unterricht an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ganztägig aus.
- Landkreis Vechta: Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Donnerstag und Freitag.
- Landkreis Verden: An allen allgemeinbildenden Schulen fällt am Freitag der Unterricht aus. Für die berufsbildenden Schulen gilt Distanzunterricht. Die Schulen stellen eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler sicher.
- Landkreis Wesermarsch: Kein Schulunterricht an allgemeinbildenden Schulen am Freitag, berufsbildende Schulen gehen in den Distanzunterricht.
- Landkreis Wittmund: Kein Schulunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen auf dem Festland am Donnerstag und Freitag.
- Stadt Wilhelmshaven: Kein Präsenzunterricht an Grund- und weiterführenden Schulen am Donnerstag und Freitag. Über Distanzunterricht entscheiden die Schulen eigenständig. Notbetreuung soll es geben.
(Stand: 08.01.2026, 13.35 Uhr)

Im Interview mit NDR Niedersachsen spricht Wetterexperte Martin Gudd auch von möglichen Sturmböen in der Nacht zu Freitag.
Eltern können bei Extremwetter selbst entscheiden
Auch ohne einen vom Landkreis angekündigten Ausfall des Präsenzunterrichts, können Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern der 1. bis 10. Klasse ihre Kinder zu Hause behalten, wenn sie auf dem Schulweg eine unzumutbare Gefährdung aufgrund extremer Witterungsverhältnisse fürchten. Darauf weist das niedersächsische Kultusministerium hin. Kommen Schülerinnen und Schüler dagegen trotz Ausfall des Präsenzunterrichts zur Schule, werden sie auch in der Schule betreut.
Unterricht endete teils vorzeitig oder fiel teilweise aus
Bereits am Mittwoch war es in Niedersachsen vereinzelt zu Unregelmäßigkeiten im Schulbetrieb gekommen. Im Landkreis Wittmund und in den Nachbarlandkreisen Aurich und Leer waren alle Schülerinnen und Schüler an allgemein- und berufsbildenden Schulen nach der sechsten Unterrichtsstunde nach Hause befördert worden, wie die Verwaltungen mitteilten. Der Schulunterricht endete deshalb vorzeitig. In Northeim war an einem Gymnasium teilweise der Unterricht ausgefallen – damit die Schülerinnen und Schüler nicht frieren mussten. An der Schule gibt es nach Angaben des Landkreises einen Heizungsschaden. Im Landkreis Helmstedt war bereits am Dienstag wegen des Wetters der Unterricht ausgefallen. Der Ausfall betraf alle allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen und Förderschulen, so die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen.
Schnee, Eis, Eisregen: Winterwetter bleibt Problem
Nicht nur in den Schulen in Niedersachsen sorgt das aktuelle Winterwetter für besondere Umstände – es macht sich unter anderem in Kliniken, im Straßenverkehr, ÖPNV, Baumärkten und in den Wintersport-Orten bemerkbar. Für die kommenden Tage warnen Wetterexperten vor Neuschnee und Glätte, darauf soll Eisregen folgen.

Seit Mittwochabend läuft der Lift am Heibek in Bad Lauterberg. Mit Flutlicht ist damit eine 300-Meter-Abfahrt möglich.

Hausbesitzer in Niedersachsen müssen Schnee räumen, sonst kann es teuer werden. Ist es doch mal glatt, hilft der „Pinguin-Gang“.

Es handelt sich laut Verwaltung um eine vorsorgliche Maßnahme. Die Landesforsten mahnen zudem Spaziergänger zur Vorsicht.

Landesweit sorgt Glätte für zahlreiche Unfälle, der Zugverkehr ist eingeschränkt. Heute soll sich die Wetterlage zuspitzen.