Ein Toastbrot mit Butter und Bacon.

Ein Toastbrot mit Butter und Bacon.

LauriPatterson/Getty Images

Vollfette Milchprodukte, einschließlich Butter und Milch, sind ein zentraler Bestandteil der neuen Ernährungsrichtlinien für US-Amerikaner.

Milchprodukte haben in den letzten Jahren ein Comeback erlebt, nachdem sie von pflanzlichen Alternativen wie Hafermilch in den Schatten gestellt worden waren.

Die Empfehlung, täglich drei Portionen vollfetter Milchprodukte zu essen, widerspricht etablierten Gesundheitsempfehlungen.

Milchprodukte sind 2025 in den USA wieder richtig in Mode gekommen – und wenn man den neuen Ernährungsrichtlinien der Trump-Regierung Glauben schenkt, könnten sie bald noch weiter an Bedeutung gewinnen.

Milchprodukte erleben ein Comeback

Die Ernährungsrichtlinien 2025-2030, die festlegen, was die US-Regierung als gesunde Ernährung ansieht, empfehlen, täglich drei Portionen vollfetter Milchprodukte zu verzehren. In dem am Mittwoch veröffentlichten Dokument werden ausdrücklich Butter, Vollmilch und „echter“ Käse genannt.

In den vergangenen zwei Jahren haben Milchprodukte ein echtes Comeback erlebt: Neue, innovative Produkte, die Gesundheitstrends mit klassischen Milchprodukten verbinden, sind auf den Markt gekommen. Dazu zählen etwa Zimtschnecken-Butter oder probiotisches Eis mit Minz-Schoko-Geschmack von kleinen Marken sowie die immer beliebtere ultrafiltrierte Milch von Fairlife. Milchprodukte sind meist nur wenig verarbeitet, reich an Eiweiß, und fermentierte Varianten gelten als gut für die Darmgesundheit.

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Die neuen Empfehlungen stehen jedoch im Widerspruch zu zahlreichen Studien, die eine Ernährung mit einem hohen Anteil an vollfetten Milchprodukten sowie rotem oder verarbeitetem Fleisch – beides reich an gesättigten Fettsäuren – mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung bringen.

Die Empfehlung, vollfette Milchprodukte wie Butter zu verzehren, bedeutet eine deutliche Abkehr von den Ernährungsrichtlinien für 2020 bis 2025. Damals wurde dazu geraten, auf fettarme oder fettfreie Milch und Joghurt, laktosefreie Milchprodukte oder angereicherte Sojaprodukte umzusteigen.

Die neue Lebensmittel-Pyramide.

Die neue Lebensmittel-Pyramide.

realfood.gov

„Make America Healthy Again“

Das war teilweise der Grund, warum pflanzenbasierte Ernährungsweisen und Milchalternativen in den 2010er-Jahren zu gefragten Produkten wurden. Dann begannen jedoch einige Käufer sich zu fragen, ob manche dieser Produkte tatsächlich einen ausreichend hohen Proteingehalt hatten und stärker verarbeitet waren, als sie angenommen hatten.

Im Jahr 2024 wuchs der Bio-Milchsektor um 9,8 Prozent, nach 5,6 Prozent im Vorjahr, wie aus Daten hervorgeht, die das auf Bio-Produkte spezialisierte Beratungsunternehmen New Hope Network im vergangenen Jahr mit BUSINESS INSIDER (BI) geteilt hat. Das liegt deutlich über dem jährlichen Wachstum von ein bis zwei Prozent, das seit etwa 2015 zu beobachten war.

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In dieser Zeit sind Vollmilchprodukte wie Rohmilch und selbstgemachte Butter zum Synonym für die Bewegung „Make America Healthy Again“ geworden, die vom Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. angeführt wird, einem der Architekten der neuen Leitlinien. Das ist Teil des konservativen Stimmungswandels des vergangenen Jahres.

RFK Jr. sagte am Mittwoch, diese neuen Leitlinien seien „der Weg, wie wir Amerika wieder gesund machen“, doch Fachleute aus dem Bereich der öffentlichen Gesundheit haben schnell auf deren Widersprüche hingewiesen.

Neal Barnard, Präsident des Physicians Committee for Responsible Medicine, erklärte, die Leitlinien empfählen zwar, cholesterinerhöhende „schlechte“ beziehungsweise gesättigte Fette zu begrenzen, förderten gleichzeitig jedoch den Konsum von rotem Fleisch und fettreichen Milchprodukten.

Vorsicht sei geboten.

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