Diese Regeln gelten

Glätte in München: Wo Anwohner Gehwege selbst streuen müssen

08.01.2026 – 13:30 UhrLesedauer: 2 Min.

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Geräumter Gehweg in München: Oft sind Anwohner selbst fürs Streuen mit Splitt verantwortlich. (Quelle: Imago/Bildagentur Muehlanger)

In vielen Teilen Münchens sind Anwohner selbst für geräumte und gestreute Gehwege verantwortlich. Doch nicht alles ist erlaubt – und bei Verstößen drohen Konsequenzen.

Wer in München außerhalb des Vollanschlussgebiets wohnt, ist bei Schnee und Glätte in der Pflicht: Dort müssen Anwohnerinnen und Anwohner selbst räumen und streuen – und dabei bestimmte Regeln beachten. Die Stadt weist darauf hin, dass Salz tabu ist und bei Verstößen Bußgelder drohen können. Das Vollanschlussgebiet entspricht in etwa dem Gebiet innerhalb und einschließlich des mittleren Rings sowie dem Kernbereich von Pasing.

Grundsätzlich sind, außerhalb des Vollanschlussgebiets, Hauseigentümer und Grundstücksbesitzer dafür verantwortlich, dass die Wege in ausreichender Breite geräumt und bei Glätte sicher gemacht werden. Sie können dann wiederum Mieter oder Hausmeisterdienste mit dem Winterdienst beauftragen.

Wichtig ist, neben dem grundsätzlichen Räumen, laut Baureferat auch, welches Streumittel eingesetzt wird. Eine Sprecherin der Behörde erklärte auf Anfrage der Münchner Redaktion von t-online: „Die Gehbahnen müssen bei Glätte mit Sand oder anderen geeigneten Mitteln bestreut werden; der Einsatz von Streusalz ist untersagt.“

Während die Stadt auf den Hauptstraßen, bei Buslinien und an Gefahrenstellen Feuchtsalz oder Sole gezielt einsetzt, gelten für Gehwege und damit auch für Anwohner strengere Regeln – denn Salz kann Pflanzen und Bäume schädigen. In Nebenstraßen wird meist ohnehin nur Splitt gestreut, erklärt die Stadt.

Die Einhaltung der Regeln wird von Mitarbeitenden des Baureferats stichpunktartig überprüft – etwa im Rahmen von Straßenkontrollen. Wer auf Gehwegen trotzdem Salz verwendet, wird zunächst persönlich auf das Verbot hingewiesen. Wiederholte Verstöße werden an das Kreisverwaltungsreferat gemeldet. Dort kann ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden.

Nach Angaben des Baureferats wurden in München bis einschließlich 4. Januar bereits 2.928 Tonnen Salz und 1.449 Tonnen Sole auf Straßen und Plätzen der Stadt ausgebracht. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 200 Tonnen mehr Salz und 95 Tonnen mehr Sole.