Der Sturm schwächelt weiter
Vor Englischer Woche: Werder mit Personalsorgen und Hoffnung
08.01.2026 – 12:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Jubel bei Werder-Trainer Horst Steffen: Der Coach der Bremer hatte in der Rückrunde nur selten die Gelegenheit, sich über Tore zu freuen. (Quelle: IMAGO/osnapix / Michael Titgemeyer/imago)
Werder Bremen geht ohne neuen Stürmer ins erste Bundesliga-Spiel des Jahres. Trainer Horst Steffen setzt vor der Partie gegen Hoffenheim dennoch auf einen Befreiungsschlag – trotz Krise und eines schweren Programms.
Werder Bremen startet ohne den erhofften Neuzugang für den Sturm in das neue Fußball-Jahr. Trainer Horst Steffen rechnet nicht damit, dass vor der Englischen Woche noch Verstärkung kommt. „Solange kein Neuzugang da ist, gehe ich davon aus, dass wir die drei Spiele mit dem aktuellen Kader bestreiten“, sagte der Coach vor dem Bundesligaspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky).
Für die Bremer beginnt damit eine besonders anspruchsvolle Woche. Nach der Partie gegen Hoffenheim warten mit Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt zwei weitere Topteams. Steffen hofft dennoch auf einen Neustart nach zuletzt schwierigen Wochen. „Wir haben eine Chance, zu zeigen, was wir können, unsere Ideen für das neue Jahr auf den Platz zu bringen und einen Haken an alte Dinge zu machen“, sagte er. Der Trainer zeigte sich zuversichtlich, „dass die Jungs motiviert sind, Gas zu geben und den negativen Trend umzukehren“.
Werder ist seit fünf Bundesligaspielen sieglos. Nach einem ordentlichen Saisonstart rutschte die Mannschaft zum Jahresende in eine Ergebniskrise. Auch offensiv läuft es nicht rund: In 15 Saisonspielen erzielten die Bremer nur 18 Tore. Die Mittelstürmer Keke Topp und Victor Boniface warten weiter auf ihr erstes Saisontor.
Besonders bei Boniface droht ein längerer Ausfall. Der Angreifer wird wegen Knieproblemen sehr wahrscheinlich nicht mehr für Werder auflaufen. Am Donnerstag soll sich bei einer Untersuchung bei einem Kniespezialisten in Innsbruck entscheiden, ob der Nigerianer operiert werden muss und das Leihgeschäft mit Bayer Leverkusen vorzeitig endet.
Die Suche nach einem neuen Angreifer gestaltet sich schwierig. Auch wegen begrenzter finanzieller Mittel kam bislang kein Transfer zustande. Als möglicher Kandidat galt Damion Downs, der sich jedoch für den Hamburger SV entschied.
Keine Sorgen bereitet Steffen dagegen der Wintereinbruch. „Ich kann nicht vorausschauen, deswegen habe ich keine Ahnung, wie der Rasen aussehen wird“, sagte der Trainer. „Wenn er frei ist, steht nichts im Wege, dass wir einen guten Fußball anbieten können.“
Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Torwart Mio Backhaus. Der Keeper hatte sich im Training bei einem Zusammenprall am Auge verletzt. Steffen zeigte sich jedoch optimistisch, dass Backhaus gegen Hoffenheim spielen kann. Entscheidend sei, ob das Sichtfeld frei sei.
