Konzerte
Stina Holmquist hat einen eigenen, unverwechselbaren Indie- und Art-Pop entwickelt, in dem atmosphärische und großangelegte Indie-Sounds immer wieder von energiegeladenen Momenten durchbrochen werden. Mit ihrer Band entstehen hypnotische Songstrukturen mit gesanglich beeindruckenden Eskapaden. Holmquist blickt in ihrer noch kurzen musikalischen Reise auf rund 150 Livekonzerte in drei Bühnenjahren zurück. Sie trat auch schon beim Reeperbahn Festival, beim Juicy Beats Festival und zuletzt beim WDR-Rockpalast auf. Am 10. Januar ist sie um 20 Uhr live im Komm in Düren zu erleben.
Mit ihrem Indie- und Art-Pop kommt die Musikerin Stina Holmquist am 10. Januar für ein Konzert ins Komm nach Düren. Foto: Thomas Berns
Das Orchester Amsterdam Sinfonietta lotet gemeinsam mit Maria Mena die Grenzen zwischen Pop und Klassik aus. Die norwegische Singer-Songwriterin feierte bereits in jungen Jahren mit emotionalen Popsongs ihren Durchbruch. In den Niederlanden eroberte die 39-Jährige mit Hits wie „Just Hold Me” und „All This Time (Pick-Me-Up Song)” einen besonderen Platz in den Herzen ihrer Fans. Gemeinsam präsentieren die Künstlerin und das Orchester am 11. Januar um 19.30 Uhr im Theater Heerlen ein Programm, in dem Menas Songs in einem neuen Licht erscheinen.
Mit ihrem Debütalbum „Hemet“ begeisterte Niamh Regan ihr Publikum mit einer Sammlung von Liedern, die ihr Talent für tiefgründige und ehrliche Folksongs unter Beweis stellten. Die Scheibe ebnete der Songwriterin aus Galway in Irland den Weg zu Auftritten in ihrer Heimat, in Großbritannien, Australien und darüber hinaus. Sie trat im Vorprogramm von Künstlern wie Villagers, John Grant und Patrick Watson auf. Mit dem Album „Come As You Are“ etablierte sich Regan endgültig als eine der profiliertesten irischen Songwriterinnen. Am 12. Januar ist sie um 20 Uhr im Domkeller in Aachen zu Gast.
Die irische Songwriterin Niamh Regan kommt für ein Konzert nach Aachen. Am 12. Januar tritt sie im Domkeller auf. Foto: Matthijs van der Ven
„Die Nacht der 5 Tenöre“ lädt für den 14. Januar um 19.30 Uhr in die Stadthalle nach Alsdorf ein, den schönsten Arien und Kanzonen der Musikgeschichte zu lauschen: mit dem neuen Programm „Magia delle melodie“. Die fünf Solisten standen alle bereits auf den bekanntesten Bühnen Italiens. Gemeinsam präsentieren sie Stücke vor allem der italienischen Oper und huldigen den Melodien der großen Meisterkomponisten Italiens wie Verdi, Puccini oder Leoncavallo. Als Stargast ist Entertainer Marc Marshall dabei. Ein weiteres Konzert ist am 20. Januar um 19.30 Uhr im Haus der Stadt in Düren.
Was am 12. Oktober 1950 als kultureller Lichtblick für die Belegschaften Dürener Industriebetriebe begann, entwickelte sich zu einer der traditionsreichsten Kammermusikreihen Deutschlands, die heute aus dem kulturellen Leben der Dürener nicht mehr wegzudenken ist: die Industriekonzerte. Das dritte Konzert in der Spielzeit des 75-jährigen Bestehens bestreitet am 14. Januar um 20 Uhr im Haus der Stadt das Minguet Quartett. Die Formation zählt zu den international gefragtesten Streichquartetten. Nach Düren kommt es mit Werken von Joseph Haydn, Erwin Schulhoff, Peter Ruzicka und anderen.
Comedy & Kabarett
Chansons und Comedy gibt es am 9. Januar um 20 Uhr mit Maladée und ihrem Programm „Voilá, da bin isch“ im Aachener Franz. Ihr Publikum lässt sie wissen, dass sie „eine brisante Mischung aus Mata Hari, Mireille Mathieu und Louis de Funès“ sei, eine „Rampensau“ und ein „Ganzkörper-Feuerwerk an Emotionen“. Ihren Schabernack verpackt Maladée in Chansons von Edith Piaf über Dalida bis hin zu Charles Aznavour.
Helene Bockhorsts Programm „Lebefrau“ soll eine Ode ans Leben sein. Schwarzer Humor trifft dort auf bunte Outfits und Albernheiten, wenn sich die 38-jährige Comedienne unbequemen Fragen stellt: Warum ist ein Mann, der es sich gut gehen lässt, ein Lebemann, eine Frau dagegen eine Schlampe? Sollte man Familientraditionen fortführen, auch wenn es sich um Depressionen und ungesunde Bewältigungsmuster handelt? Ein Programm über Trauma, Depression, Resilienz – und darüber, dass man immer einen Grund zum Lachen finden kann, live zu erleben am 15. Januar um 20 Uhr im Aachener Franz.
Comedienne Helene Bockhorst ist am 15. Januar mit ihrem Programm „Lebefrau“ zu Gast im Aachener Franz. Foto: Thommy Mardo
Theater
„L’elisir d’amore – Der Liebestrank“, das Melodramma giocoso in zwei Akten von Gaetano Donizetti, ist am 10. Januar im Großen Haus des Theaters Aachen zu sehen. Der schwärmerische Nemorino liebt Adina, doch sie scheint nur Augen für Belcore zu haben. Der Wunderdoktor Dulcamara schwatzt Nemorino einen Liebestrank auf, doch dahinter verbirgt sich nur ein gewöhnlicher Rotwein. Adina zeigt sich eher irritiert von dem beschwipsten, vor Selbstbewusstsein strotzenden Nemorino. Noch mehr Liebestrank soll sie endlich an ihn binden. Doch Adina hat Nemorino längst durchschaut und kennt ein besseres Mittel …
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Der Brennerpass, ein Grenzübergang zwischen Österreich und Italien. Auf geheimen Schmugglerpfaden über die grüne Grenze flohen vor 80 Jahren hochrangige NS-Funktionäre wie Josef Mengele oder Adolf Eichmann vor dem Zugriff der Alliierten. Sie hatten Hilfe von der Bevölkerung vor Ort. Von der sogenannten „Rattenlinie“, wie diese Fluchtroute genannt wurde, handelt Miriam Unterthiners Stück „Blutbrot“, das 2025 mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet wurde und in der Kammer des Theaters Aachen zur Uraufführung kommt. Die nächste Möglichkeit, die Produktion zu sehen, ist am 10. Januar.
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Zwei Fußballer von Real Madrid begegnen sich im Wald. Der Stürmer lädt den Mittelfeldspieler zum Weihnachtsfest in sein Elternhaus ein. Das vom Gast mitgebrachte Bananenbrot führt bei der Mutter des Stürmers zu einem allergischen Schock. Sie stirbt. Auf der Beerdigung küssen sich die beiden Männer zum ersten Mal, was nicht unentdeckt bleibt: Ein Foto geht viral. Auf einer Pressekonferenz müssen sie Fragen über sich ergehen lassen. Noch schlimmer: Plötzlich werden Wechselpläne des Stürmers aufgedeckt. Hat die junge Liebe eine Chance in Leo Meiers Schauspiel „Zwei Herren von Real Madrid“ im Grenzlandtheater Aachen? Das Stück ist nahezu täglich zu sehen.
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Ausstellungen
Tim Berresheim gilt als Pionier der computerunterstützten Kunst. Seine Arbeiten verbindet ein Zusammenspiel aus Kunstgeschichte, Technologie, Wissenschaft und Natur. Seit Ende 2023 engagiert sich der Künstler im Auftrag der Stadt Aachen am großangelegten digitalen Kunst- und Teilhabeprojekt „Aus alter Wurzel neue Kraft“, an dem sich Aachener Schüler unterschiedlicher Altersklassen und Schulformen beteiligt haben. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit Exponaten der ständigen Sammlung des Suermondt-Ludwig-Museums und nahmen schließlich die mythologische Skulptur „Apoll und Daphne“ des italienischen Bildhauers Filippo Parodi zum Ausgangspunkt ihrer kreativen Experimente und Denkprozesse. Die Schau mit den Ergebnissen und die Ausstellung einer eigens für das Museum hergestellten ortsspezifischen Wandarbeit trägt den Titel „Ort. Zeit. Kontinuum.“. (bis 1.2.)
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Vor neunzig Jahren, im Juli 1935, wurde die Sternwarte Aachen eröffnet. Seit 1946 ist sie Teil der Volkshochschule Aachen und wird ihrer Aufgabe als „Volkssternwarte“ mehr als gerecht: Rund 4000 Personen nutzen jedes Jahr die Gelegenheit, den Sternenhimmel über Aachen zu beobachten. Die Ausstellung „Sonne, Mond und viele Sterne – 90 Jahre Sternwarte Aachen“ zeigt Fotos von Sonne, Mond und den Planeten sowie Bilder des Sternenhimmels, die von Mitgliedern des Arbeitskreises Astronomie an der Sternwarte und in der Umgebung von Aachen aufgenommen wurden. Der Eintritt ist frei. (bis 8.2.)
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Die Mode des 18. und frühen 19. Jahrhunderts ruft unweigerlich Bilder von üppigen Ballkleidern, extravagantem Schmuck und hochgesteckten Frisuren hervor. Aber entspricht dieses Bild auch der historischen Realität? Die Ausstellung „Rococo Reboot!“ im Modemuseum Hasselt will diese Frage beantworten, indem sie ihre Besucher mit auf eine Reise durch die Welt der Mode von 1750 bis 1830 nimmt und aufzeigt, dass die Modegeschichte keine festen Perioden kennt, sondern eine kontinuierliche Entwicklung ist, in der sich Stile und Trends immer wieder neu erfinden. (bis 22.2.26)