Schnee und Eis am Airport
Was der Wintereinbruch für Passagiere bedeutet
08.01.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Flughafen Nürnberg trotzt Eis und Schnee: Die Mitarbeiter seien gut auf die Wetterlage vorbereitet, heißt es. (Quelle: Simon Rein/Flughafen Nürnberg)
Schnee, Tiefsttemperatur und ein Flugplan, der eingehalten werden will: Am Airport Nürnberg läuft der Winterbetrieb auf Hochtouren. Was bedeutet das für die Passagiere?
Die Verantwortlichen des Albrecht-Dürer-Airports zeigen sich angesichts des Winterwetters gelassen. Man sei auf die Bedingungen vorbereitet, teilte die Pressestelle auf Anfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online mit. Der Winter hat Deutschland derweil weiter fest im Griff. Sturmtief Elli soll am Freitag insbesondere den Norden treffen. Auch für Nürnberg gelten Wetterwarnungen.
Laut Flughafen-Webseite kam es am Donnerstagmorgen zu zahlreichen Verspätungen. Der Airbus nach Hurghada startete beispielsweise eine Stunde verspätet um 7.25 Uhr. Oder der Lufthansa-Flug nach Frankfurt erst um 7.53 Uhr statt wie geplant um 6.25 Uhr.
Am Donnerstag seien insgesamt 53 Starts und Landungen geplant, erklärt Sprecher Christian Albrecht. Außerdem rechnen sie mit Ausweichlandungen von anderen Flughäfen. Im Durchschnitt müssten sich Reisende auf 44 Minuten Verzögerung einstellen, heißt es am Vormittag.
Das liege in den meisten Fällen daran, dass die Flugzeuge enteist werden müssen. Dieser Vorgang dauere zwischen fünf und fünfzehn Minuten. Dabei werden Schnee und Eis entfernt, um die Aerodynamik des Flugzeugs nicht zu gefährden. Ob eine Maschine enteist wird, obliegt der Entscheidung der jeweiligen Crew oder Fluggesellschaft. Der Flughafen stellt die Technik und das Personal.
„Alle Maßnahmen – von der Räumung der Flächen bis zur Enteisung der Flugzeuge – dienen der Sicherheit und sind unverzichtbar für einen stabilen Betrieb“, betont der Pressesprecher. Der Winterdienst ist rund um die Uhr im Einsatz. Wenn es die Lage erfordert, helfen Mitarbeitende aus anderen Bereichen mit, die „sich freiwillig für den Winterdienst auf Abruf bereithalten“. Besonders herausfordernd seien Wetterlagen mit Eisregen.
In drei Schichten sind derzeit jeweils zehn Mitarbeiter im Dienst, die mit acht Winterdienstfahrzeugen sowie zwei Zusatzfahrzeugen das Vorfeld und die Piste freihalten. Insgesamt sind nach eigenen Angaben rund 618.000 Quadratmeter Betriebsfläche zu räumen. Für die Enteisung der Flugzeuge stehen vier Spezialfahrzeuge bereit. Sie werden von 18 fest eingeteilten Kräften bedient, unterstützt von bis zu 20 weiteren Mitarbeitenden, die im Bedarfsfall einspringen.
