Stand: 08.01.2026 13:56 Uhr
Der Winter hat Hamburg weiter fest im Griff. Nun fordert Hamburgs CDU-Bürgerschaftsfraktion erneut, dass der Winterdienst neu aufgestellt wird. Dazu bringt sie in die nächste Bürgerschaftssitzung einen Antrag ein, der NDR 90,3 vorliegt.
Beim letzten Schneechaos vor 15 Jahren regierte in Hamburg ein Senat aus CDU und Grünen. Nach tagelanger Eisglätte verlor er Ansehen, die SPD trieb den Senat vor sich her. Nun dreht die CDU den Spieß um.
SPD und Grüne hätten den Winterdienst kaputtgespart, heißt es. Seit 2019 gäbe es fast 200 Einsatzkräfte im Winterdienst weniger. CDU-Fraktionchef Dennis Thering spricht von einer fatalen Fehlentscheidung, die die Hamburgerinnen und Hamburger mit Stürzen und schweren Verletzungen teuer bezahlen müsssten.
Im CDU-Antrag für die Bürgerschaftssitzung steht weiter, dass in vielen Wohngebieten überhaupt nicht geräumt würde. „Ein untragbarer Zustand, für den alleine der Bürgermeister verantwortlich ist“, heißt es weiter.
Konkret fordert die CDU-Fraktion deutlich mehr Einsatzkräfte im Winterdienst und neue Räumfahrzeuge. Außerdem sollten nach den Hauptverkehrsstraßen auch die Neben- und Wohnstraßen sowie Fahrradwege geräumt werden. Zudem soll laut des CDU-Antrags Tausalz generell auch für Nebenflächen und für Privatpersonen erlaubt werden.
Wegen des heftigen Schneefalls derzeit hatte die Hamburger Verkehrsbehörde am Dienstag das Tausalz-Verbot für Nebenflächen in Hamburg vorübergehend ausgesetzt. Bis zum 21. Januar dürfen damit Geh- und Radwege mit klassischem Tausalz gestreut werden.