Für die allermeisten ist es selbstverständlich, dass es all dies in den eigenen vier Wänden gibt. Dieser Luxus gilt aber nicht für alle Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal. Aktuell haben 80 bis 100 Menschen ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße, weitere 260 sind nach Angaben der Stadt in städtischen Notunterkünften untergebracht, die Zahl steigt seit Jahren. Nun ist die Kommune gesetzlich dazu verpflichtet „unfreiwillig Obdachlose menschenwürdig unterzubringen“. Dies scheint in Wuppertal gut zu funktionieren, wie sowohl Stadt als auch Diakonie einhellig spiegeln. Natürlich kann niemand gezwungen werden, in einer solchen Unterkunft unterzukommen, dass aber die Möglichkeit besteht und bei Bedarf weitere Räume zur Verfügung gestellt werden können, ist eine beruhigende Aussage. Abseits dessen gibt es viele Menschen, die anderen das harte Leben auf der Straße mit ein paar Münzen, Essen, Getränken oder nur einer Unterhaltung zumindest etwas erträglicher machen. Denn auch wenn viele naserümpfend und möglichst ohne Blickkontakt an Obdachlosen vorbeihasten, gilt es immer zu bedenken: Hier handelt es sich um Menschen mit einer ganz eigenen Geschichte, denen es mit Nächstenliebe zu begegnen gilt.